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Mittwoch, 11. März 2015

Der schwedische Fußballklub GAIS

Am 11. März 1894 wurde im Café Edlund in Göteborg ein Sportverein gegründet, der heute wegen seinen Leistungen im Fußball im ganzen nordischen Raum bekannt ist, damals jedoch noch absolut nichts mit diesem Sport zu tun hatte, denn GAIS ist die Abkürzung für Göteborgs Atlet- & Idrottssällskap, und sollte vor allem athletische Veranstaltungen wie Gewichtheben und Ringkampf organisieren, neben einigen allgemeinen sportlichen Veranstaltungen. Man darf dabei nicht vergessen, dass Carl Gustafsson einer der Gründer war, einer zu jener Zeit bedeutendsten Gewichtsheber Schwedens.

Ab 1897 begann sich GAIS dann jedoch auch für Fußball zu interessieren und nahm diese Sportart mit in den Aktivitäten auf, was jedoch mehrere Jahre lang zu Spannungen führen sollte, da viele Mitglieder Fußball für einen zu brutalen Sport für den Verein hielten, und dass die Mannschaft das erste Spiel gegen den im gleichen Jahr gegründeten Göteborger Sportverein Örgryte IS verlor, wie auch zahlreiche folgende Spiele, verhalf nicht gerade zu einer positiveren Einstellung. Nach allen Verlusten gelang es GAIS 1904 erstmals überhaupt unentschieden zu spielen. Letztendlich entschloss sich der Verein dann jedoch weiterhin Fußball mit zu seinen Aktivitäten zu zählen.

Der Aufschwung kam für GAIS im Jahr 1909, als Axel Svensson den Sportverein übernahm und Joel Björkman Mannschaftskapitän der Fußballmannschaft wurde, denn beide hatten ein klares Ziel vor Augen und wollen GAIS mit Fußball landesweit bekannt machen. Der Durchbruch kam dann bereits 1915, als der Klub eingeladen wurde gegen Djurgården in Stockholm zu spielen, denn auch wenn GAIS das Spiel verlor, so konnten sie in Stockholm ihre Stärken zeigen und wurden in Zukunft auch von anderen Fußballklubs eingeladen. Nur vier Jahre später wurde GAIS dann schwedischer Meister und hatte sich vom allgemeinen Sportverein in einen anerkannten Fußballklub verwandelt, der allerdings bis heute immer wieder mit vielen Auf und Ab zu kämpfen hat.


11. März 1795: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär Schwedens 
11. März 1849: Karl Alfred Melin, der Dichter der Schären des Södermanlands 
11. März 1907: SKF, Kugellager aus Schweden 
11. März 1918: Die spanische Grippe in Schweden 
11. März 1958: Die arrangierte Ehe von Prinzessin Ingeborg 
11. März 1981: Die Öresundsvarvet in Landskrona

Copyright: Herbert Kårlin

In Scandic Hotels wohnen

Donnerstag, 26. Juli 2012

Der Bellmansdagen in Schweden

Seit 1829 feiert man jeweils am 26. Juli eines Jahres den sogenannten Bellmansdagen am Bellmansro in Djurgården in Stockholm um den berühmtesten schwedischen Skalden zu ehren. Als 1829 am Bellmansro eine Büste des Dichters vom Künstlers Johan Niclas Byström enthüllt wurde, war die Witwe Bellmans neben dem königlichen Paar und zahlreichen angesehenen Bürgern der Statt anwesend. Carl Michael Bellman selbst war bereits am 11. Februar 1795 im Alter von 55 Jahren verstorben.

Bellmansro war zur Zeit als die Büste Bellmans aufgestellt wurde eine Art Café mit Alkoholausschank, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen sehr zweifelhaften Ruf bekam und am 13. Mai 1952 dann völlig abbrannte. Heute wird nur noch der Platz um die Büste als Bellmansro bezeichnet, wobei dieser Platz gewählt wurde um die Beziehung Bellmans zum Stadtteil Djurgården auszudrücken, dessen Natur und dessen Nachtleben immer wieder in seinen Werken auftaucht.

Während der Bellmansdagen in Schweden ursprünglich nur bei Bellmansro gefeiert wurde, hat sich dieses Ereignis mittlerweile auf ganz Schweden ausgedehnt und wird in zahlreichen Orten des Landes, aber auch im Skansen, mit künstlerischen Einlagen gefeiert bei denen die Werke Carl Michael Bellmans im Vordergrund stehen. Am 24. Juli öffnet auch das Bellmanhuset in Södermalm, in dem der Dichter von 1770 bis 1774 lebte, zu Führungen mit den Bellmansångare.


26. Juli 1814: Der letzte Krieg Schwedens, ein Feldzug gegen Norwegen
26. Juli 1919: Bienenhaltung, Imkerverband und Honig in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin 

Samstag, 7. Januar 2012

Die Thielska Galleriet, ein Kunstmuseum in Stockholm

Am 7. Januar 1926 öffnete das Kunstmuseum Thielska Galleriet im Stockholmer Stadtteil Djurgården seine Türen für die Allgemeinheit, das vermutlich vornehmste und architektonisch interessanteste Kunstmuseum der schwedischen Hauptstadt. Die Thielska Galleriet, die von einer Stiftung getragen wird, allerdings in Gebäuden, die mittlerweile dem Staat gehören, findet man weltweit die größte und interessanteste Sammlung von Edvard Munch. Neben Munch werden in diesem Kunstmuseum vor allem Werke des schwedischen Konstnärförbundets zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgestellt.

