Mittwoch, 16. März 2011

Mord auf dem Maskenball

Am 16. März 1792 wurde der damalige schwedische König Gustav III. auf einem Maskenball in der Stockholmer Oper vom Hauptmann Jakob Johan Anckarström erschossen. Der König starb nicht unmittelbar an den Schussverletzungen, sondern überlebte das Attentat um dreizehn Tage.

Gustav III. war vermutlich der meist umstrittene und meist gehasste König Schwedens, der nahezu den gesamten Adelsstand gegen sich hatte, was sich auch bei der Untersuchung des Attentats zeigte, als eine immer größere Anzahl an Personen zu den Vorbereitungen geknüpft werden konnte, inklusive des eigenen Bruders.

Bereits eine Stunde vor dem Attentat war Gustav III. während eines Essens durch einen anonymen Brief vor dem Attentat gewarnt worden. Der König nahm die Drohung nicht zu ernst und weigerte sich selbst einen Harnisch unter seiner Verkleidung zu tragen. Auch wenn Gustav III. beim Maskenball verkleidet war, so trug er dennoch seine königlichen Orden, so dass er von jedem Besucher des Maskenballs erkannt werden konnte.

Jacob Johan Anckarström gab die Tat zu und wurde letztendlich als einziger für das Attentat tatsächlich mit dem Tode bestraft, obwohl der König gefordert hatte die Tat nicht zu verfolgen. Mehrere Beteiligte wurden lediglich des Landes verwiesen und einige blieben unbehelligt, da man einen zu großen Skandal vermeiden wollte.

16. März 1596: Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf
16. März 1971: Der schwedische Stand-up Künstler Jakob Öqvist 

Copyright: Herbert Kårlin

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