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Mittwoch, 10. April 2019

Der Künstler und Graphiker Gunnar Widholm

Gunnar Widholm kam am 4. März 1882 als Sohn eines Schuhmachers in Stockholm zur Welt und begann 1899 eine künstlerische Ausbildung an der Tekniska Skolan und besuchte anschließend einige Kurse an der Malerschule Althin bevor er sich 1902 an der Kunstakademie einschreiben konnte. Im letzten Jahr seiner Ausbildung besuchte Widholm auch die Gravierkurse bei Axel Tallberg, um auch technische Kenntnisse der Graphik zu erlernen. Nach dem Ende seiner Ausbildung im Jahr 1905 begann begann Widholm als Reportagezeichner am Stockholms Dagblad zu arbeiten, was bedeutete, dass er die verschiedenen Reporter auch auf ihren Reisen begleitete um die Ereignisse zu zeichnen.

Die Karriere des Künstlers Gunnar Widholm hatte allerdings bereits vor seiner künstlerischen Ausbildung begonnen denn bereits im Jahre 1900 schuf der Künstler zahlreiche Modezeichnungen, die durch ihre Eleganz imponierten. Seine Karikaturen dieser Zeit zeigen ebenfalls eine große Breite, denn man findet hier Soldaten, Gauner und zahlreiche Bilder aus dem sozialen Leben jener Epoche. Wenn man die Zeichnungen Widholms betrachtet, die er vor seiner Kunstausbildung malte, so kann man sehr deutlich sehen, dass er Probleme mit den Proportionen hatte, was sich, nach Abschluss der Ausbildung, nicht mehr wiederholt. Dennoch muss man die Zeichnungen, Illustrationen und Karikaturen zweimal betrachten um diese Fehler zu sehen, denn durch die elegante Art des Zeichnens gelingt es dem Künstler diese Probleme nahezu vergessen zu lassen.

Auch wenn sich Gunnar Widlund, der am 10. April 1953 starb, vor allem einen Ruf als Reportagezeichner und Karikaturist machte, so malte er auch mehrere Altartafeln, illustrierte einige Bücher und arbeitete als Plakatmaler, wobei er mehrere bedeutende Plakate für die rechts orientierten Parteien Schwedens malte. Erst Ende seines Lebens kehrte Widlund dann zur Ölmalerei zurück und zeichnete die Schären vor Stockholm, Bilder, die nicht nur in Ausstellungen jener Zeit zu sehen waren, sondern auch in mehreren Museen Schwedens zu betrachten sind. Heute ist der Künstler außerhalb Schwedens weitgehend unbekannt.


10. April 1216: Erik Knutsson und die erste Krönung Schwedens
10. April 1728: Nicodemus Tessin der Jüngere und das Stockholmer Schloss
10. April 1753: Der Oberstatthalter und Generalmajor Rutger Fuchs
10. April 1833: Axel Kumlien, der Architekt für Bahnhöfe und Krankenhäuser
10. April 1902: Der Kunstsammler und Mäzen Pontus Fürstenberg
10. April 1929: Der schwedische Schauspieler Max von Sydow
10. April 1946: Mikael Wiehe, mit Allsång die Regierung stürzen
10. April 1947: Die schwedische Sängerin Lena Maria Gårdenäs
10. April 1990: Das Ivar Lo-Johansson Museum in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 5. Januar 2019

Der Karikaturist und Künstler Ewert Karlsson

Ewert Karlsson kam am 6. November 1918 mit dem Vornamen Evert in Mogata bei Söderköping zur Welt und begann bereits in seiner Jugend, neben seiner Arbeit als Landwirt, Karikaturen zu zeichnen. Erst 1951, als er bereits 32 Jahre alt war, entschied sich Karlsson dann sein Hobby zur Arbeit zu machen. Er gab die Landwirtschaft auf und ging nach Stockholm, wo er, dank seines Talents, kein Problem hatte bei der Stockholms-Tidningen eine feste Anstellung als Karikaturist zu bekommen.

