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Montag, 25. Februar 2019

Johan Zacharias Blackstadius, Künstler und Graphiker

Johan Zacharias Blackstadius kam am 14. März 1816 als Sohn eines Seekapitäns in Falkenberg im Halland zur Welt und musste zwischen 1824 und 1829 seinem Vater mit auf die Reisen folgen. An jedem Hafen, an dem das Schiff dann einige Tage lang zum Laden oder Entladen lag, wurde der Junge an Land gesetzt um dort Privatunterricht zu erhalten. Im Alter von dreizehn Jahren kam Blackstadius dann bei einem Lithographen in die Lehre, der Blackstadius auch das Zeichnen beibrachte. Parallel zu dieser Ausbildung besuchte der Jugendliche auch Abendkurse an der Kunstakademie in Stockholm.

Nach seiner Ausbildung und einigen Reisen durch Schweden ging Johan Zacharias Blackstadius 1844 für fünf Jahre nach Finnland um dort als Porträtmaler und Maler von Altartafeln aktiv zu werden. Dank dieser Einkünfte konnte sich der Künstler anschließend eine längere Studienreise nach Paris, Florenz und Rom leisten, wo er sich insbesondere für Fresken interessierte. Nach seiner Rückkehr nach Schweden im Jahr 1854 begann Blackstadius insbesondere Landkirchen zu restaurieren und die dortigen Fresken wieder herzustellen, was auch dazu führte, dass der Künstler bald einige Aufträge bekam die Kalkmalereien mittelalterlichen Kirchen zu restaurieren. Auch wenn Blackstadius damals viel Lob für seine Restaurationen bekam, so würde man diese heute meist als Stümperarbeit bezeichnen, da man um diese Zeit keinen großen Wert auf die Qualität und das Einhalten der ursprünglichen Techniken legte und Blackstadius einfach zur naiven Malerei griff.

Auch die Lithographie hatte Johan Zacharias Blackstadius nicht zur Seite gelegt, denn 1839 illustrierte der Künstler die Frithiofs saga des Dichters Esaias Tegnér und gegen 1870 wirkte er mit Bild und Text an der Wochenzeitung Ny Illustrerad Tidning mit, an der zahlreiche bedeutend Künstler und Schriftsteller Schwedens während des 35-jährigen Bestehens mitwirkten. Während die Leistung des Künstlers an der Restauration von Fresken sehr zweifelhaft ist, zeichnet sich Johan Zacharias Blackstadius, der am 25. Februar 1898 in Stockholm starb, besonders als Porträtist und Geschichtsmaler aus, wobei seine historischen Gemälde sehr stark vom damaligen Volksglauben geprägt sind, also auch in die Denkweise jener Zeit einführt.


25. Februar 1683: Der Erzbischof Jacob Benzelius
25. Februar 1834: Gustaf Emanuel Beskow und das Schulwesen
25. Februar 1764: Carl Gustaf von Brinkman, der Dichter deutscher Seele
25. Februar 1882: Ludvig Nordström und das Paradies in Nordschweden
25. Februar 1931: Der schwedische Architekt Ove Hidemark
25. Februar 1952: Thomas Ledin, ein Musiker gegen Rassismus
25. Februar 1978: Acht Personen erfrieren im Jämtland
25. Februar 1986: Der schwedische Sänger Danny Saucedo 
25. Februar 1995: Flashback, von der Zeitschrift zum Forum 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 3. Februar 2018

Der schwedische Künstler Carl d'Unker

Carl d'Unker kam am 3. Februar 1828 als Sohn eines norwegischen Vaters und einer schwedischen Mutter in Stockholm zur Welt und begann nach seiner Schulbildung, entsprechend seines Vaters, die militärische Laufbahn. Ab 1848 nahm d'Unker an der Schleswig-Holsteinischen Erhebung teil. Nach seiner Rückkehr nach Schweden entschied sich der Unterleutnant dann plötzlich die militärische Laufbahn aufzugeben um Künstler zu werden. König Oscar I. unterstütze den jungen Mann und ermöglichte ihm zwischen 1851 und 1853 ein Kunststudium in Düsseldorf.

