Dienstag, 26. April 2016

Die anarchistische Künstlerin Lena Svedberg

Lena Svedberg kam am 26. April 1946 in Göteborg zur Welt, kam jedoch mit 13 Jahren nach Äthiopien, da ihr Vater als Ratgeber für den Kaiser Haile Selassi arbeitete. Diese Jahre in Addis Abeba prägten die Künstlerin in vielen Punkten, wovon auch ihre Portraits von Personen des afrikanischen Landes zeugen, auch wenn diese Gemälde kaum bekannt sind. Als Svedberg 18 Jahre alt war, kehrte sie nach Schweden zurück um an der Kunstakademie in Stockholm zu studieren, wo sie sich den revolutionären künstlerischen Kreisen jener Zeit anschloss.

Während sich Lena Svedberg während der Ausbildung in Stockholm noch den verschiedensten Kunstrichtungen zuwandte, änderte sich dies im Jahr 1968, als die Künstlerin begann für die schwedische Underground-Zeitschrift PUSS zu arbeiten und ihre Bilder immer deutlicher eine politische Nachricht trugen. Was die Arbeiten Svedbergs dieser Epoche so einzigartig macht, ist vor allem die Ausdruckskraft, die man in ihren Bildern findet und dass sie diese geradezu überdimensional und mit einer starken inneren Kraft anlegt.

Für die Kunstbiennale in Paris des Jahres 1969 präsentierte Lena Svedberg ihren „Superhelden“ Aldman, eine Serie von 57 Zeichnungen, die ausschließlich um den Mittelosten kreisen und auf Ereignisse aus Politik, Wirtschaft und Religion anspielen, ein Werk, das die Künstlerin unsterblich machte, auch wenn Svedberg persönlich ein anderes Ende wählte, als sie sich am 2. Juli 1972 in Stockholm aus dem Fenster stürzte. Aber auch wenn das künstlerische Leben von Lena Svedberg dadurch sehr kurz war, so wurde sie eine Legende, zumal ihre Zeichnungen Aldman auch heute wieder aktuell sind. Die bisher letzte große Ausstellung der Künstlerin geht auf den Sommer 2014 im Kunstmuseum in Göteborg zurück.


26. April 1686: Graf Magnus Gabriel De la Gardie, Dichter und Reichskanzler
26. April 1824: Der Theologe und Schriftsteller Otto Myrberg
26. April 1891: Der Folkets Park in Malmö
26. April 1893: Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten) 
26. April 1893: Axel Krook, der Meinungsmacher des 19. Jahrhunderts
26. April 1998: Sven Olov Lindholm, der Verehrer Hitler
Copyright: Herbert Kårlin

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