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Samstag, 6. Dezember 2014

Sofia Hellqvist und Prinz Carl Philip

Sofia Hellqvist kam am 6. Dezember 1984 in Täby zur Welt, wuchs jedoch in Älvdalen in Dalarna auf. In Vansbro besuchte Hellqvist dann auch das Gymnasium und wählte dabei den Zweig Ästhetik, der eine relativ eingeschränkte Berufschance bietet. In ihrer Freizeit lernte Hellqvist Piano spielen und beschäftigte sich vor allem mit Tanz und Theater, ohne jedoch das Ziel zu haben fest in diesen Bereichen zu arbeiten oder diese zu studieren.

Als Sofia Hellqvist 18 wurde, verließ sie Dalarna und ging nach Stockholm um dort als Bedienung zu arbeiten und eine Karriere als Fotomodell vorzubereiten. Dieser Wunsch führte allerdings nur zum Titel Fröken Älvdalen und zum Titel Miss Slitz des Jahres 2004, dem Glamourtitel einer Zeitschrift, die als Erfolgsmodell hatte leicht bekleidete junge Frauen auf der Titelseite zu veröffentlichen. Ein Jahr später war Hellqvbist dann in der sehr umstrittenen Dokusoap Paradis Hotel zu sehen, was auch mit dem Ende der Karriere als Fotomodell gleichzusetzen war.

Nach diesem Auftritt änderte sich das Leben von Sofia Hellqvist, denn sie ging nach New York, machte eine Ausbildung zur Yogalehrerin und eröffnete in Manhattan ein Yogazentrum. Parallel dazu begann Hellqvist eine Ausbildung in Firmenführung, der sie, zurück in Stockholm, ein kurzes Studium in globaler Ethik und Kinderkunde anschloss. Als  die junge Frau dann als Volontärin in Afrika ein Frauenzentrum mit aufbaute, lernte sie vermutlich Prinz Carl Philip kennen. Im Januar 2010 gab der königliche Hof jedenfalls bekannt, dass die beiden ein engeres Verhältnis hatten. Erst im Juni 2014 kam es dann zur offiziellen Verlobung der beiden und mittlerweile ist auch die Hochzeit auf den 13. Juni 2015 festgelegt, was Sofia Hellqvist die Möglichkeit bietet sich auf des höfische Leben vorzubereiten.


6. Dezember 1829: Baltzar von Platen, der Gründer des Göta Kanals
6. Dezember 1830: Die Entstehung des schwedischen Aftonbladet
6. Dezember 1885: Birger Sjöberg, vom Volkslied zum Modernismus
6. Dezember 1906: Das Oscarsteater in Stockholm wird eingeweiht
6. Dezember 1956: Das Valhallabadet (Walhallabad) in Göteborg 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 15. September 2014

Daniel Westling wird Prinz Daniel Westling Bernadotte

Prinz Daniel kam am 15. September 1973 als Daniel Westling in einer bürgerlichen Familie in Örebro zur Welt. Die Familie zog zu Beginn seines Lebens mehrmals um und etablierte sich schließlich in Ockelbo, dem Ort, in dem der heutige Prinz auch aufwuchs. Nach der Hauptschule besuchte er die zweijährige Soziallinie des Gymnasiums in Sandviken, dem erst der Wehrdienst folgte, anschließend einige Jahre im einfachen Schuldienst. Erst als Westling 1994 nach Stockholm zog, entdeckte er seine wahre Neigung.

In Stockholm begann Daniel Westling in der Volkshochschule auf Värmdö ein Studium zum Sportpädagogen, dem auch eine Ausbildung zum persönlichen Trainer folgte, was ihm 1997 wiederum eine Anstellung im Fitnesscenter Master Training brachte. Nur ein Jahr später machte sich Westling selbständig und sechs Jahre später gründete er, gemeinsam mit zwei Freunden, das Fitnesscenter Master Training AB, dem weitere Engagement in diesem Bereich folgten, unter anderem auch gemeinsam mit Björn Ulvaeus. Auf Empfehlung von Prinzessin Madeleine kam Westling dann in Kontakt mit Kronprinzessin Victoria von Schweden und wurde ihr persönlicher Trainer.

Wie schnell sich die Kronprinzessin und Daniel Westling näher kamen, ist weniger bekannt, aber bereits 2002 war das Verhältnis der beiden öffentlich und ab 2007 lebten die beiden mehr oder weniger in der Wohnung der Kronprinzessin. Erst am 24. Februar 2009 gab der königliche Hof dann die Verlobung der Beiden bekannt und noch im Herbst des gleichen Jahres verließ Westling die meisten seiner beruflichen Aufgaben. Am 19. Juni 2010 gingen Daniel Westling und die Kronprinzessin Victoria die Ehe ein. Bei dieser Angelegenheit wurde aus Daniel Westling auch Prinz Daniel Westling Bernadotte. Auch als Ehemann der Kronprinzessin kann Prinz Daniel weder den schwedischen Thron erben, noch kann er je Reichsvorstand werden. Seine offiziellen Aufgaben werden vom Hofstaat der Kronprinzessin koordiniert.


