Posts mit dem Label Carl Johan Adlercreutz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Carl Johan Adlercreutz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 5. April 2019

Ministerpräsident Carl Axel Wachtmeister

Carl Axel Wachtmeister kam am 9. Mai 1754 als Sohn des Majors Carl Wachtmeister zur Welt und studierte an 1768 an der Universität Lund um sich auf eine Karriere in der Administration vorzubereiten. Drei Jahre später wurde Wachtmeister dann in der Staatskanzlei angestellt, wo er eine brillante Karriere machte, denn 1777 war Wachtmeister Revisionssekretär, zwei Jahre später war er Justizkanzler und mit 28 Jahren wurde er dann zu einem der Herren des Reiches ernannt. 1787 macht Gustav III. Wachtmeister dann zum Präsidenten des Landesgerichts und übertrug ihm die Überwachung der gesamten schwedischen Gesetzgebung.

Carl Axel Wachtmeister gehörte mit zu den engsten Vertrauten des Königs Gustav III., was sich, unter anderem, dadurch ausdrückte, dass er Wachtmeister 1789 als seinen Vertreter einsetzte für jenen Zeiten, in denen der König selbst abwesend war. Im gleichen Jahr ernannte Gustav III. Wachtmeister auch zum Kanzler der Universität Lund und ernannte ihn zum Justizrat im neu gegründeten Obersten Gerichtshof des Landes. Auch nach dem Tod des Königs behielt Wachtmeister das Vertrauen des Königshauses und die Vormundschaftsregierung des zukünftigen Königs Gustav IV. Adolf ernannte Wachtmeister zum Präsidenten des Gesetzeskommission.

Als Gustav IV. Adolf dann König wurde, versuchte Carl Axel Wachtmeister diesen zur Zurückhaltung in der Außenpolitik zu überzeugen, da er zum einen die Gefahr sah, die von Napoleon I. ausging, zum anderen Wachtmeister auch über den Widerstand gegen den König von Seiten Carl Johan Adlercreutz informiert war, der den König stürzen wollte. Wachtmeister gehörte letztendlich zu den wenigen Getreuen des Königs bevor dieser abgesetzt wurde. Da Carl Axel Wachtmeister, der am 5. April 1810 starb, nicht an Intrigen beteiligt war, erhielt er auch vom folgenden König, Karl XIII. das Vertrauen und wurde nach dessen Regierungsreform zum neu geschaffenen Amt des Ministerpräsidenten ernannt, ein Amt, das der Politiker jedoch nur noch kurze Zeit innehatte.


5. April 1501: Kort Rogge, Bischof in Strängnäs
5. April 1697: Karl IX. ein Ersatzkönig leitet Schweden
5. April 1719: Axel von Fersen der Ältere in der Opposition
5. April 1776: Der Politiker Nils Månsson i Skumparp
5. April 1786: Die Svenska Akademien, Verteidiger der schwedischen Sprache
5. April 1842: Der Archäologe und Reichsantiquar Hans Hildebrand
5. April 1950: Die Karriere der schwedischen Sängerin Agnetha Fältskog
5. April 1954: Die schwedische Sängerin Anna-Lotta Larsson
5. April 1962: Sara Danius, ständige Sekretärin der Svenska Akademien 
5. April 2001: Die schwedische Jazzsängerin Sonya Hedenbratt
5. April 2007: Maria Gripe und das realistische Kinderbuch Schwedens
5. April 2007: Maria Gripe, Kinderbücher ohne Gewalt

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Februar 2012

Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens

Am 7. Februar 1837 starb Gustav IV. Adolf in der Schweiz, ein König, der von Beginn an eine sehr schwierige Stellung in Schweden hatte, da niemand glaubte, dass er der Sohn des vorhergehenden Königs, Gustav III., sei, sondern von Graf Munck von Fulkila, einem Liebhaber der Königin Sofia Magdalena von Dänemark, gezeugt worden sei, da allgemein bekannt war, dass der König unfähig war seine Frau zu befriedigen. Auch wenn Gustav IV. Adolf, geboren am 1. November 1778, von seinem Vater anerkannt wurde und die beste Erziehung bekam, waren Adel und Volk allein wegen der zweifelhaften Herkunft von Beginn an nicht auf der Seite des Thronfolgers.

Gustav IV. Adolf, Gustav Adolfs Torg, Malmö

Da sich Gustav IV. Adolf zudem als ein von Gott auserwähltem König sah, hörte er während seiner Regierungszeit grundsätzlich nicht auf seine Ratgeber und erklärte nicht nur Frankreich unter Napoleon den Krieg (1805 - 1810), sondern führte auch Krieg gegen Finnland (1808 - 1809). Er verlor beide Kriege, wobei er Finnland an Russland abgeben musste und auch an der Blockade gegen England, dem Hauptlieferanten Schwedens, teilnehmen musste. Diese Niederlagen verzieh ihm weder Adel noch das Volk, da beide Gruppen nach den Verlusten erhebliche Nachteile und Probleme erleiden mussten.

Als Gustav IV. Adolf sich im März 1809 entschloss den finnischen Krieg selbst zu befehlen, setzten Carl Johan Adlercreutz und Georg Adlersparre, gemeinsam mit einigen anderen einflussreichen Personen, den König ab und belegten ihn mit seiner Familie im Schloss Gripsholm mit Hausarrest. Am 10. Mai wurde Gustav IV. Adolf dann auch offiziell von den Ständen abgesetzt und schließlich des Landes verwiesen. Die Erben wurden dabei von der Thronfolge ausgeschlossen. Der ehemalige König lebte dann bis zu seinem Tod in der Schweiz, wo er auch mehrere uneheliche Kinder zeugte und vermutlich am Alkohol unterging.

7. Februar 1909: Enok Sarri, der Wettermann der Samen

Copyright: Herbert Kårlin