Dienstag, 29. März 2011

Der Tingstadstunnel, ein Tunnel unter dem Göta Älv

Am 29. März 1968 wurde in Göteborg der Tingstadstunnel eingeweiht, ein 455 Meter langer Tunnel, der 16 Meter unter dem Göta Älv das Festland mit der Insel Hisingen verbindet. In zwei dreispurigen Röhren führt hier die E6 vom Süden des Landes ins Bohuslän, zum westlichen Vänern und nach Norwegen.

Sieben Jahre dauerten die Arbeiten an den Röhren, da man eine Technik finden musste, die es erlaubte einen Tunnel auf Morast, Schlamm und Lehm zu bauen, der den immensen Belastungen stand hält. Als der Tunnel gebaut wurde, dachte jedoch niemand an die Menge der Autos, die bereits Ende des 20. Jahrhunderts durch die Röhren fahren sollten und sowohl den Stadtverkehr als auch den Verkehr durch den Tunnel belasten sollten und damit heute die längsten Staus Göteborgs verursacht.

Um einen reibungslosen Verkehr zu garantieren, können durch den Tunnel täglich 90.000 Fahrzeuge fahren. 2010 waren es jedoch bereits 120.000 Autos, was dazu führt, dass die Stadt den Bau einer zusätzlichen Brücke über den Göta Älv plant, die zwar den Tingstadstunnel entlasten kann, nicht jedoch den Verkehr durch Göteborg. Auch die Einführung einer Citymaut in Göteborg konnte bisher die Staus im Tingstadstunnel nicht verhindern.

Der Tingstadstunnel, von dem der Großhändler Johan August Hertz bereits 1903 erstmals sprach, bleibt damit wohl der einzige Tunnel dieser Größenordnung in der westschwedischen Großstadt, der je unter dem Göta Älv gebaut wird.

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Copyright: Herbert Kårlin

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