Als die Stockholms-Tidningen, bei der Ewert Karlsson vor allem politische Zeichnungen veröffentlichte, 1966 zu Grabe getragen wurde, wechselte der Karikaturist, der in seiner Freizeit auch als Künstler arbeitete, zum Aftonbladet, einer Abendzeitung, der er bis zu seinem Stroke im Jahr 1995 treu blieb, auch wenn seine Werke oft in mehreren Zeitungen veröffentlicht wurden, da er auch ohne Worte ein Problem innerhalb der Gesellschaft, sehr eindeutig und auf humoristische Weise ausdrücken konnte. In diesen Jahren erhielt Karlsson zahlreiche Preise für seine Arbeiten und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Karikaturisten Schwedens des Jahrhunderts.

Als Ewert Karlsson, der seine Werke mit EWK zeichnete, am 5. Januar 2004 im Alter von 85 Jahren in Huddinge starb, waren einige seiner Werke bei weitem nicht vergessen, da seine Zeichnungen von Mao, vor allem aber Moder Jord, geradezu als Zeitdokumente gesehen und bis heute weiterhin abgebildet werden, wenn auch mehr in künstlerischen und geschichtlichen Darstellungen. Nur fünf Jahre nach dem Tod des Karikaturisten entstand in Norrköping das EWK-Museum, in dem rund 2000 seiner Zeichnungen zu finden sind. Und ein breites Spektrum seines Schaffens zeigen.


5. Januar 1559: Kristina Nilsdotter, eine starke Frau Schwedens 
5. Januar 1667: Anders Nordencrantz und die schwedische Wirtschaft 
5. Januar 1674: Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf 
5. Januar 1814: Polizeichef Nils Henrik Liljensparre
5. Januar 1910: Alfred Ander, vor dem Raubmord und der Guillotine
5. Januar 1919: Die Malerin und Textilkünstlerin Gerd Göran
5. Januar 1943: Die schwedischen Internierungslager ab 1943 
5. Januar 1949: Alva Myrdal, ein Leben für die Schulreform und den Frieden 
5. Januar 1960: Der Flugplatz Arlanda in Stockholm
5. Januar 1964: Der schwedische Politiker C.-H. Hermansson
5. Januar 1970: Flugzeugabsturz beim Stockholmer Flugplatz Arlanda

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 12. April 2018

Der Architekt und Karikaturist Erik Molander

Erik Molander kam am 12. April 1912 als Sohn des Violinisten Gustaf Molander in Göteborg zur Welt und und studierte ab 1931 an der KTH (Königlich Technischen Hochschule) in Stockholm Architektur, ein Studium, das er 1936 abschloss. Bereits während seiner Jugend hatte Molander jedoch ein weiteres Interesse, nämlich die Karikatur. Als Karikaturzeichner arbeitete Molander ab 1932 in der humoristischen Zeitschrift Blandaren mit und ab 1935 konnte man seine satirischen Zeichnungen regelmäßig im Aftonbladet findet, einer Zeitung, an der er bis 1956 aktiv als Karikaturist mitarbeitete.

Nach Abschluss seines Architekturstudiums wurde Erik Molander beim Architekturbüro angestellt, das Nils Ahrbom und Helge Zimdal leiteten um am Bau von Schulen und Privatwohnungen zu arbeiten. Bereits 1940 ging dann die praktische Arbeit als Architekt immer mehr in die administrative Arbeit über, denn ab dieser Zeit sollte Molander vor allem Krankenhäuser planen, mit dem Ziel die Baukosten zu reduzieren ohne sich von den gesetzlichen Vorgaben abzuwenden. Nur drei Jahre später war Molander dann Direktor des Amtes, das den Bau sämtlicher Krankenhäuser und ähnlicher Anlagen in Schweden kontrollierte und den Architekten der Gebäude mit allen damit zusammenhängenden Fragen mit Rat zur Seite stand. Sämtliche schwedischen Krankeneinrichtungen der Nachkriegszeit sind daher auf die Arbeiten Molanders zurückzuführen.

