Freitag, 4. Mai 2012

Engelbrekt Engelbrektsson wird ermordet

Am 4. Mai 1436 wurde einer der größten Volkshelden Schwedens überfallen und ermordet, Engelbrekt Engelbrektsson, eine Person, deren Vorfahren von Deutschland nach Schweden eingewandert waren und der es über den Bergmann zum steuerbefreiten Bürger und, unter Erik av Pommern (auch Erich von Pommern), schließlich bis zum Oberbefehlshaber der Armee schaffte und im Schloss von Örebro residierte, dann aber auf dem Höhepunkt seiner Karriere ermordet wurde.

Carl Gustav Qvarnströms Engebrekt Engelbrektsson in Örebro

Allerdings wäre Engelbrekt Engelbrektsson nicht wegen seinen Leistungen für den schwedischen Königshof bekannt geworden, denn seine geschichtliche Bedeutung lag vielmehr darin, dass er für die Rechte und die Arbeitsbedingungen der Bergarbeiter kämpfte und sich damit auch gegen den König stellte. Während des sogenannten Freiheitskrieges eroberte er, mit Unterstützung der Dalkarlarna, innerhalb von drei Monaten ganz Schweden und erreichte es den König Erich von Pommern absetzen zu lassen, so dass Karl Knutsson an die Macht kommen konnte, der seinen Ideen gegenüber offener war als sein Vorgänger.

Da Engelbrekt Engelbrektsson, nachdem Erich von Pommern abgesetzt war, als der wichtigste Mann Schwedens betrachtet werden konnte und zudem ein hervorragender Kriegsmann war, hatte er allerdings auch zahlreiche Feinde, die ihn gerne tot sehen wollten. Die Ironie des Schicksals war jedoch, dass er letztendlich wegen einer Privatangelegenheit ermordet wurde. Als Engelbrekt in der Kirche in Örebro begraben wurde, entwickelte sich ein wahrer Heiligenkult um ihn und über Jahrzehnte kamen ständig Pilgerzüge zur Kirche, bis die Reformation unter Gustav Vasa diesem Kult ein Ende bereitete.


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Copyright: Herbert Kårlin

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