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Mittwoch, 19. Oktober 2016

Die Akademie der Mahlzeiten (Måltidsakademien) wird gegründet

Am 19. Oktober 2000 wurde in Schweden eine weitere Akademie gegründet, die Akademie der Mahlzeiten (Måltidsakademien). Das Ziel dieses quer-wissenschaftlichen Forschungsinstituts soll sein die Mahlzeiten unter allen Aspekten zu untersuchen und, als Zusatz zur universitären Forschung, den Weg zu einer sinnvollen, gesunden und haltbaren Ernährung zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in die Akademie die unterschiedlichsten Berufsgruppen gewählt, die die Ernährung aus möglichst unterschiedlicher Perspektive beleuchten können.

Die Måltidsakademien beschäftigt sich natürlich nicht nur mit der Qualität des Essens und einer gesunden Ernährung, sondern untersucht auch wie der Mensch das Essen mit seinen Sinnen empfindet, warum jede Person einen anderen Geschmack hat und welche Rolle hierbei erbliche Faktoren spielen. Ein weitere Ziel ist die Kalorienforschung, denn die Mitglieder der Akademie der Mahlzeiten will auch wissen warum man von gefährlichen und ungefährlichen Kalorien sprechen kann und warum das gleiche Essen eine Person zunehmen lässt während andere keinerlei Gewichtsveränderung spüren.

Neben der Empfehlung von Büchern zum gesunden und sinnvollen Essen interessiert sich die Måltidsakademien auch für die kulturellen Aspekte des Essens und vergleicht die verschiedensten Mahlzeit-Traditionen weltweit und ihre globale Veränderungen, mit dem Ziel eine Tradition weitgehend zu fördern oder zumindest diese Kenntnisse zu erhalten. Auch die Veränderungen der Ernährung durch Import und Export spielt für die Akademie eine Rolle, da dadurch nicht nur Lebensmittel neue Abnehmer finden, sondern in den Lebensmittel auch verschiedene Gifte landesübergreifend verbreitet werden.


19. Oktober 1072: Der deutsche Bischof Egino stirbt in Lund
19. Oktober 1758: Der schwedische Barockkomponist Johan Helmich Roman
19. Oktober 1821: Der letzte Geadelte Schwedens: Sven Anders Hedin
19. Oktober 1917: Ministerpräsident Nils Edén und der Parlamentarismus
19. Oktober 1928: Das Chinateatern (Chinatheater) in Stockholm
19. Oktober 1975: Der schwedische Sänger und Musiker Lars Winnerbäck
19. Oktober 1979: Homosexualität keine Krankheit mehr in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 8. Januar 2012

Folgen des Ersten Weltkriegs in Schweden

Am 8. Januar 1917 beschlagnahmte die schwedische Regierung im ganzen Land Getreide, Mehl und Brot um es rationieren zu können. Dieser Entschluss, der insbesondere die Stadtbevölkerung und die Ärmsten des Landes am stärksten traf, führte wenig später in mehreren Städten des Landes zu den größten Unruhen des vorigen Jahrhunderts. Aber auch private Finanzunternehmen spürten den Umschwung und wurden durch neue Gesetze und Bestimmungen in den Konkurs getrieben.

Bereits mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahre 1914 spürte Schweden die Probleme eines Systems, das auf den Import von Lebensmittel und Rohstoffen angewiesen ist, da sich dies auf die Bevölkerung vor allem durch den schnellen Mangel an Lebensmitteln auswirkte. Da kein Dünger mehr nach Schweden kam, verteuerten sich landwirtschaftliche Produkte nahezu täglich und bald wurde Zucker, Kaffee, Eier, Butter und selbst Fisch rationiert und nur noch gegen Lebensmittelkarten ausgegeben. Die Preissteigerungen für tägliche Lebensmittel stiegen während des Krieges stufenweise um über 100 Prozent, wobei gleichzeitig auch die Arbeitslosigkeit immer mehr zunahm.

All diese Probleme hatten ihren Höhepunkt mit der Rationierung von Brot erreicht, denn das Recht auf Brot war für die Mehrheit der Bevölkerung als selbstverständlich betrachtet worden. Nahezu gleichzeitig brachen daher die ersten Unruhen, die als Brödupproret in die Geschichte eingingen, in Göteborg, Västervik und Ådalen aus. Allein in Göteborg sammelten sich am 5. Mai 1917 rund 40.000 Personen aus den Arbeiterstadtteilen zu einer massiven Demonstration gegen die Politik der Regierung, was damit endete, dass die Regierung das Militär zu Hilfe rief, das die Unruhen mit Gewalt unterdrückte, was letztendlich jedoch dazu führte, dass Gustav V. in seiner Macht beschnitten wurde und Hjalmar Branting und die sozialdemokratische Bewegung in Schweden einen dauerhaften Einfluss gewannen.

8. Januar 1937: Der schwedische Theologe Olle Meurling stirbt beim spanischen Krieg

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 22. Mai 2011

Die Gründung Kristianstads

Nachdem die Schweden die dänische Stadt Vä niederbrannten, gründete der dänische König Kristian IV. am 22. Mai 1614, unmittelbar nach dem Ende des Kalmarkrieges, in der Nähe der früherern Stadt Vä Kristianstad, dessen Name noch heute an den dänischen Monarchen erinnert. Kristianstad trägt auch noch heute das Siegel des dänischen Königs (C4) in seinem Stadtwappen und ist damit vermutlich weltweit die einzige Stadt, dessen Symbol aus dem Ausland kommt.

Die Stadt Kristianstad, die ihre Stadtrechte erst 1622 erhielt, wurde von Kristian IV. mit starken Mauern, Wallgraben und Bastionen als Festung gebaut, was man heute jedoch nicht mehr sehen kann, da alle Befestigungen 1847 abgetragen waren und die Wallgräben gefüllt wurden. Es sind jedoch noch einige wenige Gebäude aus der Gründungszeit erhalten. Ab 1861 entwickelte sich Kristianstad dann zu einem Industriezentrum, wo unter anderem Eisenbahnen und Dampfer gebaut wurden.

Im letzten Jahrhundert verwandelte sich Kristianstad schließlich in das Lebensmittelzentrum Schwedens, wo sich die bedeutendsten Lebensmittelhersteller etablierten. In Kristianstad findet man Swedish Meats, Kronfågel, Skånemejerier, Delicato, Konsumbagarn und zahlreiche andere Großunternehmen des Landes. Als Spezialitäten der Stadt gelten unter anderem Bullens Pilsnerkorv, Mor Annas Gurkor und eine der ältesten Käsesorten der Welt: Herrgårdsost.

22. Mai 1934: Sibylla, mehr als eine Gatukök in Schweden
22. Mai 1946: Die Probleme des schwedischen Künstlers Isaac Grünewald 

Copyright: Herbert Kårlin