Posts mit dem Label Leuchtturm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Leuchtturm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 26. September 2016

Der Leuchtturm Pater Noster erhält sein Licht zurück

Als der Leuchtturm Pater Noster am 1. Juli 2002 auf Hamneskär abmontiert, auf das Festland von Tjörn transportiert worden war und dort untersucht wurde, im Hinblick auf eine Renovierung, stellte man schnell fest dass der Leuchtturm fast nur noch Schrott war und die Renovierung statt der geplanten sechs Millionen Kronen bei über 20 Millionen Kronen liegen sollte, weitaus mehr als der Verein zum Schutz des Leuchtturms zur Verfügung hatte, und nur noch wenige Personen glaubten bei diesem Bescheid noch an die Rettung des Pater Noster. In der Tat sollte es fünf Jahre dauern bis der Leuchtturm gerettet werden konnte um am 26. September 2007 erstmals wieder sein Licht über das Meer vor der Insel Hamneskär gleiten zu lassen.

Dabei begann die Geschichte des Leuchtturms Pater Noster im Grunde bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als die Seefahrt vor Marstrand zunahm und immer mehr Schiffe dort auf Grund liefen. Nach sehr vielen Diskussionen wurde schließlich 1779 entschieden auf dem Turm der Festung Carlsten ein rotierendes Leuchtfeuer zu installieren, das zwei Jahre später in Betrieb genommen wurde. Der Nachteil war jedoch, dass man bei Nebel oder sehr niederig liegenden Wolken das Leuchtfeuer von den Schiffen aus nicht sehen konnte. Die einzige Lösung war daher dieses Leuchtfeuer wieder abzuschalten und einen neuen Leuchtturm auf einer der vorgelagerten Schäreninseln zu planen.

Auf königlichen Beschluss wurde schließlich der Leuchtturm Pater Noster auf Hamneskär geplant. Erst am 9. September 1868 sollte dieser Leuchtturm mit einer Höhe von 32 Metern fertiggestellt sein, eine Eisenkonstruktion, die den Turm nicht nur sehr stabil, sondern vom Aussehen her auch einzigartig machte. Bis 1977 sollte der Pater Noster den Schiffen vor Marstrand eine große Hilfe bei der Navigation sein, um dann jedoch zu erlöschen und vom Leuchtturm Hättesberget ersetzt zu werden. Ab dieser Zeit wurde der Leuchtturm dann nicht mehr gewartet und das Salz begann das Eisen zu zersetzen. Die sehr aufwendige Restauration des Pater Noster sollte sich letztendlich jedoch lohnen, denn 2015 wurde der Leuchtturm und seine zugehörigen Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, da die Gesamtheit als bedeutender kultureller Wert gesehen wurde.


26. September 1748: König Karl XIII. von Schweden
26. September 1810: Die heutige schwedische Successionsordnung tritt in Kraft
26. September 1828: Nils Fredrik Sander und populärwissenschaftliche Mythologie
26. September 1832: Der Göta-Kanal, eine Verbindung zwischen Vänern und Vättern
26. September 1866: Carl Jonas Love Almqvist, ein Revolutionär zur falschen Zeit
26. September 1896: Aina Cederblom, schwedische Textilkünstlerin und Abenteurerin
26. September 1925: Ola Hansson, der schwedische Schriftsteller ohne Heimat
26. September 1956: Die Filmkrönikan im schwedischen Fernsehen
26. September 1978: Manne Siegbahn und der Nobelpreis in Physik
26. September 1982: Das erste Reagenzglasbaby Schwedens wird geboren

