Freitag, 21. April 2017

Die Saluhallen (Markthalle) in Lund

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Lund keine Markthalle, so dass man Fleisch, Fisch, Gemüse und anderes mehr auf dem Stortorget kaufen musste, wo die Händler ihre Waren an verschiedenen Marktständen anboten. Da man von anderen Städten, die mittlerweile Markthallen hatten, erfahren hatte, dass die Hygiene sich dort verbessert hatte, entschied man sich auch in Lund eine Saluhall (Markthalle) zu bauen, die dann am 21. April 1909 eingeweiht wurde, allerdings noch weitaus anders aussah als die heutige Markthalle.

Wie die meisten Markthallen Schwedens, so bekam auch in Lund die Mechanische Werkstatt den Auftrag die Saluhallen zu bauen, die daher auf einer Eisenstruktur erbaut wurde, eine Methode, die Schweden eins aus Frankreich übernommen hatte. Diese erste Halle bestand aus einer zentralen Haupthalle und zwei kleineren Hallen in denen man Fisch, beziehungsweise Käse kaufen konnte. Die erste Revolution fand dann im Jahr 1922 statt, als die Markthalle in Lund ihren ersten Kühlraum erhielt, die Ware daher länger frisch blieb und, zum Beisiel Fisch, nicht mehr der Wärme ausgesetzt war. Diese Markthalle existierte nahezu unverändert bis zu den 50er Jahren, als deutlich wurde, dass eine Renovierung unumgänglich war. Das Lebensmittelamt zeigte sich mit den Renovierungen, die 1956 abgeschlossen waren, wenig zufrieden und verlangte daher zehn Jahre später eine Modernisierung.

Diese Entscheidung führte allerdings dazu, dass die Zukunft der Markthalle in Frage gestellt wurden, da nun die verschiedensten Ideen auftauchten, die nahezu alle dazu geführt hätten, dass statt der Markthalle ein Einkaufszentrum gebaut wird. Im Jahr 1974 kam man jedoch überein die Markthalle zu erhalten und lediglich völlig zu renovieren. Die erste Renovierung war ein Jahr später abgeschlossen, 1984 baute man die Halle dann aus um mehr Essen servieren zu können und 2009 bekam die Saluhallen in Lund dann ihr heutiges Aussehen und erhielt einen Restaurantteil mit einer Glasfront, was auch den Fortbestand der Markthalle garantiert.


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Copyright: Herbert Kårlin

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