Die Unterstützung des Königs verdankte Carl d'Unker einer Herausgabe von lithografischen Karikaturen über das Leben Stockholms aus dem Jahr 1847, da diese den König nicht nur amüsierten, sondern ihn auch von der Begabung d'Unkers überzeugten. Carl d'Unker war damit der erste einer langen Reihe schwedischer Künstler, die die Düsseldorfer Schule in Schweden bekannt machten, wobei der Künstler auch das Glück hatte Carl Ferdinand Sohn als Lehrer zu haben, der seinem Schüler seine Neigung zur Charakterdarstellung ließ, ihm jedoch in sehr kurzer Zeit alle Techniken beibrachte, die ein Künstler benötigte, so dass sich Carl d'Unker in Schweden auch der Porträtmalerei widmen konnte.

Während seiner Aufenthalts in Deutschland lernte Carl d'Unker eine reiche russische Erbin kennen, die er heiratete und die ihm die finanzielle Unabhängigkeit ermöglichte, so dass sich d'Unker vollkommen seiner Kunst widmen konnte. Gegen 1858 hatte der Künstler dann plötzlich den großen Durchbruch in Schweden und schon 1860 wurde er von Karl XV. zum Professor ernannt. Nur ein Jahr später erlahmte der rechte Arm des Künstlers, was ihn jedoch nicht vom Schaffen abhielt, denn nun begann er mit der linken Hand zu malen. Als d'Unker dann jedoch auch noch an einer Lungenentzündung erkrankte, war der Tod nahe. Carl d'Unker starb am 23. Juni 1866 im Alter von nur 38 Jahren in Düsseldorf, wo er auch begraben wurde.


3. Februar 865: Sankt Ansgar, der Missionar Birkas, stirbt in Bremen
3. Februar 1636: Der schwedische Erzbischof Petrus Kenicius
3. Februar 1699: Jämtländer erhalten die schwedische Staatsbürgerschaft 
3. Februar 1816: Carl Olof Rosenius und die schwedische Freikirche 
3. Februar 1886: Der schwedische Künstler Sigfrid Ullman
3. Februar 1916: Die schwedische Sängerin Margareta Kjellberg
3. Februar 1948: Henning Mankell und Kommissar Kurt Wallander
3. Februar 2011: Die schwedische Feministin Stina Sundberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 5. Mai 2017

Der schwedische Künstler Olof Arenius

Olof Arenius kam am 16. Dezember 1700 als Sohn eines Priesters in Bro im Uppland zur Welt und begann nach seiner Hochschulreife ein Theologiestudium an der Universität Uppsala, ging jedoch bereits nach kurzer Zeit an der Universität zur Kunst über und wurde ein Schüler des Hofmalers David von Krafft. Bereits gegen 1725 öffnete der Künstler dann ein eigenes Atelier, entschied sich jedoch 1729 in die Niederlande und nach England zu gehen um seine Kenntnisse zu perfektionieren. Erst 1736 kehrte Arenius anschließend wieder zurück nach Schweden und wurde noch im gleichen Jahr zum Hofmaler des Königs Fredrik I. ernannt.

Mit der Ernennung zum Hofmaler und seinen Kenntnissen in der Pastellmalerei gelang es Olof Arenius in kürzester Zeit zu einem der bedeutendsten Porträtmaler Schwedens zu werden, was auch dazu führte, dass Arenius ab etwa 1740 Lehrer an der Ritarakademi (Zeichenakademie) in Stockholm wurde und neben seinem Auftrag als Porträtmaler auch mit zahlreichen Restaurationen beauftragt wurde. Seit seiner Rückkehr nach Schweden arbeitete Olof Arenius, der am 5. Mai 1766 starb, ausschließlich in Stockholm.

Der Erfolg des Künstlers Olof Arenius als Porträtmaler lag vor allem daran, dass er sich von den barocken Darstellungen seiner Zeitgenossen abgewandt hatte und in der Lage war den tatsächlichen Charakter einer Person in seinen Gemälden festzuhalten, was vor allem von den Adeligen jener Zeit sehr geschätzt war. Zum anderen hatte um diese Zeit Gustav Lundberg die Pastellmalerei modern gemacht und Arenius gehörte, dank seiner Auslandsaufenthalte, zu den wenigen Malern Schwedens, die diese Technik beherrschten. Ab den 50er Jahren kam hinzu, dass Arenius in der Gunst von Königin Lovisa Ulrika stand und daher zahlreiche Gemälde des Schlosses Drottningholm restaurieren durfte, was ihm zu beträchtlichen Einnahmen verhalf.


