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Freitag, 5. Mai 2017

Der schwedische Künstler Olof Arenius

Olof Arenius kam am 16. Dezember 1700 als Sohn eines Priesters in Bro im Uppland zur Welt und begann nach seiner Hochschulreife ein Theologiestudium an der Universität Uppsala, ging jedoch bereits nach kurzer Zeit an der Universität zur Kunst über und wurde ein Schüler des Hofmalers David von Krafft. Bereits gegen 1725 öffnete der Künstler dann ein eigenes Atelier, entschied sich jedoch 1729 in die Niederlande und nach England zu gehen um seine Kenntnisse zu perfektionieren. Erst 1736 kehrte Arenius anschließend wieder zurück nach Schweden und wurde noch im gleichen Jahr zum Hofmaler des Königs Fredrik I. ernannt.

Mit der Ernennung zum Hofmaler und seinen Kenntnissen in der Pastellmalerei gelang es Olof Arenius in kürzester Zeit zu einem der bedeutendsten Porträtmaler Schwedens zu werden, was auch dazu führte, dass Arenius ab etwa 1740 Lehrer an der Ritarakademi (Zeichenakademie) in Stockholm wurde und neben seinem Auftrag als Porträtmaler auch mit zahlreichen Restaurationen beauftragt wurde. Seit seiner Rückkehr nach Schweden arbeitete Olof Arenius, der am 5. Mai 1766 starb, ausschließlich in Stockholm.

Der Erfolg des Künstlers Olof Arenius als Porträtmaler lag vor allem daran, dass er sich von den barocken Darstellungen seiner Zeitgenossen abgewandt hatte und in der Lage war den tatsächlichen Charakter einer Person in seinen Gemälden festzuhalten, was vor allem von den Adeligen jener Zeit sehr geschätzt war. Zum anderen hatte um diese Zeit Gustav Lundberg die Pastellmalerei modern gemacht und Arenius gehörte, dank seiner Auslandsaufenthalte, zu den wenigen Malern Schwedens, die diese Technik beherrschten. Ab den 50er Jahren kam hinzu, dass Arenius in der Gunst von Königin Lovisa Ulrika stand und daher zahlreiche Gemälde des Schlosses Drottningholm restaurieren durfte, was ihm zu beträchtlichen Einnahmen verhalf.


5. Mai 1745: Carl August Ehrensvärd, ein Admiral als Künstler
5. Mai 1787: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
5. Mai 1816: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens
5. Mai 1846: Der schwedische Erfinder Lars Magnus Ericsson
5. Mai 1862: Carl August Adlersparre, vom Dichter zum politischen Schriftsteller
5. Mai 1912: Die Olympischen Spiele in Stockholm
5. Mai 1939: Schweden und die Rechte der Frau
5. Mai 1945: Lars-Inge Svartenbrandt, genannt Svarten
5. Mai 1984: Herreys, Schwedens erste Boyband, gewinnt den ESC
5. Mai 2013: Eine historische Eisenbahnlinie auf Gotland

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 18. März 2017

Gustaf Lundberg, der produktivste Künstler Schwedens

Als Gustaf Lundberg am 18. März 1786 in Stockholm starb, galt er als der produktivste Künstler des Landes, der zudem seine Kunst in eine Goldgrube verwandelt hatte. Der Erfolg des Malers lag vor allem daran, dass er sowohl in Frankreich als auch in Schweden nahezu alle wichtigen Persönlichkeiten gemalt hatte und von einer angesehenen Familie an die nächste weiterempfohlen wurde. Während seiner rund 60-jährigen Karriere als Künstler hatte Lundberg über 300 Porträts gemalt, teilweise zu Preisen, die heute noch die meisten Künstler erblassen lassen, denn 1500 Kupfertaler, also knapp 45.000 heutige Kronen, galten bei Lundberg noch als Freundschaftspreis.