Im Jahr 1959 wurde Erik Molander dann Direktor des KFAI, der größten Architektenkooperative Schwedens, die insbesondere den Funktionalismus förderte. Das KFAI plante und baute insbesondere Warenhäuser, größere Geschäfte, Lagerhallen und Fabriken, wobei Molander hierbei insbesondere die Aufgabe hatte moderne Einkaufszentren so zu konzeptionieren, dass sie den alten, existierenden Stadtkernen angepasst wurden. Molander schuf daher nicht nur die Krankenhäuser der modernen Zeit, sondern schuf auch die Basis für die Einkaufszentren, die sich ab den 60er Jahren über ganz Schweden verteilten. Der Arbeitsaufwand wurde für Erik Molander, der am 13. Januar 1969 starb, in diesen Jahren jedoch so hoch, dass er während der letzten Jahre seines Lebens das Zeichnen von Karikaturen aufgeben musste.


12. April: Der schwedische Vorname Liv und seine Bedeutung
12. April 1106: Rikissa von Polen, zweimal schwedische Königin und einmal Fürstin
12. April 1116: Rikissa von Polen wird zweimal zur schwedische Königin
12. April 1167: Karl Sverkersson stirbt auf Visingsö
12. April 1537: Kristina von Holstein-Gottorp wird in Schweden Königin
12. April 1838: Axel Elmlund, vom Ballett zur Tragödie
12. April 1838: Der Künstler und Kupferstecher Gustaf Broling
12. April 1959: Die Markthalle Hötorget in Stockholm 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 7. März 2018

Der Künstler und Karikaturist Gunnar Wallin

Gunnar Wallin kam am 7. März 1896 als Sohn eines Zollbeamten in Göteborg zur Welt und entschied sich nach seinem Abitur im Jahr 1913 Schauspieler zu werden. Noch während er mit der Theatergesellschaft Hjalmar Selander im Nya teatern in Göteborg auftrat, begann Wallin jedoch auch eine Ausbildung als Zeichner an der Kunsthochschule Valand, die er 1918 abschloss um sich anschließend während einer Studienreise durch Deutschland, England, Frankreich und Spanien im Selbststudium in diesem Bereich zu verbessern. In dieser Zeit wurden auch seine ersten Zeichnungen in der Göteborgs Morgonpost veröffentlicht.

Nach seiner Rückkehr im Jahr 1919 wurde Gunnar Wallin von der Göteborgs-Tidningen als Karikaturist und Kolumnist angestellt. Bereits in sehr wenigen Jahre gelang es dem Künstler einen sehr persönlichen Stil zu finden, der noch dazu verstärkt wurde, dass er jede seiner Geschichten mit dem kleinen Hund JäJä beendete, der einen Kommentar zur Bildgeschichte abgab. Neben seiner Tätigkeit in der Göteborgs-Tidningen, die bis 1954 fortsetzte, zeichnete Wallin auch für ironischen Witzblätter Söndags-Nisse, Strix und Lutfisken und veröffentlichte mehrere Bücher mit seinen Serien, wobei er während dieser Zeit zu mehreren, unterschiedlichen Signaturen griff.

Neben seiner Arbeit als Karikaturist und Serienzeichner realisierte Gunnar Wallin, der am 11. November 1975 in Göteborg starb, auch mehrere öffentliche Werke, unter anderem im Vergnügungspark Liseberg, und er nahm an zahlreichen Ausstellungen, die humoristische Beiträge akzeptierten, teil. Im Jahr 1933 war Wallin auch die treibende Person für die Gründung des Göteborger Künstlerklubs, dessen Sekretär er dann während der folgenden 16 Jahre blieb. In den Jahren 1940 und 1941 war Wallin zudem Redakteur der Künstlerzeitschrift Paletten, die der Künstlerklub herausgab.