5. Mai 1745: Carl August Ehrensvärd, ein Admiral als Künstler
5. Mai 1787: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
5. Mai 1816: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens
5. Mai 1846: Der schwedische Erfinder Lars Magnus Ericsson
5. Mai 1862: Carl August Adlersparre, vom Dichter zum politischen Schriftsteller
5. Mai 1912: Die Olympischen Spiele in Stockholm
5. Mai 1939: Schweden und die Rechte der Frau
5. Mai 1945: Lars-Inge Svartenbrandt, genannt Svarten
5. Mai 1984: Herreys, Schwedens erste Boyband, gewinnt den ESC
5. Mai 2013: Eine historische Eisenbahnlinie auf Gotland

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 18. März 2017

Gustaf Lundberg, der produktivste Künstler Schwedens

Als Gustaf Lundberg am 18. März 1786 in Stockholm starb, galt er als der produktivste Künstler des Landes, der zudem seine Kunst in eine Goldgrube verwandelt hatte. Der Erfolg des Malers lag vor allem daran, dass er sowohl in Frankreich als auch in Schweden nahezu alle wichtigen Persönlichkeiten gemalt hatte und von einer angesehenen Familie an die nächste weiterempfohlen wurde. Während seiner rund 60-jährigen Karriere als Künstler hatte Lundberg über 300 Porträts gemalt, teilweise zu Preisen, die heute noch die meisten Künstler erblassen lassen, denn 1500 Kupfertaler, also knapp 45.000 heutige Kronen, galten bei Lundberg noch als Freundschaftspreis.

Gustaf Lundberg kam am 17. August 1695 als Sohn eines königlichen Küchenchefs in Stockholm zur Welt, wurde jedoch, wegen dem frühen Tod seines Vaters, von seinem Großvater mütterlicherseits erzogen, der als Goldschmied arbeitete und familiär mit mehreren Künstlern verbunden war. Auf diese Weise geriet auch Lundberg sehr früh zur Kunst und begann 1712 eine künstlerische Ausbildung bei David von Krafft, Fünf Jahre später entschied sich Lundberg, auf Anraten Kraffts, sein Studium in Paris zu vervollständige, dem Zentrum der Porträtmalerei jener Zeit. Trotz zahlreicher Beschränkungen, die ein protestantischer Maler im katholischen Frankreich hatte, blieb Lundberg in Paris und versorgte sich die ersten Jahre insbesondere durch das Porträtieren von Schweden, die sich in Paris aufhielten.

Als die italienische Pastellmalerin Rosalba Carriere 1721 für ein Jahr nach Paris kam, wurde Gustaf Lundberg ihr einziger Schüler und lernte ihre heimliche Methode Pastellfarbe zu fixieren. Diese Kenntnis verhalf Lundberg dazu rund 20 Jahre lang der führende Porträtmaler in Paris zu werden, da außer ihm niemand in Frankreich seine Pastelltechnik kannte. Mit dieser Voraussetzung wurde Lundberg natürlich auch in Schweden als der größte Porträtmaler seiner Zeit betrachtet, obwohl der Künstler bei seinen Techniken des Malens teilweise nicht an andere Künstler heranreichte und in seinen Gemälden mehrere Stilbrüche zu finden sind. Arbeiten des Künstlers findet man heute nicht nur im Nationalmuseum in Stockholm, sondern auch im Schloss Drottningholm, im Schloss Gripsholm und der staatlichen Porträtsammlung Schwedens.


18. März 1655: Maria Eleonora von Brandenburg, die schönste Königin Schwedens
18. März 1862: Der schwedische Künstler Eugène Jansson
18. März 1907: Eisenbahnraub in Schweden
18. März 1915: Der erste Meereseisbrecher Schwedens: S/S Sankt Erik
18. März 1935: Der schwedische Sprachforscher Axel Kock
18. März 1956: Die schwedische Skilegende Ingemar Stenmark
18. März 1957: Christer Fuglesang, der erste Schwede im All
18. März 1986: Die schwedische Sängerin Lykke Li 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 14. März 2017

