Posts mit dem Label Tekniska Skolan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tekniska Skolan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. Januar 2018

Der Künstler und Zeichner David Wallin

David Wallin wurde am 7. Januar 1876 in Östra Husby als Sohn eines Schreiners geboren, in einer extrem religiösen Familie, die ihn im Traum Künstlers zu werden kaum unterstützte. Daher ging Wallin 1893 nach Norrköping und begann dort eine Malerlehre, besuchte jedoch gleichzeitig die dortige Tekniska Skola um sich in Abendkursen zum Künstler auszubilden. Drei Jahre später zog Wallin nach Stockholm um um im Atelier von Carl Grabow zu arbeiten und erneut Abendkurse an der Tekniska Skola, dem heutigen Konstfack, zu nehmen. Von 1898 bis 1903 besuchte der angehende Künstler dann noch die Kunstakademie der schwedischen Hauptstadt.

Noch vor seinem Abschluss an der Kunstakademie erhielt David Wallin einige bedeutende Kunstpreise, und nachdem er 1905 die Künstlerin Elin Wallin geheiratet hatte unternahm der Künstler mit seiner Frau eine Studien-Hochzeitsreise nach Paris und London, wobei er ein Jahr später auch erstmals eines seiner Gemälde im Pariser Salon ausstellte und damit die Aufmerksamkeit auf sich lenken konnte. Auch die Zeit zwischen 1908 und 1910 verbrachte Wallin überwiegend auf Reisen, insbesondere in Rom, Florenz und der skandinavischen Künstlerkolonie Volterra in der Toskana. In dieser Zeit malte Wallin zahlreiche Portraits seiner Ehefrau und seiner Kinder.

Einige der bedeutendsten Werke des Künstlers David Wallin, der am 27. Juni 1957 in Stockholm starb, entstanden zu Beginn der 30er Jahren, was nicht zuletzt auch damit zusammenhing, dass er sich bei einem Kunstwettbewerb zu den Olympischen Spielen in Los Angeles im Jahre 1932 mit fünf Gemälden in verschiedenen Kategorien beteiligte und anschließend mehrere Ausstellungen in den USA hatte. In diesen Jahren schloss sich Wallin jedoch auch rechtsextremen Kreisen an, die auch in Zukunft sein Weltbild veränderten, jedoch auch seine Karriere bremsten, da er nach 1936 nur noch vereinzelt Ausstellungen hatte. Werke Wallins findet man heute in allen größeren Kunstmuseen Schwedens.


7. Januar 1685: Jonas Alströmer bringt die Kartoffel nach Schweden 
7. Januar 1770: Carl Gustaf Tessin, Kunstsammler und Politiker
7. Januar 1842: Der schwedische Komponist Johan Lindegren
7. Januar 1876: Die schwedische Künstlerin Anna Sahlström
7. Januar 1926: Die Thielska Galleriet, ein Kunstmuseum in Stockholm 
7. Januar 1940: Carl Boberg, Politiker, Schriftsteller und Prediger 
7. Januar 1945: Yrsa Stenius und die Grenzen der linken Manipulation
7. Januar 1945: Salz wird in Schweden als Mangelware rationalisiert
7. Januar 1949: Elin Wägner, eine Kämpferin für die Rechte der Frauen 
7. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 6. Januar 2018

Der Künstler und Karikaturist Pelle Hedman

Pelle Hedman kam am 6. Januar 1861 als Per Erick Pärsson in Gimsbärke bei Borlänge als Sohn eines Landwirts zur Welt und begann mit 17 Jahren eine Kunstausbildung an der Tekniska Skolan in Stockholm, dem heutigen Konstfack, die er anschließend an der Kunstakademie fortsetzte, bevor er seine Fähigkeiten bei einem Aufenthalt in Paris perfektionierte. Nach seiner Rückkehr aus Frankreich arbeitete Hedman für alle größeren Zeitungen Stockholms, um sich erst mit 72 Jahren zu pensionieren, ein halbes Jahr vor seinem Tod am 10. August 1933.