Gustaf Lundberg kam am 17. August 1695 als Sohn eines königlichen Küchenchefs in Stockholm zur Welt, wurde jedoch, wegen dem frühen Tod seines Vaters, von seinem Großvater mütterlicherseits erzogen, der als Goldschmied arbeitete und familiär mit mehreren Künstlern verbunden war. Auf diese Weise geriet auch Lundberg sehr früh zur Kunst und begann 1712 eine künstlerische Ausbildung bei David von Krafft, Fünf Jahre später entschied sich Lundberg, auf Anraten Kraffts, sein Studium in Paris zu vervollständige, dem Zentrum der Porträtmalerei jener Zeit. Trotz zahlreicher Beschränkungen, die ein protestantischer Maler im katholischen Frankreich hatte, blieb Lundberg in Paris und versorgte sich die ersten Jahre insbesondere durch das Porträtieren von Schweden, die sich in Paris aufhielten.

Als die italienische Pastellmalerin Rosalba Carriere 1721 für ein Jahr nach Paris kam, wurde Gustaf Lundberg ihr einziger Schüler und lernte ihre heimliche Methode Pastellfarbe zu fixieren. Diese Kenntnis verhalf Lundberg dazu rund 20 Jahre lang der führende Porträtmaler in Paris zu werden, da außer ihm niemand in Frankreich seine Pastelltechnik kannte. Mit dieser Voraussetzung wurde Lundberg natürlich auch in Schweden als der größte Porträtmaler seiner Zeit betrachtet, obwohl der Künstler bei seinen Techniken des Malens teilweise nicht an andere Künstler heranreichte und in seinen Gemälden mehrere Stilbrüche zu finden sind. Arbeiten des Künstlers findet man heute nicht nur im Nationalmuseum in Stockholm, sondern auch im Schloss Drottningholm, im Schloss Gripsholm und der staatlichen Porträtsammlung Schwedens.


18. März 1655: Maria Eleonora von Brandenburg, die schönste Königin Schwedens
18. März 1862: Der schwedische Künstler Eugène Jansson
18. März 1907: Eisenbahnraub in Schweden
18. März 1915: Der erste Meereseisbrecher Schwedens: S/S Sankt Erik
18. März 1935: Der schwedische Sprachforscher Axel Kock
18. März 1956: Die schwedische Skilegende Ingemar Stenmark
18. März 1957: Christer Fuglesang, der erste Schwede im All
18. März 1986: Die schwedische Sängerin Lykke Li 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 17. August 2016

Die schwedische Künstlerin Kerstin Cardon

Kerstin Cardon wurde am 17. August 1834 als Tochter eines Lithografen in Stockholm geboren. Die Basis für ihre spätere künstlerische Arbeit legte daher der Vater, der ihr sämtliche Kenntnisse beibrachte, die für eine Aufnahme an der Akademie der Künste nötig war und die Cardon zwischen 1864 und 1871 ein Studium an der Kunsthochschule in Stockholm ermöglichte. Wie die meisten anderen Künstler dieser Epoche unternahm Cardon nach Abschluss des Studiums eine längere Studienreise, die sie nach Paris, London und Wien führte, aber auch nach Holland und nach Italien.

Vor allem in Frankreich beschäftigte sich Kerstin Cardon mit der Porträtmalerei in Öl und Pastell, dem Kunstbereich mit dem sie später auch bekannt wurde, denn ihre Porträts von Oscar II., Prinz Gustaf und vor allem von Sven Hedin, öffneten ihr einen Platz im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Malmö, auch wenn man dort ihre Gravuren mehr schätzte als ihre Gemälde, die man nicht immer sehr positiv aufnahm, da die Künstlerin ihre Persönlichkeit und Individualität auch in der Malerei deutlich zeigte, in einem Schweden in dem um jene Zeit die akademische Malerei geschätzt wurde.