Die Thielska Galleriet wurde von Ernest Thiel gegründet, der als einer der bedeutendsten Kunstsammler Schwedens gilt. Ab 1896 kaufte Ernest Thiel Kunstwerke, die er in seinem Wohnhaus, das sich immer mehr zu einer Privatgalerie entwickelte und nur wenig einer Wohnung glich, ausstellte. Nach dem ersten Weltkrieg ging sein Finanzimperium dem Ende entgegen und 1922 war der Kunstsammler und Mäzen gezwungen das Gebäude und seine Sammlung dem schwedischen Staat zum Kauf anzubieten. Bereits 1924 kaufte der schwedische Staat dann Gebäude und Sammlungen, um das Bauwerk, erneut zwei Jahre später, als Kunstmuseum der Allgemeinheit zu öffnen.

Die Thielska Galleriet wurde vom Architekten Ferdinand Boberg im Jugendstil erbaut und liegt auf dem Blockhusudden, einem Standort, den Ernest Thiel nur notgedrungen akzeptierte, denn ursprünglich war das Gebäude in nächster Nähe von Prinz Eugens Residenz gedacht. Vielleicht wäre dieser Plan auch genehmigt worden, wenn Ernest Thiel nicht das Gedankengut Friedrich Nietzsches verfochten hätte. Da Prinz Eugen einen solchen Freidenker nicht in seiner Nähe haben wollte, legte König Oscar II. sein Veto ein und Ernest Thiel musste sich mit einem abgelegeneren Bauplatz begnügen.

7. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood


Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 15. Mai 2011

Stockholmausstellung, fast eine Weltausstellung

Am 15. Mai 1897 öffnete die Stockholmausstellung im Stockholmer Stadtteil Djurgården seine Pforten. Bei dieser Industrieausstellung wurde die Ankunft des damaligen Königs Oscar II. gefilmt und dann in einer der Hallen der Öffentlichkeit gezeigt. Auch die Rede des Königs wurde von einem Schauspieler, der eine ähnliche Stimme wie der König hatte, auf eine Schallplatte aufgenommen.

Der Kinosaal war in der Miniaturstadt (Masstab 1:2) des alten Stockholm untergebracht. Diesen Saal kann man als das erste Kino Stockholms betrachten, auch wenn es nur vier Monate Bestand hatte. Da man hier auch aktuelle Ereignisse Stockholms in Form von kurzen Filmen geboten bekam, betrachtet man diese Sequenzen als die erste bildliche Nachrichtenreportage Schwedens.

Von den zahlreichen Gebäuden, die für die Stockholmausstellung gebaut wurden, sind heute nur noch wenige in Djurgården zu finden, da die meisten an reiche Stockholmer verkauft wurden, die sie dann als Stugor und Lusthäuser benutzten. In Djurgården selbst wurden die Skånska gruvan (restauriert), das Biologiska Museet, das Café Ekorren, die Jägarhyddan und die Villa Lusthusporten erhalten, sowie das Nordiska Museet, das 1897 jedoch noch nicht völlig fertig gestellt war.

15. Mai 1914: Die baltische Industrie- und Handwerksausstellung in Malmö
15. Mai 1971: Die erste Pride-Parade in Örebro

Copyright: Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg

Donnerstag, 12. Mai 2011

Der Kaknästornet in Stockholm

Am 12. Mai 1967 wurde in Stockholm der Kaknästornet eingeweiht, der seinen Namen nach einer früheren Ansiedlung erhielt, in der sich Djurgårdens ältestes Grabfeld mit rund 30 deutlich sichtbaren Gräbern der jüngeren Eisenzeit (550 v. Chr. - 1100 n. Chr.) befindet. Der Kaknäs Gård, auf dem sich der Fernsehturm befindet, kann in Dokumenten bis 1435 verfolgt werden, als er einer der vier Kungsgård Stockholms war.

Der Kaknästornet gehört mit seiner Höhe von 155 Metern und seinen 34 Etagen zu den höchsten Türmen Nordeuropas und bietet die beste Aussicht über Stockholm. Der Turm, der von Olof Palme eingeweiht wurde, war über lange Jahre hinweg Fernsehturm, Restaurant und Fremdenverkehrsamt, wobei nur letzteres mittlerweile aus dem Kaknästornet verlegt wurde.

Außer dem Restaurant in der 28. Etage sind auch die 30. Etage und die Plattform auf der 31. Etage für Besucher offen, die mit dort installierten Ferngläsern weit über die Grenze Stockholms hinaus blicken können. Der Kaknästornet hat mit seiner quadratischen Form bei der sich mehrere Betonquadrate in einem Winkel von 45 Grad überlagern eine sehr eigenwillige Form, die bei der Erstellung die Anwendung besonderer Bautechniken erforderte.

12. Mai 1936: Das Unglück auf dem Ormsjö in Lappland
12. Mai 1940: Lill Lindfors, 52 Jahre im Rampenlicht

Copyright: Herbert Kårlin