7. März 1768: Der Aufstieg des Grafen Carl Gustaf Löwenhielm
7. März 1785: Sklaverei in schwedischer Kolonie
7. März 1897: Der schwedische Sportklub Hammarby IF
7. März 1905: Anna Wästberg, Dichtung und Theater im 19. Jahrhundert
7. März 1910: Die Bergbahn in Åre, Bergbanan
7. März 1910: Das Rathaus in Borås 
7. März 1932: Ein dreifacher Mord und zwei Selbstmorde
7. März 1965: Lady Louise Mountbatten wird Königin von Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 27. November 2016

Der schwedische Glaskünstler Vicke Lindstrand

Vicke Lindstrand kam am 27. November 1904 mit dem Vornamen Viktor als Sohn eines Malers in Göteborg zur Welt und machte nach dem Hauptschulabschluss eine Lehre als Buchbinder, was ihn jedoch wenig begeisterte, denn noch 1918 schrieb er sich in Abendkursen der Schule der Slöjdföreningen ein um sich zum Werbezeichner auszubilden zu lassen. Nach Ende der Ausbildung zeichnete Lindstrand acht Jahre lang Werbeschilder und arbeitete zudem als Karikaturist für die Göteborgs-Posten und die Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning. Als Lindstrand 1928 den Glasdesigner Simon Gate traf, sollte der Künstler jedoch seine Berufung finden, denn Gate verhalf ihm zu einer Anstellung bei der Glashütte Orrefors.

Die erste Zeit arbeitete Vicke Lindstrand in verschiedenen Bereichen von Orrefors und arbeitete, unter anderem, auch mit Edward Hald und Elsa Gullberg zusammen. Sehr bald begann er jedoch mit den verschiedensten Glastechniken zu experimentieren und erneuerte die Techniken die bis dahin bei Orrefors angewendet wurden. Der Durchbruch kam für Lindstrand dann bereits im Jahre 1939, denn nachdem er zwei Jahre vorher bereits die Glasfenster des Konzerthauses in Göteborg und die Fenster der Dreifaltigkeitskirche in Gävle geschaffen hatte, stellte er nun das Fenster Tekniken och Framtiden bei der Pariser Weltfachausstellung und schuf seine erste Skulptur, einen Springbrunnen aus Kristall, den er im gleichen Jahr in der Weltausstellung in New York präsentierte.

Auch als Vicke Lindstrand zwölf Jahre später zu Upsala-Ekeby AB wechselte und 1950 dann zur Glashütte Kosta als künstlerischer Direktor kam, blieben die Skulpturen des Künstlers im Zentrum seines Schaffens. In diesem Zusammenhang darf man nicht vergessen dass der in New York ausgestellte Springbrunnen drei Meter hoch war und sechs Tonnen wog, zudem das Kristall einen geheimen Schimmer ausstrahlte. Es war daher nicht verwunderlich dass Lindstrand dann 1964 in Stuttgart die neun Meter hohe Nadel des Ikaros herstellen durfte und der Künstler 1967 mit der 11,5 Meter hohen Prisma genannten Glasskulptur in Norrköping das größte Glaskunstwerk weltweit schuf. Die letzte Glasskulptur Lindstrands, der am 7. Mai 1983 in Kosta starb, wurde dann eine Glasskulptur im Theaterpark in Växjö.


27. November 1640: Freiherr Gabriel Gustafsson Oxenstierna
27. November 1701: Anders Celsius und die Celsius-Skala

27. November 1854: Louis De Geer, ein entscheidungsunwilliger Ministerpräsident
27. November 1907: Astrid, die Entwicklung eines altnordischen Namens

27. November 1937: Der schwedische Ministerpräsident Felix Hamrin
27. November 1949: Åsa-Nisse, der Kino-Erfolg Schwedens
27. November 1984: Die schwedische Sängerin Sanna Nielsen

Copyright: Herbert Kårlin