15. September 1664: Karlshamn wird zur Stadt ernannt
15. September 1907: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens
15. September 1969: Die Karriere von Åke Grönberg
15. September 1972: Flugzeugentführung in Schweden
15. September 1973: Gustav VI. Adolf, der König mit Interesse für Archäologie
15. September 1975: Der Name Arla wird in Schweden geboren
15. September 1990: Der private Fernsehkanal TV4 sendet analog

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 11. März 2013

Die arrangierte Ehe von Prinzessin Ingeborg

Erst wenige Jahre bevor Prinzessin Ingeborg von Dänemark und Schweden am 11. März 1958 in Stockholm starb, hatte sie offiziell erklärt, dass ihre Ehe mit Prinz Carl von Schweden arrangiert worden war und sie einen Fremden geheiratet hatte. Dieses Geheimnis behielten die Prinzessin und der Prinz bis zu ihrer Goldenen Hochzeit im Jahre 1947 geheim, als beide nahezu gleichzeitig über die arrangierte Ehe sprachen. Als ihre Eltern über die Hochzeit der beiden entschieden, wurden beide nicht um ihre Meinung gefragt, sondern lediglich von der Tatsache informiert.

Nach der Hochzeitsreise nach Deutschland kam Prinzessin Ingeborg mit Prinz Carl nach Schweden, wo sie begeistert empfangen wurde, zumal sie die Enkelin des beliebten Königs Karl XV. war. Sehr schnell hieß es auch, dass sie unter allen ausländischen Prinzessinnen die ideale Königin Schwedens wäre, eine Rolle, die sie die ersten zehn Jahre bei offiziellen Empfängen und Zeremonien ersatzweise spielte, da sich Königin Sofia nur selten öffentlich zeigen wollte und die Kronprinzessin nahezu ständig im Ausland war.

Trotz der von den Eltern arrangierten Ehe soll Prinzessin Ingeborg eine sehr harmonische Ehe mit Prinz Carl geführt haben und sich in ihrer Rolle wohl gefühlt haben. Die Prinzessin wird in allen Berichten der Zeit als ausgeglichen, angenehm und als ideale Gastgeberin beschrieben, die ihre beiden Kinder sehr praktisch erzog um ihnen den Einstieg in ein nicht-königliches Leben zu ermöglichen.


11. März 1795: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär Schwedens
11. März 1907: SKF, Kugellager aus Schweden 
11. März 1918: Die spanische Grippe in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 19. Juni 2012

Kronprinzessin Victoria Ingrid Alice Désirée

Am 19. Juni 2010 heiratete die schwedische Kronprinzessin Victoria den bürgerlichen Daniel Westling, der damit zum schwedischen Prinzen ernannt und Herzog des Västergötland wurde. Auf den Tag genau 34 Jahre vorher hatte auch Silvia ihren König Carl XVI. Gustaf geheiratet, wobei der Hochzeitstag Victorias auch nur fünf Tage nach den Geburtstag der Kronprinzessin gelegt wurde. Aber nicht nur die Ehe und die eigens für Victoria geänderte Thronfolge sind eine Besonderheit im Leben der Kronprinzessin.

Als Victoria am 14 Juli 1977 als einfache Prinzessin geboren wurde, war sie seit 1807 das erste Kind, das ein schwedisches Königspaar zur Welt bekam als es bereits an der Regierung war. Als die schwedische Thronfolgerin dann am 27. September des gleichen Jahres getauft wurde, benutzte der Erzbischof Olof Sundby dafür Quellwasser aus Öland, der Insel, auf der sie, mit einer einzigen Ausnahme, bisher jeden Sommer verbrachte und wo sie nun, nach ihrer Ehe und der Geburt der Tochter Estelle auf ein eigenes Strandhaus hofft.

Kronprinzessin Victoria lernte Daniel Westling bereits 2001 kennen, als er ihr persönlicher Träner war. Obwohl sie bereits 2002 ein Paar wurden, dauerte es bis zum 24. Februar 2009, bis Daniel auch offiziell als Victorias Partner anerkannt wurde und die Ehe vorbereitet werden konnte. Seit 2004 verfügt Victoria über einen eigenen Hofstaat, der jedes Jahr über ein Budget von über sechs Millionen Kronen verfügt. Seit der Eheschließung am 19. Juni 2010 verfügt nun auch Prinz Daniel über eigene Sekretäre und Berater.


19. Juni 2005: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan
19. Juni 2010: Königliche Hochzeiten in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 5. Mai 2012

Schweden und die Rechte der Frau

Auch wenn die Frau in Schweden heute als gleichberechtigt betrachtet wird und sie schon im Mittelalter eine hohe Stellung einnehmen konnte, so liegen dazwischen fast 1000 Jahre in denen die Rolle der schwedischen Frau auf das extremste eingeschränkt war. So wurde erst am 5. Mai 1939 ein Gesetz erlassen nach dem die Frau nicht mehr wegen einer Verlobung, einer Ehe oder einer Geburt gekündigt werden konnte. Gleichzeitig wurden ihr dabei auch zwei Wochen lang Gehalt nach einer Geburt gewährt.