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 9. September 2016

Kullens fyr, der stärkste Leuchtturm Schwedens

Der Leuchtturm Kullens fyr geht mindestens bis zum Jahre 1561 zurück und gilt damit als der älteste Leuchtturm Schwedens, zumindest der Vorgänger des heutigen Leuchtturms, der am 9. September 1900 erstmals sein Licht über das Meer streifen ließ. Aber mit dem Kullens fyr sind noch mehr Superlative verbunden, denn es handelt sich auch um den höchst gelegenen Leuchtturm Schwedens und es handelt sich um den lichtstärksten fyr des Landes, wobei der Granitturm als solches selbst noch 15 Meter hoch ist und 78,5 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Der Kullens fyr ist mit seinen rund 300.000 Besuchern jeden Sommer der vermutlich meist besuchte Leuchtturm Schwedens, eingebettet in das Naturschutzgebiet Kullaberg im nordwestlichen Skåne (Schonen). Mit seiner abwechslungsreichen Natur und den 20 Grotten ist natürlich nicht nur der Leuchtturm das Ziel der Besucher, sondern viele verbringen hier einen ganzen Tag, der oft im Informationszentrum Naturum, das direkt neben dem Leuchtturm liegt, beginnt, allerdings immer darauf bedacht Kinder unter Aufsicht zu halten, da der Hügel teilweise abrupt in die Tiefe geht und selbst die Wanderwege nicht alle als „sicher“ gelten.

Der Kullens fyr, an dessen Stelle möglicherweise bereits im 13 Jahrhundert ein Leuchtfeuer entzündet wurde, markiert, gemeinsam mit dem dänischen Nakkehoved fyr, die Einfahrt vom Kattegatt in den Öresund. Auch wenn der Leuchtturm Kullens fyr heute in Schweden liegt, so sollte man dabei nicht vergessen, dass diese Stelle erst 1658, mit dem Frieden von Roskilde, nach Schweden kam und der erste Leuchtturm an dieser Stelle noch zu Dänemark gehörte, das von hier aus den gesamten Öresund bewachen konnte und jede Passage mit Zöllen belegt. Schiffe, die diese Abgaben vermeiden wollten, konnten sich daher nur Richtung Göteborg halten wenn sie Schweden erreichen wollten.


9. September 1000: Die Seeschlacht bei Svolder, der bekannteste Kampf der Wikinger
9. September 1566: Der schwedische Admiral Klas Horn
9. September 1721: Henrik af Chapman macht den Schiffsbau zur Wissenschaft
9. September 1861: Der Innere Hafen ändert die Zukunft Karlstads 
9. September 1912: Marianne Zetterström, die Autorin der wenigen Worte
9. September 1922: Arvid Nordquist, eine Erfolgsgeschichte Schwedens
9. September 1960: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger
9. September 1962: Liza Marklund zwischen Politik und Kriminalroman
9. September 1962: Liza Marklund und die Revolte gegen die Buchlandschaft
9. September 1986: Die schwedische Liga der Maskierten
9. September 2003: Brita af Geijerstam, von Nalle Puh zu Liebesgedichten 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der Erfinder und Nobelpreisträger Gustaf Dalén

Gustaf Dalén starb am 9. Dezember 1937 im Alter von 68 Jahren an Krebs auf Lidingö, nur wenige Monate nach seiner selbst gewählten Pensionierung auf Grund der Krankheit. Dalén war am 30. November 1869 als Sohn eines Landwirts und unter dem Namen Gustaf Johansson in Stenstorp zur Welt gekommen und hatte dabei das Glück dass seine Familie einen hohen Wert darauf legte dass sämtliche Kinder eine gute Bildung erhielten. Dalén war dabei das einzige Kind der Familie, das mehr an praktischen Experimenten und Erfindungen interessiert war als an theoretischem Wissen. Nach seiner Ausbildung gründete Dalén einen Samenhandel, war als Imker aktiv, leitete eine kleinere Molkerei auf dem Gut der Eltern und ging seinem Lieblingsinteresse nach, der Reparation und der Verbesserung von landwirtschaftlichen Maschinen.

Vor  allem seine Nebentätigkeit als Mechaniker weckte bei Gustaf Dalén das Interesse für Maschinentechnik und Naturwissenschaft. Als der Erfinder ein Gerät entwickelt hatte das den Fettgehalt von Milch feststellen messen konnte, reiste er damit zu Gustaf de Laval nach Stockholm, der die Fähigkeiten Daléns sofort richtig einschätzte und ihm zu einer grundlegenden technischen Ausbildung riet und ihm nach der Abschlussprüfung auch eine Anstellung versprach. Nach einigem Privatunterricht und Selbststudien wurde Dalén an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg aufgenommen, wo er auch die Prüfung als Ingenieur ablegte. Nach dem Studium in Göteborg ging Dalén für ein weiteres Jahr ans Polytechnikum in die Schweiz, der damals leitenden technischen Ausbildungseinrichtung Europas.