Axel Jungstedt, Künstler und Kunstprofessor

Als Axel Jungstedt am 14. März 1933 in Stockholm starb, galt er als einer der bedeutendsten Porträtmaler Schwedens, der ab 1890 nicht weniger als 340 Porträts gemalt hatte, wobei 28 davon den schwedischen König Oscar II. darstellten. Jungstedt porträtierte in diesen Jahren nahezu jede bedeutende Persönlichkeit Stockholms und schuf damit ein bedeutendes kulturelles Erbe. Werke des Künstlers findet man heute im Nationalmuseum in Stockholm, dem Kunstmuseum in Göteborg, aber auch im Nationalmuseum in Oslo und jenem in Kopenhagen. Die Porträts Jungstedts zeichnen sich insbesondere durch den meist sehr neutralen Hintergrund aus, so dass die Persönlichkeit des Abgebildeten in den Vordergrund rückt.

Axel Jungstedt kam am 17. März 1859 als Sohn eines Zollbeamten zur Welt und studierte von 1878 bis 1883 unter Edvard Perséus an der Kunstakademie der schwedischen Hauptstadt. Nach Abschluss seines Studiums begab sich Jungstedt auf eine vierjährige Studienreise, die ihn nach Deutschland, Italien, die Schweiz und vor allem nach Frankreich führte. Nach seiner Rückkehr nach Schweden im Jahr 1888 wurde Jungstedt Lehrer an der Kunstakademie um 1909 dort auch zum Professor ernannt zu werden, eine Aufgabe, die er bis 1924 beibehielt. Während der ersten Jahre in Stockholm, arbeitete der Künstler allerdings nicht nur an der Kunstakademie, sondern hatte hatte für mehrere Jahre zudem eine eigene Künstlerschule an der er insgesamt 117 schwedische Künstler ausbildete.

Als Axel Jungstedt nach seiner Studienreise nach Stockholm zurückkam, widmete er sich insbesondere der Freilichtmalerei im klassischen Stil Schwedens, eine Kunstrichtung, die er auch seinen Schülern, in etwas veränderten Weise auch Elsa Beskow, weitergab. Bis Jungstedt Ende der 90er Jahre nahezu ganz zur Porträtmalerei überging, entstanden einige seiner künstlerisch vermutlich wertvollsten Bilder, die, unter anderem, auch die Schären vor Stockholm darstellen. In diesen Jahren entstanden auch mehrere Deckenmalereien in Kirche und Theatern, die die Vielseitigkeit des Künstlers zeigen und nicht nur die nahezu perfekte Kunst, die Jungstedt bei seinen Porträts zeigt.


14. März 1707: Der schwedische Sprachforscher Johan Ihre
14. März 1709: Sten Carl Bielke, Wissenschaftler und Politiker
14. März 1807: Josefina von Leuchtenberg wird Königin in Schweden
14. März 1812: Der Bischof und Sprachforscher Carl Gustaf Nordin
14. März 1816: Bernhard Elis Malmström, von der klassischen Lyrik zum Realismus
14. März 1848: Laura Fitinghoff, Kinderbücher aus Nordschweden
14. März 1886: Die Textilkünstlerin und Innenausstatterin Elsa Gullberg
14. März 1907: Der nordschwedische Schriftsteller Björn-Erik Höijer
14. März 1918: Die erste Anwältin Schwedens
14. März 1922: Mäster Palm, der Schneider wird zum Agitator

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Der schwedische Künstler Johan Henrik Scheffel

Als Johan Henrik Scheffel am 21. Dezember 1781 in Västerås starb, hinterließ er eine Vielzahl an Porträts, die meisten davon unsigniert, die im Auftrag der Adeligen und gehobenen Bürger seiner Zeit entstanden. Als die bedeutendsten Werke Scheffels gelten heute jene von Carl von Linné, Hedvig Charlotta Nordenflycht und Christopher Polhem, da die meisten Personen, die zu Scheffel kamen, heute keinerlei Bedeutung mehr haben. Die Gemälde des Künstlers findet man aus diesem Grund auch nur vereinzelt in Museen, sondern vor allem in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Johan Henrik Scheffel kam am 9. April 1690 in Wismar zur Welt und studierte in Berlin, Paris und Brabant bei mehreren Hofmalern die Porträtmalerei. Auch wenn Scheffel 1723 bereits ein vollendeter Porträtmaler war, nahm er 1723 bei seiner Ankunft in Stockholm noch Unterricht bei David von Krafft, der ihm allerdings kaum das Malen beibrachte, sondern Scheffel dabei half die richtigen Kontakte in Schweden zu bekommen um sich in der schwedischen Hauptstadt als Porträtmaler niederlassen zu können. Dank dieser Verbindung wurde Scheffel auch sehr schnell mit Aufträgen des Adels und der gehobenen Bürgerschicht überhäuft, ohne allerdings damit einen Zugang zum Hof zu erhalten.

