Freitag, 16. Dezember 2011

Erdbeben in der schwedischen Region Skåne

Am 16. Dezember 2008 gegen 6 Uhr 22 wurde Südschweden von einem Erdbeben heimgesucht, dessen Epizentrum sich in Skåne befand und in einer Tiefe von rund 18 Kilometern gemessen wurde. Die Angaben über die Stärke dieses Erdbebens gehen, je nach Messstation, auseinander, lag aber vermutlich bei einer Magnitude von 4,3. Etwa 15 Millionen Menschen konnten dieses Erdbeben spüren, wobei allerdings niemand zu Schaden kamen und nur einige Bauwerke hinterher, darunter zwei historische Kirchen, Risse aufwiesen.

Erdbeben dieser Größenordnung sind in Schweden relativ selten, da das Land weit entfernt von den riskanten Kontinentalplatten liegt und nur die Landerhöhung, die seit Ende der letzten Eiszeit fortschreitet, ein gewisses Risiko bilden. Dennoch kann man in Skandinavien jedes Jahr gut zehn Erdbeben messen, wobei jedoch pro Jahr nur eines davon die Magnitude von 3,0 überschreitet. Die meisten Erdbeben werden an der schwedischen Westküste und der nordschwedischen Küste verzeichnet.

Das stärkste in Schweden bekannte Erdbeben fand im 18. Jahrhundert statt, an der norwegisch-schwedische Grenze bei Bodø. Dieses Erdbeben überschritt in jedem Fall die Stärke sechs der Richterskala. Aber auch das Erdbeben an den Kosterinseln zwischen Norwegen und Schweden im Jahre 1904 überschritt mit Sicherheit die Magnitude sechs und richtete einige Schäden an. Seismologen gehen davon aus, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass in Schweden ein Erdbeben je eine Stärke von 7,0 überschreiten wird, was jedoch erhebliche Zerstörungen im Radius von etwa 70 Kilometern anrichten kann.

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Copyright: Herbert Kårlin

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