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Sonntag, 3. Februar 2019

Der Ritter und Reichsvorstand Sten Sture der Jüngere

Der Tod des Reichsvorstands Sten Sture des Jüngeren am 3. Februar 1520, im Alter von nur 27 Jahren, sollte die Geschichte Schwedens bedeutend verändern, denn als dieser Führer bei der Verteidigung Stockholms verletzt wurde, geriet das gesamte schwedische Heer in Panik und lediglich das Schloss konnte seine Witwe Kristina eine gewisse Zeit halten. Dieser Verlust führte nur Monate später zum Stockholmer Blutband, bei dem selbst die Leiche Sten Stures wieder ausgegraben wurden um mit den anderen Hingerichteten und zum Tode verurteilten Schweden verbrannt zu werden.

Sten Sture war 1492 oder auch 1493 als Sohne eines der mächtigsten Männer Schwedens des Geschlechts Natt och Dag zur Welt gekommen und wurde bereits als Sechsjähriger von König Hans zum Ritter geschlagen. Als sein Vater Svante Nilsson 1503 zum Reichsvorstand ernannt wurde, erhielt der Jugendliche die ersten militärischen Aufträge und wurde 1510 Schlossherr des Schlosses in Örebro, das er nur zwei Jahre später ganz in Besitz nahm. In dieser Zeit nahm der Ritter auch den Namen Sture an, um auszudrücken, dass er die Politik der Sturepartei wieder aufleben lassen wollte um den Bürokraten die Macht zu beschneiden.

Während seines kurzen Lebens konnte Sten Sture der Jüngere jedoch nur wenige seiner Ideen verwirklichen, da er ab 1517 ständig gezwungen war die Invasionen Dänemarks zu verhindern. Als 1518 der Unionskönig Kristian II. vor Stockholm an Land ging um die Hauptstadt Schwedens zu erobern, gelang es Sten Sture den Angriff zurückzuschlagen. Als jedoch zwei Jahre später der dänische Feldherr Otto Krumpen den Landweg Richtung Stockholm nahm, wurde der schwedische Feldherr bei der Schlacht bei Bogesund nahezu unmittelbar schwer am Knie verletzt und 10.000 Krieger verloren ihrer Führer. Per Schlitten wurde Sten Sture dann nach Strängnäs gebracht um von dort aus nach Stockholm transportiert zu werden, das jedoch nicht mehr lebend erreichte.


3. Februar 865: Sankt Ansgar, der Missionar Birkas, stirbt in Bremen
3. Februar 1636: Der schwedische Erzbischof Petrus Kenicius
3. Februar 1699: Jämtländer erhalten die schwedische Staatsbürgerschaft 
3. Februar 1816: Carl Olof Rosenius und die schwedische Freikirche
3. Februar 1828: Der schwedische Künstler Carl d'Unker
3. Februar 1886: Der schwedische Künstler Sigfrid Ullman
3. Februar 1916: Die schwedische Sängerin Margareta Kjellberg
3. Februar 1948: Henning Mankell und Kommissar Kurt Wallander
3. Februar 2011: Die schwedische Feministin Stina Sundberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. August 2012

Kristian II, König Schwedens für ein Jahr

Am 23. August 1521 wurde Kristian II., der als Kristian der Tyrann in die Geschichte einging, nach nur einem Jahr als schwedischer König vom Thron verstoßen und Gustav Vasa übernahm die Macht. Zwei Jahre später musste Kristian II. dann auch den norwegischen und den dänischen Thron verlassen, auch wenn er dort die Macht zehn Jahre lang ausüben durfte. Immerhin dauerte es dann noch bis 1546 bis er schließlich  auch offiziell auf jeden Anspruch auf einen Thron in den drei nordischen Ländern verzichten musste.

Dass Kristian II. überhaupt König von Schweden wurde, verdankte er der Tatsache, dass der damalige schwedische Herrscher Sten Sture der Jüngere beim Papst in Ungnaden gefallen war und Kristian II. als verlängerter Arm des Papstes Sten Sture absetzen sollte. Das Heer des dänischen Königs konnte die Schweden besiegen und nach dem Tode Sten Stures übernahm Kristian II. am 5. Februar 1520 in Schweden die Macht. Nur Stockholm verteidigte sich noch bis zum 5. September des gleichen Jahres.

Da Kristian II. von der Kirche und dem Adel anerkannt war, hätte er, und später seine Familie, ohne Probleme über Jahrzehnte über Schweden herrschen können, wenn er nicht nahezu alle früheren Unterstützer Sten Stures wegen Ketzerei beim Stockholmer Blutbad hingerichtet hätte und alle Versprechen an das Land gebrochen hätte. Nachdem er jedoch etwa 600 Schweden getötet hatte, darunter auch zahlreiche Kinder und Frauen, wuchs der Widerstand gegen ihn schneller als er ahnen konnte. Als sich Gustav Vasa, den Kristian II. früher gefangen genommen hatte, an die Spitze des Widerstands stellte, ging die Macht Kristian II. zu Ende und ab August 1521 ersetzte Gustav Vasa den dänischen König und wurde zum Reichsvorstand Schwedens gewählt.


23. August 1834: Der ungewöhnliche Aufstieg von Anders Fredrik Brander
23. August 1973: Geiseldrama in der Kreditbanken in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 7. September 2011

Die Eroberung Stockholms durch Kristian II.

Am 7. September 1520 wurde Stockholm vom dänischen König Kristian II. eingenommen. Dieses Ereignis ist bis heute einmalig, denn nie zuvor und nie danach war es einer fremden Armee gelungen in Stockholm einzuziehen. Nachdem Sten Sture der Jüngere kurz vor der Eroberung Stockholms im Kampf umgekommen war, verteidigte seine Frau Kristina Gyllenstierna die Stadt und übergab sie Kristian II. nur unter der Voraussetzung einer allgemeinen Amnestie, die schriftlich festgehalten wurde.

Als jedoch Kristian II. am 4. November 1520 zum König von Schweden gekrönt wurde, hatte er bereits andere Pläne und bat die Adeligen zu einem Krönungsfest am 8. November. Als die Gäste angekommen waren, wurden sämtliche Türen verschlossen und der neue König klagte alle, die am Widerstand beteiligt waren, des Verrates an. Allerdings berief er sich, wegen dem Amnestievertrag, darauf, dass sich die Beteiligten der Ketzerei schuldig gemacht hatten, also auf die Anklagen des Erzbischofs Gustav Trolle, der ein erbitterter Feind von Sten Sture war.

In den folgenden Tagen wurden während des sogenannten Stockholmer Blutbades mindestens 82 Personen hingerichtet, insbesondere jene, die die Politik von Sten Sture dem Jüngeren gestützt hatten. Kristina Gyllenstierna entkam zwar dem Tode, wurde jedoch gefangen genommen und erst 1524 wieder frei gelassen, ein Jahr nachdem Gustav Vasa in Stockholm eingezogen war. Die Ereignisse zu Beginn des 16. Jahrhunderts führten auch dazu, dass Gustav Vasa sich zum Ziel gemacht hatte die Macht der Kirche im Land zu brechen.

7. September 1450: Katarina Karlsdotter wird die Königin Schwedens
7. September 1620: Söderhamn wird zur Stadt erhoben

Copyright: Herbert Kårlin