Immerhin durfte eine schwedische Frau bereits seit 1872 selbst bestimmen wen sie heiraten wollte und musste nicht mehr den ihr zugewiesenen Mann akzeptieren. Ob diese Bestimmung allerdings immer zum Vorteil der Frau war, ist weniger sicher, denn nach der Ehe hatte die Frau keine Freiheit gefunden, sondern ihr Ehemann war automatisch zu ihrem Vormund geworden und ohne dessen Zustimmung durfte sie keinerlei Verträge unterzeichnen, selbst dann nicht, wenn sie das gesamte Geld mit in die Ehe gebracht hatte. Erst 1921 durfte sie dann auch über sich selbst bestimmen, selbst eine Arbeit suchen und auch über ihre Einkünfte entscheiden.

Wer allerdings der Meinung ist, dass dies die schwedische Frau wirklich befreite, täuscht sich, denn noch bis 1965 durfte der Ehemann seine Frau völlig legal vergewaltigen ohne die geringste Strafe befürchten zu müssen, wobei sie bis 1938 auch nicht an irgendwelche Präventivmittel denken konnte, denn bis dahin war es in Schweden bereits strafbar sich allein danach zu erkundigen. Bis 1975 sollte sie dann auch nicht an Abtreibung denken, da dies hart bestraft wurde. Aber noch heute hat die schwedische Frau nicht den gleichen Lohn wie der Mann.


5. Mai 1912: Die Olympischen Spiele in Stockholm
5. Mai 1984: Herreys, Schwedens erste Boyband, gewinnt den ESC 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Juni 2011

Königliche Hochzeiten in Schweden

Auch wenn man heute vor allem davon spricht, dass Kronprinzessin Victoria am 19. Juni 2010 Daniel Westling in der Storkyrkan in Stockholm heiratete, so darf man nicht vergessen, dass auch Victorias Mutter Silvia an einem 19. Juni heiratete. Am 19. Juni 1976 trat nämlich auch Silvia Sommerlath mit Carl XVI. Gustaf in der Stockholmer Storkyrkan vor den Traualtar.

Die beiden Hochzeiten zeigen, außer dem Datum, mehrere Ähnlichkeiten, die sich nicht nur darauf beschränken, dass jeweils einer der Partner bürgerlicher Herkunft war. So wurden am Vorabend der Hochzeit die beiden Brautpaare auch mit ihrer Lieblingsmusik gehüllt. Der zukünftigen Königin Silvia bot Abba sein „Dancing Queen“ und Kronprinzessin Victoria konnte Roxette mit „The Look“ lauschen.

Nach den verschiedenen Problemen, die die Skandale um den König Carl XVI. Gustaf, dem schwedischen Königshaus letztes Jahr verursachten, taucht zum Jahrestag der beiden Hochzeiten auch erneut die Frage auf, ob es nicht sinnvoll sei, dass der König seiner Tochter den Thron überlässt, denn er selbst war gerade einmal 27 als er zum König gekrönt wurde, während Victoria bereits 34 Jahre alt ist und die Aussage des Königs, dass sie der Last der Verantwortung noch nicht gewachsen sei, wenig glaubwürdig wirkt.

19. Juni 1827: Kronprinzessin Victoria Ingrid Alice Désirée
19. Juni 2005: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 1. Mai 2011

Hochzeit für Homosexuelle in Schweden

Am 1. Mai 2009 trat in Schweden das Gesetz in Kraft, das es auch homosexuellen Partner erlaubt die Ehe einzugehen. Durch diese Entscheidung gibt es in Europa nun sieben Länder, die den Artikel 12 der Europakonvention umsetzen, die besagt, dass „alle Bürger das Recht haben eine Ehe einzugehen“, ohne dabei irgendeine Einschränkung zu machen, eine Formulierung, die in sehr vielen Ländern eine heiße Diskussion auslöste.

Allerdings stellt das Gesetz auch in Schweden Homosexuelle bei der Eheschließung nicht allen Schweden gleich, denn das Gesetz betrifft ausschließlich die bürgerliche Ehe und nicht die kirchliche, denn nach wie vor steht es jedem Priester frei ein homosexuelles Paar zu verheiraten oder nicht. Die politische Entscheidung Schwedens hat dadurch die Svenska Kyrkan in zwei Lager gespaltet.

Bereits seit dem 1. Januar 1995 konnten in Schweden männliche und weibliche Homosexuelle bereits eine Partnerschaft registrieren lassen, was in gewisser Weise einer bürgerlichen Eheschließung nahe kam. Seit dem 1. Februar 2003 erlaubte eine eingetragene Partnerschaft auch, dass homosexuelle Paare ein Kind adoptieren konnten und ab 1. Juli 2005 ist lesbischen Frauen auch eine künstliche Befruchtung erlaubt.

1. Mai 1890: Der 1. Mai in Schweden
1. Mai 1969: Schwedischer Reaktor entgeht nur knapp einer Kernschmelze 

Copyright: Herbert Kårlin