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Freitag, 23. März 2018

Der schwedische Künstler Carl Gustaf Qvarnström

Carl Gustaf Qvarnström kam am 23. März 1810 als Sohn eines Kammerdieners in Stockholm zur Welt und schrieb sich bereits im Alter von elf Jahren am Grundstudium an der Kunstakademie ein, wo er ein Jahr später seine erste Auszeichnung erhielt. Qvarnström wurde mit 14 Jahren von bedeutenden Kreisen unterstützt, da er einige Portraits von Mitgliedern des Königshauses vorgelegt hatte. Der Künster setzte seine Studien an der Kunstakademie bei Gustaf Erik Hasselgren und Fredric Westin fort, bis 1829 Johan Niclas Byström aus Italien zurückkehrte. Unter Byström ging Qvarnström dann von der Malerei fast vollständig zur Skulptur über.

Als Carl Gustaf Qvarnström 1836 das große Reisestipendium der Kunstakademie erhielt, verbrachte er erst einige Monate in Paris, brach dann jedoch nach Rom auf, wo er er bis 1842 niederließ. In Rom beschäftigte sich Qvarnström nicht nur mit den dortigen Kunststrichtungen, sondern er hatte auch den Auftrag vier Skulpturen und fünf Reliefs für das nördliche Gewölbe des Schlosses in Stockholm zu schaffen, die er jedoch erst nach seiner Rückkehr nach Stockholm im Jahr 1842 fertigstellte. Unmittelbar bei seiner Rückkehr wurde Qvarnström in die Kunstakademie aufgenommen, ein Jahr später dort zum Vizeprofessor ernannt und erhielt 1852 eine feste Professur.

Während der Schaffensphase von Carl Gustaf Qvarnström kam es in Schweden, beeinflusst vom Festland, auch zu einer neuen Kunstrichtung, denn während der Künstler, auch nach seiner Rückkehr aus Rom, noch der klassischen Einstellung folgte und die sechs Skulpturen über der Frontseite der Göteborger Börse nach griechischem Vorbild malte, gehörte er zu jenen Künstlern, die ab etwa 1850 auch dazu übergingen Wissenschaftler und Politiker in Form von Skulpturen zu verewigen, was bis dahin undenkbar war, da vorher nur Könige auf diese Weise verewigt werden durften. Qvarnström schuf zwischen 1850 und 1865 Skulpturen von Jöns Jakob Berzelius, Carl von Linné, Engelbrekt Engelbrektsson und anderen mehr. Werke von Carl Gustaf Qvarnström, der am 5. März 1876 in Stockholm starb, findet man sowohl im Nationalmuseum als auch im Kunstmuseum Göteborg.


23. März 1703: Cajsa Warg, die bekannteste Köchin Schwedens
23. März 1759: Anders Ljungstedt, ein Leben in der Fremde
23. März 1792: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner
23. März 1845: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
23: März 1854: Örebro wird bei einem Brand nahezu vollständig zerstört
23. März 1862: Tor Hedberg und der psychologische Roman
23. März 1904: Der pazifistische Baptist Helge Åkeson
23. März 1929: Die finnlandschwedische Künstlerin Eva Acke
23. März 1962: Der Tag des Nordens und der Vertrag von Helsinki von 1962
23. März 1980: Abwicklung der Kernenergie in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 7. Mai 2017

Der schwedische Künstler Hjalmar Mörner

Hjalmar Mörner kam am 7. Mai 1794 als Sohn eines Feldmarschalls in Stockholm zur Welt und begann eine militärische Karriere in der Svea Leibgarde. Wie sehr viele Militärs jener Zeit, so betätigte sich auch Mörner sehr früh mit der Amateurmalerei, was zahlreiche seiner erhaltener Skizzen über den Feldzug nach Deutschland und die Szenen aus dem Gesellschaftsleben der Epoche ausdrücken. Im Jahr 1816 entschied sich Mörner dann jedoch ganz zur Malerei zu wechseln, wobei er zu diesem Zweck nach Deutschland, Frankreich und Italien reiste, eine Studienreise, die letztendlich bis 1828 dauern sollte.

