Mittwoch, 23. März 2011

Abwicklung der Kernenergie in Schweden

Am 23. März 1980 wurde in Schweden ein Volksbegehren zur Frage der Kernenergie des Landes durchgeführt, da keine der politischen Parteien eine eindeutige Meinung hatte und daher alle Parteien die Entscheidung dem Volk überlassen wollten.

Die Wähler konnten zwischen drei Alternativen wählen, nämlich ob das Kernenergieprogramm weiterentwickelt werden sollte, ob die Reaktoren sobald wie möglich wieder abgeschaltet und abgewickelt werden sollten oder ob das Kernkraftprogramm unmittelbar abgebrochen werden muss. Die Mehrheit entschied sich für die zweite Lösung.

Da man 1980 davon ausging, dass ein Kernreaktor gefahrlos zwischen 25 und 30 Jahren betrieben werden kann, entschied sich die Regierung den letzten Reaktor im Jahre 2010 zu schließen. Noch Jahre bevor die Frist ablief, unternahm keine der schwedischen Regierungen Maßnahmen, die eine alternative Energieversorgung förderten, so dass bei Ablauf der Frist die aktuelle Regierung sich entschloss weiterhin auf Kernkraft zu setzen und die Entscheidung des Volksbegehrens außer Kraft setzte.

23. März 1792: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner
23. März 1962: Der Tag des Nordens und der Vertrag von Helsinki von 1962

Copyright: Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg

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