Unter den rund 700 Porträts, die Johan Henrik Scheffel im Laufe seines Lebens malte, findet man zahlreiche Repliken und Variationen, was darauf schließen lässt dass der Künstler nur seine besten Arbeiten auslieferte. In der Schaffensperiode Scheffels kann man deutlich zwei Epochen unterscheiden, denn während seine frühen Portraits von den Farben her vollkommen in Barock gehalten sind, geht der Künstler nach 1745 auf die Farben und die Farbsetzung des Rokoko über. Scheffel, dessen Stärke es war die Charaktereigenschaft und die Haltung des Porträtierten zu fangen, hinterließ auch einige historische Gemälde und Darstellungen aus der Nordischen Mythologie, die künstlerisch jedoch nur zweitrangig zu sehen sind.


21. Dezember: Die Wintersonnenwende in Schweden
21. Dezember 1610: Katarina Vasa gewinnt Einfluss in Ostfriesland
21. Dezember 1624: Ein Holländer und eine neue schwedische Handelskompanie
21. Dezember 1875: Der schwedische Sprachforscher Bengt Ivar Hesselman
21. Dezember 1904: Johannes Edfelt, der zeitlose Dichter des 20. Jahrhunderts
21. Dezember 1937: Der schwedische Künstler Harald Lyth
21. Dezember 1976: Die schwedische Schauspielerin Karin Ekelund

Copyright: Herbert Kårlin

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Donnerstag, 1. September 2016

Der Schauspieler und Künstler Ulrik Torsslow

Als Ulrik Torsslow am 1. September 1881 in Stockholm starb, ging er nicht nur als einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Zeit in die Geschichte ein, sondern er hatte auch zwei Schauspielerstreiks im Dramaten seinen Namen gegeben und damit eine bedeutende Leistung für die gerechtere Bezahlung der Schauspieler erbracht und das königliche Theatermonopol angefochten. Sein Ruf als Schauspieler, später auch als Theaterdirektor, überschatten seine Leistungen als Porträtmaler, wobei eines seiner Selbstporträts sogar im Nordiska Museet zu finden ist.

Ulrik Torsslow kam am 18. Dezember 1801 als Sohn eines Reichsbankangestellten in Stockholm zur Welt und wurde im Alter von 15 Jahren an der Schauspielschule des Dramaten aufgenommen. Nach drei Jahren überzeugte er mit seinen Leistungen so stark, dass er bereits mit 18 Jahren Hamlet spielen durfte, und dies auf eine Weise meisterte dass zahlreiche weitere Hauptrollen auf den Schauspieler warteten. Erst 1834 sollte Torsslow das Dramaten verlassen um erst eine eigene Theatertruppe zu gründen, und später am Djurgårdsteatern zu spielen, dem Theater, das er dann auch als Direktor übernahm. Die Ursache, warum Torsslow das Dramaten 1834 verließ, ist nicht ganz klar, denn zum einen hatte er in diesem Jahr einen Unfall, der ihm vorübergehend die Auftritte unmöglich machte, zum anderen findet man den Hinweis dass er nach dem zweiten Streik am Dramaten, den ebenfallsTorsslow führte, gekündigt wurde.

Ulrik Torsslow organisierte 1827 den ersten Streik am Dramaten um die Reformen des damaligen Direktors Karl Johan Puke zu stoppen, der den Schauspielern nur noch einen sehr geringen festen Lohn bezahlen und ihnen die Anteile an den Einnahmen streichen wollte, obwohl es nur diese Anteile waren, die den meisten Schauspielern das Überleben garantierten. Hinzu kam, dass Puke sehr eifrig Strafmaßnahmen, den Arrest in den Logen, praktizierte. Die Reform konnte durch den Streik gestoppt werden, nicht jedoch der Arrest für männliche Schauspieler, weswegen es 1834 zu einem zweiten von Torsslow geführten Streik kam, der auch das königliche Theatermonopol beenden sollte, was jedoch erst 1842 tatsächlich geschah.


