Samstag, 31. März 2012

Maria Lang, die vergessene Krimiautorin

Dagmar Maria Lange, die in der Krimiwelt unter ihrem Pseudonym Maria Lang bekannt wurde, wurde am 31. März 1914 in Västerås geboren und gehörte zu den 13 schwedischen Autoren, die die Svenska Deckarakademien gründeten. Nach ihrem Studium in Stockholm arbeitete sie erst mehrere Jahre lang an einer Mädchenschule in Stockholm, bevor sie dann 1968 hauptberuflich Kriminalromane zu schreiben begann. Gegenwärtig findet man einige ihrer Werke vor allem noch in dänischen und finnischen Ausgaben.

Ihren ersten Krimi schrieb Maria Lang im Jahre 1949. Mördaren ljuger inte ensam war als Mystery Krimi unmittelbar ein Erfolg und die beiden Hauptfiguren Puck Ekstedt (verheiratet dann Puck Bure) und Christer Wijk bleiben dem Leser dann in allen 43 Kriminalromanen, die sie im Laufe ihres Lebens schreibt, erhalten. Nur in den vier Kinderbüchern und den beiden Filmskripten verschwinden sie aus dem Leben von Maria Lang. Viele der Handlungen spielen in der Kleinstadt Skoga, die jedoch schnell als ihre Heimatstadt Nora in Bergslagen identifiziert wurde, wo noch heute Krimiwanderungen auf ihrer Spur angeboten werden.

Maria Lang begibt sich bei ihren Handlungen überwiegend in das bürgerliche Leben der Kleinstadt, in eine Schicht, die nach Außen eine ideale Fassade zeigt, aber in der erotische Geheimnisse, Homosexualität und Ausschweifungen eine bedeutende Rolle spielen. Maria Lang, die von Kritikern häufig als die Agatha Christie Schwedens bezeichnet wurde, zeigte zwar die Doppelmoral der bürgerlichen Schicht, aber in ihren Krimis kommt nur selten Blut oder Gewalt vor, wobei sie den Leser von einem Rätsel zum nächsten führt. Dagmar Lange starb am 9. Oktober 1991 in Nora, wo sie auch begraben wurde.

31. März 1914: Dagmar Lange wird zu Krimiautorin Maria Lang
31. März 1936: Die schwediche Sängerin Birgit Carlsson, bekannt als Towa Carson
31. März 1977: Kista Einkaufszentrum in Stockholm


Copyright: Herbert Kårlin

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