Sonntag, 18. Dezember 2011

Der schwedische König Magnus Ladulås

Am 18. Dezember 1290 starb der schwedische König Magnus Ladulås auf Visingsö, der größten Vättern-Insel, die um diese Zeit das Zentrum der schwedischen Königsmacht war und die Magnus Ladulås auch als seinen hauptsächlichen Aufenthaltsort gewählt hatte. Wann Magnus Ladulås geboren wurde, ist ebenso unbekannt wie die Herkunft des Namens Ladulås, der sehr unterschiedlich gedeutet wird. Als Geburtsjahr für den König gilt das Jahr 1240 als äußerst wahrscheinlich, ohne jedoch geschichtlich festgelegt zu sein.

Magnus Ladulås, der am 24. Mai 1276 in Uppsala zum König gekrönt wurde, etablierte den Adelsstand in Schweden und stützte die katholische Religion, wobei er der Kirche dabei nicht nur ausgedehnte Privilegien zukommen ließ, sondern diese auch maßgeblich an den Entscheidungen der Regierung beteiligte. Die Ursache war jedoch vor allem, dass in jener Epoche fast ausschließlich Kirchenmänner lesen und schreiben konnten und weitreichende Beziehungen zu anderen Ländern unterhielten, eine Tatsache, die Papst und Kirche allerdings auch in vielen Beziehungen zu ihren Vorteilen ausnutzen und dabei weniger an das schwedische Volk dachten.

Bis zum 9. Dezember 2011 war man überzeugt, dass Magnus Ladulås, der in Schweden feste Steuern und die Wehrpflicht einführte und damit das erste administrative Verwaltungssystem im Lande schuf, mit seiner Familie in der Riddarholmskyrkan in Stockholm begraben sei. Eine DNA-Analyse des Skelettes bewies jedoch, dass die in der Gruft des ehemaligen Königs liegenden Toten erst zwischen 1430 und 1520 begraben wurden, also etwa 200 Jahre nach dem Tod von Magnus Ladulås. Im kommenden Jahr will man sich nun erneut auf die Suche nach dem Grab des Königs in der Kirche machen, da die Projektleiter nach wie vor überzeugt sind, dass Magnus Ladulås irgendwo in der Kirche begraben liegt.

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Copyright: Herbert Kårlin

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