Kerstin Cardon war jedoch nicht nur an der eigenen Kreation interessiert, sondern wollte auch anderen ihre Kenntnisse vermitteln. Mit 15 begann sie an einer Haushaltsschule zu unterrichten, anschließend war sie neun Jahre lang Lehrerin am Seminar für Lehrerinnen und zwischen 1875 und 1911 hatte sie eine eigene Schule für zukünftige Künstler, wobei einige unter den rund 1000 Schülern, die sie auf eine künstlerische Karriere vorbereitete, später auch von ihrer Kunst lebten. Cardon war eine sehr vielseitige Künstlerin, die neben Porträts vor allem Stillleben malte, sich jedoch auch als Graveurin einen Namen machte.


17. August 1473: Nya Lödöse, ein Vorläufer der Stadt Göteborg
17. August 1605: Die Schlacht bei Kirkholm und ein Verlust ohne Folgen
17. August 1801: Fredrika Bremer, ein Pionier der schwedischen Frauenbewegung
17. August 1850: Siri von Essen, die stärkste Frau Strindbergs
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Kinderbücher aus Nordschweden
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Literatur gegen Schundliteratur
17. August 1947: Prinz Eugen von Schweden und die Kunst
17. August 1995: Der Mord an John Hron bewegt Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 11. Oktober 2014

Der schwedische Künstler Alf Wallander

Alf Wallander wurde am 11. Oktober 1862 als Sohn eines Architekten in Stockholm geboren und entschied sich sehr früh für die Laufbahn eines Künstlers. Nach dem Besuch der Tekniska Skolan, dem heutigen Konstfack, studierte Wallander ab 1879 Malerei an der Kunstakademie in Stockholm. 1885 beendete er seine Ausbildung und erhielt ein Stipendium für eine Studienreise nach Paris. In Paris entstanden dann auch die ersten Werke des Künstlers, wobei sein Gemälde Julottan, das schon 1886 als erstes größeres Werk von Wallander fertiggestellt war, bereits an das Museum in Minneapolis verkauft wurde.

Nur drei Jahre später wurde im Salon de Paris sein Ausstellungsgemälde von Kritikern bemerkt, was dem jungen Künstler endgültig die Tür zur Welt der Kunst öffnete. Noch in Paris wandte sich Alf Wallander dann der Pastellmalerei zu, einer Kunstrichtung, der er in den Folgejahren die Treue hielt. Eines seiner ersten Pastellgemälde, Tiggargubben, findet man heute im Kunstmuseum in Göteborg. Als Wallander 1890 nach Stockholm zurückkehrte, schloss er sich sehr schnell der Künstlergruppe an, die Ernst Josephson gegründet hatte und sich der akademischen Lehre widersetzte, also schwedische Kunst nicht mehr als Folge eines klassischen nordischen Ideals sehen wollte.

Ab Mitte der 90er Jahre, als Alf Wallander bereits zu den anerkannten Künstlern Schwedens gehörte, kam erneut eine künstlerische Wende, denn als der Künstler für eine Lotterie einige Tonkrüge für Rörstrand bemalte, entdeckte er ein Material, das ihn herausforderte und faszinierte. Gerade die Arbeit mit Porzellan sollte Wallander dann eine neue Karriere als Künstler bieten, denn seine Werke fanden Zugang zu den bedeutendsten Ausstellungen weltweit. Die Theorie des Künstlers war, dass nur dann eine Wohnung einladend ist wenn industrielle Porzellanhersteller mit Künstlern arbeiten, die die ideale Form und die Schönheit in einen Raum bringen können.


11. Oktober 1816: Der Schauspieler und Theaterdirektor Edvard Stjernström
11. Oktober 1858: Der schwedische Künstler Nils Kreuger
11. Oktober 1891: Skansen in Stockholm, Tierpark und Museumsdorf
11. Oktober 1948: Göran Rosenberg und die Freiheit der Juden
11. Oktober 1996: Radiostation in Grimeton unter Denkmalschutz

Copyright: Herbert Kårlin

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