Montag, 26. März 2012

Die missglückte Ehrung von Karl XIII.

Am 26. März 1822 verordnete Karl XIV. Johan, der erste Bernadotte der schwedischen Monarchie, dass der Kungsträdgården, die königliche Gartenanlage, zu Ehre seines Adoptivvaters in Zukunft Karl den Trettondes Torg heißen solle. Karl XIV. Johan wollte mit dieser Geste seinem Vorgänger seinen Dank ausdrücken, da er nur durch diese Adoption zum König Schwedens geworden war und damit eine bedeutende politische Rolle in der Geschichte Europas erhalten hatte.

Bereits ein Jahr vorher hatte Karl XIV. Johan, der eigentlich Jean Bernadotte geheißen hatte und den Namen Karl von seinem Adoptivvater übernommen hatte, eine Statue seines Vorgängers im Kungsträdgården aufstellen lassen. Leider ahnte er dabei nicht, wie unbeliebt Karl XIII. beim Volke war, das die Statue regelmäßig beschädigte und den neuen König dazu zwang rund um die Uhr Wachen vor der Statue aufzustellen. Auch die Namensgebung der Gartenanlage wurde vom Volk mit wenig Freude aufgenommen.

Bereits bevor Jean Bernadotte zum schwedischen König auserkoren war, erhielt er von Napoleon das italienische Fürstentum Pontecorvo, so dass er bereits geadelt und unter dem Namen Jean Baptiste Jules von Pontecorvo nach Schweden kam. In Schweden nahm er dann den Karl von seinem Adoptivvater an und verwandelte den Jean in den schwedischen Johan. Seit Karl XIV. Johan dann zum König Schwedens wurde, wurde in das große Reichswappen auch die weiße Brücke von Ponecorvo mit aufgenommen, die seit dieser Zeit das Geschlecht Bernadotte repräsentiert, obwohl der König noch vor der Adoption auf das Fürstentum verzichtet hatte.

26. März 1948: Jugendrevolte in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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