Pelle Hedman, der zeitweise im Künstlerkreis um Anders Zorn verkehrte, war Zeit seines Schaffens der vermutlich am häufigsten engagierte Zeichner der Stockholmer Presse, da, vor der Zeit der Fotografie, nur Künstler wie Hedman Leben in eine Zeitung oder Zeitschrift bringen konnten. Erst mit Einbruch des 20. Jahrhunderts musste Hedman daher von der Illustration vor allem zur Karikatur wechseln, was ihm hervorragend glückte, da er mit allen künstlerischen Methoden eng vertraut war.

Pelle Hedman hatte auch in der Stadt seine Kindheit auf dem Bauernhof nicht vergessen, denn zahlreiche seiner Zeichnungen und Illustrationen schildern sehr deutlich das ländliche Leben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sein Erfolg lag jedoch nicht nur an den beeindruckenden Zeichnungen und Malereien, die das Leben der Bevölkerung schilderten, sondern der Künstler wagte sich, vor allem bei seinen Karikaturen, die Grenzen der offiziellen Darstellungen zu sprengen. Bereits 1895 veröffentlichte Hedman eine Zeichnung bei der sich der König Oscar II. und sein Gast, Senator Liss Olof Larsson, von hinten zeigen, sich also vom Künstler abwenden.


6. Januar 1430: Filippa von England wird in Schweden Königin 
6. Januar 1493: Olaus Petri und die schwedische Reformation 
6. Januar 1493: Olaus Petri, der schwedische Reformator
6. Januar 1809: Der schwedische Naturwissenschaftler Sven Lovén
6. Januar 1912: Johnny Bode, der schwedische Skandalschriftsteller
6. Januar 1912: Johnny Bode, der erste Punkstar Schwedens
6. Januar 1852: Der schwedische Künstler Carl Kylberg
6. Januar 1963: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Svensk Form um schwedisches Design bekannt zu machen

Bereits im Jahre 1845 hatte der schwedische Volksforscher und Künstler Nils Månsson Mandelgren eine Sonntagsschule gegründet in der Kunsthandwerker das Zeichnen als Grundlage für Design lernen konnten. Dieser Schule fügte Mandelgren am 6. Oktober 1845 den Verein Svenska Slöjdföreningen an, einen Verein, der heute unter dem Namen Svensk Form bekannt ist und im Auftrag der Regierung die Formgebung und das Design schwedischer Künstler und Kunsthandwerker national und international bekannt machen soll, insbesondere durch die Herausgabe der Zeitschrift Form, durch die Vergabe von Preisen und das Organisieren von Ausstellungen.

Nils Månsson Mandelgren hatte die Svensk Slöjdförening, die 1976 den Namen Svensk Form annahm, gegründet um das schwedische Kunsthandwerk gegen die steigende Industrialisierung zu verteidigen, die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzte und begann Massenproduktionen auf dem Markt zu verbreiten. Gleichzeitig wollte er einen Gegenpol zur wachsenden Anzahl an Handwerkern schaffen, die keiner Gilde angeschlossen waren und teilweise schlechte und billige Imitate anboten. Mit diesem Gedanken stand Mandelgren natürlich nicht allein da, denn auch die Tekniska Skolan, das heutige Konstfack in Stockholm, wurde in jenen Jahren aus dem gleichen Grund gegründet.

Aber auch wenn die Formgebung von Beginn an bedeutend für den heutigen Svensk Form war, so richtete sich dies bis Ende des 19. Jahrhunderts mehr auf Kunstgegenstände und erst ab 1896 wurde das Alltagsdesign, unter anderem Möbel, bedeutend, in einer Zeit, als auch Frauen der Zugang zu künstlerischen Ausbildungen möglich geworden war, die bis 1857 auch von jeder Ausbildung des Vereins ausgeschlossen waren. Der Verein Svensk Form, der sich heute vor allem durch Ausstellungen einen Namen macht, spielte während der ersten 100 Jahre seines Bestehens eine bedeutende Rolle in der Geschichte von schwedischem Design und Kunsthandwerk, denn der Vorläufer von Svensk Form war eine der treibenden Kräfte für sie Stockholmausstellung 1851, die Stockholmausstellung 1897, die 15 Jahre später organisiert wurde, sowie für die Stockholmausstellung 1930 und die Helsingborgausstellung 1955.


6. Oktober 1550: Karin Månsdotter, die erste bürgerliche Königin Schwedens
6. Oktober 1820: Jenny Lind erscheint auf einem schwedischen Geldschein
6. Oktober 1821: Der schwedische Naturwissenschaftler Anders Jahan Retzius
6. Oktober 1869: Bo Bergman, zwischen Realismus und Belletristik
6. Oktober 1872: Der Sturz des Ministerpräsidenten Carl Gustaf Ekman
6. Oktober 1888: Der schwedische Künstler Einar Nerman 
6. Oktober 1942: Anna Wahlgren und die Bibel für Mütter
6. Oktober 1942: Anna Wahlgren und das Barnaboken
6. Oktober 1946: Per Albin Hansson, ein Antialkoholiker als Ministerpräsident
6. Oktober 1958: Die Mosebackes Monarchie wird ausgerufen

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 13. Juli 2015

Der schwedische Künstler Otto Hesselbom

Otto Hesselbom wurd am 13. Juli 1848 als Sohn eines Landwirts in Ånimskog im Dalsland geboren. Da der Vater bereits 1854 starb, die Familie sehr groß war und die Mutter es nicht schaffte, die Landwirtschaft in Gang zu halten, war Hesselbom sehr früh gezwungen seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Da der zukünftige Künstler keinerlei Neigung zur Landwirtschaft hatte und relativ schwächlich war, begann er eine Ausbildung zum Maler. Als die Landwirtschaft 1868 ganz aufgelöst wurde, ging Hesselbom nach Stockholm und schrieb sich an der damaligen Technischen Schule ein, die ihn sowohl auf das Malerhandwerk als auch das künstlerische Malen vorbereitete.

An der Tekniska Skolan entdeckte Otto Hesselbom seine Neigung zur freien Kunst, musste jedoch, mangels Kapital, auch einsehen, dass er sich eine Ausbildung an der Kunstakademie nicht leisten konnte. Hesslbom, der eine sehr religiöse Erziehung hatte, entschied sich daher bei der Evangeliska Fosterlandsstiftelse zu engagieren, wurde erst als Bote eingesetzt, entwickelte sich jedoch später auch zum Prediger, der von der Freikirche nach Luleå geschickt wurde. Da er das dortige Klima nicht verkraftete, kehrte Hesselbom 1882, mit seiner nordländischen Frau, zurück nach Stockholm um das handwerkliche Malen wieder aufzunehmen. Da  das Handwerk die Familie nicht das ganze Jahr über versorgen konnte, nahm seine Frau Arbeiten als Näherin an.

Otto Hesselbom hatte indes die Kunst nicht aufgegeben und erhielt, als ehemaliger Schüler der Tekniska Skolan, die Genehmigung im Nationalmuseum Gemälde zu kopieren, die er für geringe Summen verkaufte. Die Werke Hesseloms, bis zu seiner Aufnahme in die Kunstakademie im Jahr 1888, zeigen eine naive Kunst, jedoch bereits die Neigung zur Landschaftsmalerei. Als Hesselbom 1895 die Kunstakademie verließ, beginnt er die Landschaft seiner Heimatregion auf Leinwand zu verewigen und nur zwei Jahre später kann man bei der Stockholmausstellung des Jahres 1897 einen vollendeten Künstler entdecken, der endlich seine wahre Neigung gefunden hat. Werke Hesselboms, der am 20. Juni 1913 in Säffle starb, findet man heute in den größten Museen Europas, unter anderem auch im Nationalmuseum in Stockholm.

Copyright: Herbert Kårlin