1. September 1145: Die Kathedrale in Lund wird eingeweiht
1. September 1524: Der Malmö recess, das Ende des Befreiungskrieges 
1. September 1526: Katarina Jagellonica, Königin von Schweden
1. September 1625: Ein Großbrand in Stockholm ändert die Stadtplanung
1. September 1736: Schweden und Sveriges rikes lag, Grundlagen der Gesetze
1. September 1882: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm
1. September 1913: Anders Bjurholm und die schwedischen Bierflaschen
1. September 1958: Keith Cederholm und der Aufreißermord in Malmö
1. September 1971: Gunnel Linde und der Kinderhilfsverein BRIS
1. September 1977: Umweltskandal in Skåne

Copyright: Herbert Kårlin

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Freitag, 24. Juni 2016

Der schwedisch-österreichische Künstler Martin van Mijtens

Martin van Mijtens kam am 24. Juni 1695, möglicherweise auch schon am 16. Juni des gleichen Jahres, als Sohn des holländisch-schwedischen Künstlers Martin Mijtens der Ältere in Stockholm zur Welt und lernte in der Schule seines Vaters die Malerei. Nach dieser Ausbildung machte er Studienreisen nach Holland, England und Frankreich um sich dort zu perfektionieren. In diesen Jahren zeichnete sich van Mijtens der Jüngere immer mehr als Porträtmalerei aus und malte, unter anderen, auch Ludvig XIV. und Peter den Großen. Einige Jahre später auch den schwedischen König Fredrik I. und Ulrika Eleonora, zwei Gemälde, die man heute im Schloss Gripsholm findet.

Martin van Mijtens der Jüngere hatte während seiner Auslandsaufenthalte auch die Miniaturmalerei und die Emailmalerei gelernt, Techniken, die ihm bis heute eine besondere Stellung in der Kunstgeschichte verleihen. Der Künstler hatte schon bei seinem ersten Aufenthalt ihn Wien das Angebot erhalten dort als Hofmaler zu arbeiten, versuchte sich jedoch vor einer endgültigen Entscheidung noch in der italienischen Malerei zu perfektionieren, blieb bis 1727 in Italien, verbrachte erneut einige Jahre in Österreich um jedoch 1730 wieder nach Schweden zu gehen.

Nur ein Jahr später entschied sich Martin van Mijtens dann jedoch endgültig sich in Österreich niederzulassen, auch wenn dies mit einigen Problemen verbunden sein konnte, denn der Künstler wollte auch im katholischen Österreich seinem protestantischen Glauben treu bleiben. Sein Können verhalf ihm jedoch dort allgemein anerkannt zu werden und er erhielt selbst die Sondergenehmigung in Österreich ein Haus zu kaufen, was im Grunde Katholiken vorbehalten war. Die bedeutendsten Werke Mijtens sind daher auch Portraits der österreichischen Oberschicht und der Adeligen, wobei seine Treue zum Detail auch ermöglichte die teure Kleidung jeder Schicht später auf das Genaueste zu studieren. Der Künstler starb am 23. März 1770 im Alter von 74 Jahren in Wien in Österreich.


24. Juni 1687: Die Kupfergrube in Falun stürzt ein
24. Juni 1756: Olof Celsius der Ältere und die Botanik der Bibel
24. juni 1833: Gustaf Åkerhielm, Ministerpräsident Schwedens
24. Juni 1853: Die Weltumseglung der HMS Eugenie
24. Juni 1920: Åland, die finnischen Inseln mit schwedischer Kultur
24. Juni 1923: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur
24. Juni 1974: Der schwedische Sänger Magnus Carlsson
24. Juni 2004: Der Mord an Helén Nilsson in Hörby

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 5. März 2016

Der schwedische Künstler Carl Gustaf Pilo

Carl Gustaf Pilo wurde am 5. März 1711 als Sohn des Künstlers Olof Pilo auf Gut Göksätter bei Nyköping geboren und begann im Alter von 12 Jahren eine Lehre als Maler. Als Geselle reiste Pilo dann im Jahre 1734 nach Deutschland, kehrte jedoch nach zwei Jahren zurück nach Schweden um unter Olof Arenius ein Jahr lang die Porträtmalerei an der Kunstakademie zu studieren. Nach einem weiteren kurzen Aufenthalt in Deutschland, wo er sich vor allem für die Malerei Rembrandts interessierte, ließ sich Pilo in Skåne (Schonen) nieder.

