Freitag, 30. Dezember 2011

Schiffe aus Göteborg müssen eskortiert werden

Nachdem Deutschland während des Zweiten Weltkrieges Dänemark und Norwegen besetzt hatte und damit das Skagerrak beherrsche, war es für Schweden unmöglich geworden sich mit Waren aus anderen Ländern zu versorgen, was sehr schnell zu großen Ernährungsproblemen führte, aber auch dazu, dass der schwedischen Verteidigung das Öl ausging. Die einzige Lösung war daher mit Deutschland und England über einen Handelsweg per Schiff zu diskutieren.

Nach schwierigen Verhandlungen durfte dann am 30. Dezember 1940 der sogenannte Lejdtrafiken oder Göteborgstrafiken aufgenommen werden, was bedeutete, dass schwedische Schiff, unter gewissen Voraussetzungen, von Göteborg aus in See stechen durften. Voraussetzung für die Passage war, dass ein schwedisches Kriegsschiff das Handelsfahrzeug begleitete, dass das Schiff sowohl von deutscher als auch englischer Seite routinemäßig kontrolliert werden durfte und die gleichen Personen, die ausreisten auch wieder einreisten.

Trotz der Verträge war natürlich jede Reise der schwedischen Handelsschiffe ein Risiko, da sowohl die deutsche als auch die englische Seite unzählige Seeminen ausgelegt hatten. Zwischen dem 30. Dezember 1940 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnten insgesamt 459 Fahrten mit 79 verschiedenen Schiffen unternommen werden, wobei zehn der Handelsschiffe trotz Begleitung und Abkommen versenkt wurden. Da jede längere Fahrt auch das Risiko für die Schiffe und die Mannschaft erhöhte, verdoppelte sich in dieser Zeit der deutsch-schwedische Handel, blieb aber in seiner Gesamtheit dennoch weit hinter der üblichen und notwendigen Handelsmenge der Vorkriegszeit zurück.

30. Dezember 1886: Georg Arn, der Architekt, der Örebro seinen Stempel gab

Copyright: Herbert Kårlin

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