Freitag, 23. März 2012

Der Tag des Nordens und der Vertrag von Helsinki von 1962

Offiziell ist der 23. März jeden Jahres in Schweden der Tag des Nordens an dem die nordische Zusammenarbeit in den Vordergrund gerückt wird. Der Tag des Nordens geht auf den Vertrag von Helsinki vom 23. März 1962 zurück, der sich nun zum 50. Mal jährt. Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island sollen an diesem Tag durch ein gemeinsames Flaggen an dieses Ereignis aufmerksam machen, das als Ausdruck für die Gemeinschaft der nordischen Länder gilt.

Am 23. März 1962 schuf der Vertrag von Helsinki die Grundlage für die heutige nordische Zusammenarbeit. In 70 Artikeln wurde bei diesem Abkommen die Art der Zusammenarbeit in kulturellen, rechtlichen, ökonomischen und sozialen Fragen geklärt. Der bedeutendste Punkt dieses Abkommens war, dass jeder Bürger eines der Mitgliedsländer ohne besondere Anträge in den anderen Ländern leben und arbeiten kann und die nordischen Länder wie eine große gemeinsame Familie zu betrachten sind.

Obwohl der Nordische Tag durch den Vertrag von Helsinki einen bedeutenden Einfluss auf Schweden hat und jede Gemeinde des Landes zum nordischen Flaggen aufgerufen ist, so gilt der Tag in Schweden nicht als Flaggentag und jede Gemeinde entscheidet frei darüber, ob sie dem Nordischen Tag eine Bedeutung geben will oder nicht. Auch die Bestimmung, dass man in allen angeschlossenen Ländern grundlegendes Wissen über die anderen nordischen Länder vermitteln soll, wird in Schweden in vielen Schulen kaum beachtet. In einigen kleineren Städten Schwedens wird der Nordens Tag jedoch nach wie vor mit einem großen Fest und Veranstaltungen zum Thema in der ursprünglichen Idee gewürdigt.

23. März 1792: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner
23. März 1980: Abwicklung der Kernenergie in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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