Carl Gustaf Pilo verbrachte drei Jahre lang in Skåne und fertigte dort zahlreiche Porträts des dortigen Adels an. Im Anschluss daran ging der Künstler nach Kopenhagen und kam in den Dienst des dortigen Königshauses. In diesem Rahmen malte Pilo auch die Gemälde des Königs Fredrik V. und von Königin Louise. Bei diesen Gemälden wendet der Künstler erstmals eine neue Technik an und arbeitet mit Gegenlicht und Schatten, eine Technik, die in den kommenden Jahren ein typisches Zeichen des Künstlers werden. In den Folgejahren kamen allerdings auch warme und leuchtende Farben hinzu, die seinen Gemälden eine starke Wärme verleihen.

Auch wenn Carl Gustaf Pilo in Dänemark als Hofmaler und zeitweise Direktor der dortigen Kunstakademie sehr angesehen war, kam mit dem Staatsstreich des schwedischen Königs Gustav III. im Jahre 1772 der Fall, denn ab diesem Zeitpunkt waren Schweden nicht mehr sehr gerne gesehen im Nachbarland und letztendlich wurde auch Pilo des Landes verwiesen und musste nach Schweden zurückkehren. Das schwedische Königshaus sah für den Künstler keine Anwendung, verlieh ihm jedoch nach einigen Jahren eine königliche Pension, die ihm das Überleben garantierte.


5. März 1618: Prinz Johan verzichtet zweimal auf die schwedische Krone
5. März 1856: Die erste Dampflok zwischen Örebro und Ervalla
5. März 1864: Filip Månsson und die öffentliche Kunst Schwedens
5. März 1867: Carl Cederström, vom Landwirt zum Flugpionier
5. März 1922: Der Vasalauf oder Wasalauf in Schweden
5. März 1953: Katarina Frostenson und die dunkle moderne Lyrik Schwedens
5. März 1963: Die schwedische Sängerin Lotta Engberg
5. März 1963: Ludde Gentzel, der Optimist des schwedischen Radios

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 5. Juli 2012

Der schwedische Maler Alexander Roslin

Am 5. Juli 1793 starb der schwedische Porträtmaler Alexander Roslin in Paris, der Stadt, in der er den größten Teil seines Lebens verbracht hat, auch wenn man Roslin einige der bedeutendsten Gemälde schwedischer Persönlichkeiten verdankt, denn der Maler verewigte nicht nur königliche Persönlichkeiten wie Gustav III., sondern bei einem Besuch in Schweden auch Carl von Linné, Carl Fredrik Scheffer oder John Jennings, deren Gesichter uns sonst weitaus weniger bekannt wären.

Das Talent von Alexander Roslin wurde sehr früh entdeckt, wobei er sich in jungen Jahren jedoch mehr der Miniaturmalerei zuwandte und seine Zukunft als Schiffszeichner sah. Mit 16 kam er dann jedoch in die Schule beim schwedischen Hofmaler Georg Engelhard Schröder in Stockholm, bei dem er sich sehr schnell zu einem ausgezeichneten Porträtmaler entwickelte. Die Folgejahre verbrachte Roslin dann in Göteborg, in Skåne, in Deutschland, Italien um sich dann 1752 schließlich in Paris niederzulassen.

Sein Ruf als Porträtmaler verbreitete sich sehr schnell in Paris und schon bald wurde Alexander Roslin in die französische Kunstakademie gewählt und zu den bedeutendsten Häusern Frankreichs gerufen. Seine Geschicklichkeit, aber auch sein psychologisches Vermögen sich in den aristokratischen Modelle zu versetzen, machten ihn Mitte des 18. Jahrhunderts zu einem der meistgesuchten Porträtmaler der Epoche. Roslin ist der einzige schwedische Maler, dem auf Grund seines Könnens eine Pension in Frankreich und eine kostenlose Wohnung im Louvre gewährt wurde. In die schwedischen Konstakademien wurde Roslin, obwohl er in Schweden geboren war, indes als ausländisches Ehrenmitglied gewählt.


5. Juli 1568: Die erste bürgerliche Königin Schwedens: Karin Månsdotter
5. Juli 1987: Eine Fokker F-28 landet auf dem Flughafen Emmaboda 

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg