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Donnerstag, 4. Mai 2017

Der Komponist und Theaterdirektor Nils Perne

Nils Perne kam am 4. Mai 1905 als Sohn eines kaufmännischen Direktors in Uppsala zur Welt, zog jedoch mit seinen Eltern bereits im Alter von zwölf Jahren nach Stockholm, wo er die Schartaus Handelsschule besuchte, um sich ebenfalls auf eine kaufmännische Karriere vorzubereiten. Gemeinsam mit seinem Studienkameraden Georg Eliasson entdeckte er jedoch während seines Studium seine Liebe zu Studentenrevuen und zum Studententheater und 1925 wurde dann das erste gemeinsame Stück der beiden Studenten auch mit großem Erfolg aufgeführt.

Nils Perne und Georg Eliasson waren gleichzeitig am populären Schlager interessiert, der in diesen Jahren seine erste Höhen erreichte und 1926 lieferten die beiden dann dem Mosebacketeatern in Stockholm die ersten Lieder, belieferten aber auch Ernst Rolf mit eigenen Kompositionen und gründeten einen Musikverlag, den Perne ab 1935 dann allein weiterführte. Ab dieser Zeit begann Perne sowohl für für den Rundfunk als auch für die Schallplattenindustrie und den Film zu arbeiten, wenn auch überwiegend unter dem Pseudonym Jokern. Sein größter Erfolg wurde dann im Zweiten Weltkrieg sein Lied Min soldat, der in mehrere Sprachen übersetzt wurde und von Ulla Billquist im Jahre 1940 aufgenommen wurde.

Im Jahr 1948 wurde Nils Perne dann Direktor des Oscarsteatern in Stockholm und war, unter anderem auch Co-Produzent des Musicals My Fair Lady, das 1959 Premiere hatte und mit 766 Aufführungen zu den größten Erfolgen des Theaters gehörte. Auch wenn  Nils Perne Ende der 30er Jahre als Gunnar Gregor auch einige seiner Lieder selbst auf Schalllatte verewigte, trat er nur selten an die Öffentlichkeit und scheute das öffentliche Leben. Nils Perne starb am 27. Dezember 1965 in Stockholm und gehört heute zu jenen Künstlern, die nahezu vergessen sind, obwohl sie eine gesamte Epoche prägten.


4. Mai 1436: Magnus Bengtsson wird durch einen Mord bekannt
4. Mai 1436: Engelbrekt Engelbrektsson wird ermordet
4. Mai 1782: Georg Ingelgren und die literarischen Gesellschaften Uppsalas
4. Mai 1871: Die schwedische Künstlerin Alice Nordin
4. Mai 1928: Der schwedische Jazzmusiker Lars Gullin
4. Mai 1959: Inger Nilsson und der Fluch Pippi Langstrumpf zu sein
4. Mai 1991: Carola gewinnt beim Eurovision Song Contest in Rom

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 6. Juli 2015

Die schwedische Sängerin Ulla Billquist

Ulla Billquist, geborene Schönström, nahm sich am 6. Juli 1946 im Alter von 38 Jahren in Stockholm das Leben, zu einer Zeit, als sie mitten in ihrer Karriere stand und kurz bevor ihre dritte Scheidung ausgesprochen werden sollte, denn während die legendäre schwedische Sängerin einen enormen Erfolg auf der Bühne hatte, war ihr Privatleben weitaus weniger stabil. Billquist, deren Gesamtwerke noch heute auf CDs existieren, gilt als die bekannteste und erfolgreichste Sängerin Schwedens während des Zweiten Weltkriegs und veröffentlichte insgesamt knapp 200 Schallplatten.

Die Sängerin Ulla Billquist war am 14. August 1907 in Eslöv in Skåne zur Welt gekommen und begann ihre Karriere im Jahre 1925, als sie ihren späteren Mann Fritiof Billquist traf, der nicht nur am Stadttheater in Helsingborg beschäftigt war, sondern ihr auch die ersten Gesangsrollen am gleichen Theater vermittelte. Ein Jahr später folgte ihr erster Auftritt im Radio und 1927 engagierte sie ihr Schwager Thor Modéen für die Herbstrevue im Odeontheater in Stockholm. Ihr Erfolg dabei war so groß, dass sie anschließend von Ernst Rolf für zahlreiche weitere Revuen engagiert wurde.

Ihre erste Schallplatte Parfymvisan nahm Ulla Billquist im Jahre 1929 unter Pathé auf, um jedoch bereits im Folgejahr zu Columbia zu wechseln. Im Jahre 1940 wurde Billquist dann von Sonora geworben, wobei sie für dieses Plattenlabel so bedeutend wurde dass sie die erste Sängerin Sonoras wurde, der ein fester Monatsgehalt bezahlt wurde. Bei Sonora nahm Ulla Billquist 1940 auch ihren ersten wirklich großen Hit auf, denn mit Min soldat sprach sie sämtliche Soldaten des Landes an und unternahm eine erste große Tournee durch die Feldlager des Landes. Diesem Erfolg sollten sehr viele weitere folgen, unter anderem auch Öppna ditt fönster. Ihr überraschenden Selbstmord machte die Sängerin dann zu einer wahren Legende, die noch heute in ganz Schweden bekannt ist.


6. Juli 1774: Vom Vorname Gustav zu Gustav Vasa
6. Juli 1823: Sophie Adlersparre und die schwedische Frauenbewegung
6. Juli 1859: Verner von Heidenstam und der Umbruch in eine neue Zeit
6. Juli 1859: Verner von Heidenstam, ein Erneuerer der schwedischen Literatur
6. Juli 1903: Der schwedische Biochemiker Hugo Theorell
6. Juli 1917: Der schwedische Architekt Rudolf Arborelius

Copyright: Herbert Kårlin