Zurück in Schweden zerschlug sich zwar die Anstellung bei Laval, da dessen Unternehmen am Rande des Konkurses lag, aber Dalén gründete mit einem Studienfreund erst ein eigenes Unternehmen um jedoch bereits 1909 zum Geschäftsführer des angeschlagenen Unternehmens AGA (Aktiebolaget Gas-Accumulator) zu werden. Für AGA machte Dalén dann seine bedeutendsten Erfindungen, denn stufenweise verbesserte er die Technik der Leuchtturme und schuf die sogenannten AGA-Leuchttürme, die bis zu einem Jahr ohne Personal und Wartung auskommen konnten und damit einen wichtigen Beitrag zur sicheren Seefahrt leisteten. AGA erhielt daher auch den Auftrag den Panama-Kanal mit Leuchttürmen zu versehen. Im Jahre 1912 explodierte bei einem Versuch Daléns ein Ethin-Behälter und der Erfinder erblindete, ohne deswegen jedoch seinen Beruf aufzugeben. Nur kurze Zeit nach der Explosion wurde Gustaf Dalén für seine überragenden Leistungen mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet.

9. Dezember: Die Bedeutung des Annadagen (Annatag) in Schweden
9. Dezember 1594: Gustav II. Adolf wird König von Schweden
9. Dezember 1842: Carl David af Wirsén und die moderne Literatur
9. Dezember 1898: Astri Taube bleibt mit ihrer Kunst im Schatten
9. Dezember 1910: Der Zehnte als Kirchensteuer wird abgeschafft
9. Dezember 1936: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Lindman
9. Dezember 1975: Schweden führt Wahlrecht für ausländische Bürger ein

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Sonntag, 7. April 2013

Die drei Berufe des Schweden Albert Theodor Gellerstedt

Als Albert Theodor Gellerstedt am 7. April 1914 im Alter von 77 Jahren in Stockholm starb, hatte er in drei verschiedenen künstlerischen Berufen Karriere gemacht und blieb der Nachwelt in allen drei Bereichen in Form seiner Werke erhalten, obwohl heute kaum noch jemand Gellerstedt kennt und seine Gedichte mittlerweile nur noch vereinzelt in Sammelwerken aufgenommen werden, obwohl er als Mitglied der Svenska Akademien zu den „unsterblichen“ Personen Schwedens gehört.

Albert Theodor Gellerstedt hatte an der Kunstakademie in Stockholm ursprünglich Architektur studiert und sich dann vor allem auf Eisenstrukturen spezialisiert, eine Technik, die er insbesondere während seiner Studienreisen nach Dänemark, Deutschland und Frankreich genauer unter die Lupe nahm. Auch wenn der Architekt in Schweden einige Wohnhäuser und zwei Kirchen baute, so wurde er vor allem mit seinen zahlreichen Leuchttürmen bekannt, die er zeichnete und die man noch heute auf Gotland, Öland, in Karlskrona und anderen Orten bewundern kann.

Aber Albert Theodor Gellerstedt wurde auch als Graveur und vor allem als Aquarellist bekannt, wobei er sich als Maler vor allem auf Landschaftsmalerei im Stil der französischen Freiluftmalerei spezialisiert hatte und zu den wenigen Künstlern gehört, die das alte Stockholm in seinen Bildern festgehalten haben. Als Maler beeinflusste Gellerstedt insbesondere Anders Zorn und Axel Hägg. Obwohl sich die meisten seiner Bilder heute in Privatbesitz befinden, so kann man einige seiner Werke im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Malmö entdecken.


7. April 1953: Dag Hammerskjöld, eine schwedische Legende 
7. April 1990: Brand auf der M/S Scandinavian Star bei Lysekil im Bohuslän

Copyright: Herbert Kårlin