Bekannt ist, dass Hjalmar Mörner in Italien Schüler von Johan Niclas Byström wurde und eine Schlüsselfigur der dortigen Künstlerkolonie ausmachte. Auch wenn die Erwartungen in Mörner sehr hoch waren und man von ihm in Stockholm bedeutende Malereien von Kriegsszenen erhoffte, zeigte sich, dass Mörner keine Zukunft mit Ölgemälden hatte, und bereits seine Zeichnungen mehr Karikaturen nahe kamen als das Kriegsgeschehen zu schildern. Den größten Erfolg in diesem Bereich hatte Mörner mit seinen italienischen Volksschilderungen, obwohl er auch hierbei kaum über das Amateurniveau hinauskam.

Weitaus mehr Erfolg hatte Hjalmar Mörner mit seinen Lithographien, einer damals neuen Technik, mit der er in Rom vertraut wurde, denn hier trat nicht nur seine Fähigkeit als Zeichner hervor, sondern er beherrschte diese Technik auch zur Perfektion. Nachdem er sich zudem auf Szenen aus dem Volksleben, angefangen vom Karneval bis zum Straßenleben in Rom, Neapel, London und Stockholm beschränkte, leistete Hjalmar Mörner, der am 15. Setember 1837 in Paris starb, eine beachtliche Leistung innerhalb der Kunstgeschichte Schwedens, mit Werken, die auch im Nationalmuseum und im Kunstmuseum in Göteborg zu finden sind.


7. Mai 1697: Das königliche Schloss Tre Kronor in Stockholm brennt nieder
7. Mai 1840: Der deutsch-schwedische Künstler Caspar David Friedrich
7. Mai 1856: Die Erweckungsbewegung innerhalb der Svenska Kyrkan
7. Mai 1884: Der Schauspieler und Theaterdirektor Torsten Hammarén
7. Mai 1916: Tore Fredrik Wretman und die schwedische Kochkunst
7. Mai 1921: Abschaffung der Todesstrafe in Schweden
7. Mai 2001: Die schwedische Schauspielerin Margaretha Krook
7. Mai 2013: Die Swedish Music Hall of Fame in Stockholm 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Der schwedische Künstler Johan Niclas Byström

Johan Niclas Byström wurde am 18. Dezember 1783 in Filipstad geboren und legte während seiner Jugend seine Träume vom Künstler auf Eis, zumindest so lange seine Mutter lebte. Nach ihrem Tod verließ Byström dann jedoch das Geschäft seines Vaters in dem er bis dahin als Verkäufer arbeitete und ging nach Stockholm. Überzeugt von sich selbst bewarb er sich unmittelbar bei Johan Tobias Sergel, der ihn allerdings gar nicht erst beachtete und selbstverständlich als Student ablehnte.

Der zukünftige Künstler ließ sich davon nicht entmutigen und folgte dann dem Unterricht der zweiten Garde der Professoren an der Kunstakademie, die er von 1803 bis 1809 besuchte. Da er für seine Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen erhielt, gelang es Johan Niclas Byström dann dennoch die Aufmerksamkeit Sergels bald zu gewinnen, der ihm dann auch einige Arbeiten anvertraute, was vermutlich mit dazu führte, dass Byström ein bedeutendes Stipendium erhielt um sich in Rom niederzulassen um dort sein Studium zu vervollständigen.

Auch wenn Rom ab 1910 die zweite Heimat für Johan Niclas Byström wurde, so verbrachte er sehr viel Zeit in Stockholm, da er mit Aufträgen für Skulpturen und Statuen, unter anderem von mehreren schwedischen Königen, nahezu ausgelastet wurde. Byström hatte für seine Arbeiten nicht nur ein Haus in Carrera, sondern verfügte auch über einen eigenen Marmorbruch für das Material seiner Werke. Als Byström im Jahre 1838 für einige Jahre ganz nach Stockholm zurückkehrte, entstand auf den Höhen von Djurgården die berühmte Byströms Villa in der er auch einen Teil seiner Werke unterbrachte. Als der Künstler 1844 gesundheitliche Probleme bekam, kehrte er nach Italien zurück wo er bereits vier Jahre später starb.


18. Dezember: Der Tag des Kuchens in Schweden 
18. Dezember 1290: Der schwedische König Magnus Ladulås

Copyright: Herbert Kårlin