Dienstag, 31. Mai 2011

Gustav Vasa auf der Flucht

Im Jahre 1519 floh der spätere König Gustav Vasa aus seiner dänischen Gefangenschaft nach Lübeck um, erfolglos, Hilfe gegen die dänischen Invasoren zu suchen, die große Teile Schwedens in ihrem Besitz hatten. Am 31. Mai 1520 betrat Gustav Vasa dann bei Stensö, südlich von Kalmar, wieder schwedischen Boden, wo er sich jedoch nur an wenigen Stellen aufhalten konnte, da auch zahlreiche Schweden den dänischen König Kristian II. unterstützten.

Zu Beginn hielt sich Gustav Vasa im Schloss von Kalmar auf, das noch unter schwedischer Herrschaft lag, anschließend verschwinden seine Spuren bis September 1520, als Kristian II. in Stockholm einzog um Frieden mit Schweden zu schließen. Der Frieden artete zum Massaker aus bei dem nahezu alle Familienangehörigen Gustav Vasas getötet oder ins Gefängnis geworfen wurden. Der spätere schwedische König, der der dänischen Einladung nach Stockholm nicht gefolgt war, floh dann durch mehrere Teile Schwedens, was sich zum heutigen Vasalauf entwickelte.

Gustav Vasa ist vermutlich der König (1523 - 1560), der das heutige Schweden am meisten geprägt hat, zumal der Tag, an dem er zum König gewählt wurde, der 6. Juni 1523, noch heute der Nationaltag Schwedens ist. Gustav Vasa hat auch die heutige Erbmonarchie eingeführt und schuf ein zentral gesteuertes Schweden mit einer ausgeprägten Bürokratie. Im 19. Jahrhundert erklärte man Gustav Vasa zum Landesvater und damit einem Symbol Schwedens. Sein teilweise sehr brutales Handeln und Machtstreben wurde damals eher als Vorteils als als Nachteil gesehen.

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Copyright: Herbert Kårlin

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