Montag, 8. Juni 2015

Das schwedische Meeresschutzgebiet Väderöarna

Am 8. Juni 2011 wurde das Gebiet der Väderöarna, das an den Meeres-Nationalpark Kosterhavet anschließt, zum Naturreservat erklärt, ein Gebiet von 18.300 Hektar, das zum Großteils bereits vorher unter Naturschutz stand und Teil des Natura 2000-Gebietes ist. Während große Teile des Gebietes ganzjährig besucht werden können, dürfen die als Vogelschutzgebiete ausgezeichneten Gegenden zwischen dem 1. April und dem 15. August eines Jahres nicht betreten werden und selbst Boote müssen dort einen Abstand von 100 Metern einhalten.

Die westschwedischen Väderöarna, die Wetterinseln, gelten von der ökologischen Warte her als das wertvollste Meeres-Schutzgebiet Schwedens, da hier das ursprüngliche Meeresmilieu der Westküste am deutlichsten erhalten ist und die Schäden bisher sehr begrenzt sind. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass man im Raum der Väderöarna noch die artenreichste Meeresfauna- und flora Schwedens findet. Sporttaucher können bei den Väderöarna wahre Entdeckungen machen, sind allerdings auch streng daran gehalten das Meeresmilieu zu bewahren. Dass hier auch das Auswerfen eines Ankers verboten ist, versteht sich von selbst.

Die Väderöarna, ein Teil der Schären der schwedischen Westküste, bestehen aus hunderten von Klippen und kleineren Inseln, die früher teilweise bewohnt waren und durch den Väderöfjorden vom Festland getrennt sind. Der Zugang zu den Wanderwegen und auch dem ganzjährig geöffneten Gasthaus ist nur mit Hilfe eines Bootes oder Kajaks möglich, was den Zustrom an Touristen sehr stark begrenzt, auch wenn die Inseln geradezu ein Paradies für einige typische westschwedische Pflanzen sind und sich dort die größte westschwedische Kolonie an Seehunden befindet, die man hier aus nächster Nähe beobachten kann.


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Copyright: Herbert Kårlin

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