Montag, 5. September 2016

Ebba Boström, die Gründerin des Samariterhemmet

Ebba Boström kam am 5. September 1844 als Tochter eines Juristen auf Gut Östanå in Roslagen zur Welt und erhielt daher auch eine für ihre Zeit sehr gute Ausbildung. Bei einem Aufenthalt in England, während einer Ausbildung im damals wachsenden Krankendienst, kam Boström mit der dortigen Erweckungsbewegung in Kontakt und begann auch in der Londoner Diakonissenanstalt zu arbeiten, wo ihr Plan reifte in Schweden ein Armenhaus zu gründen. Nach ihrer Rückkehr im Jahre 1882 übernahm Boström dann nahezu unmittelbar den Verein Sedlighetsföreningen in Uppsala, eine Unterkunft für Prostituierte, die in ein normales Leben zurückfinden wollten.

Ebba Boström hatte jedoch große Pläne und trennte sich daher bald wieder vom Verein, kaufte ein eigenes Gebäude, bildete dort erst Hausmädchen aus, erweitere die Einrichtung 1882 mit einem Kinderheim und baute 1899 schließlich auch ein Krankenhaus auf ihrem Grundstück. Nur wenig später bildete Boström, vor allem aber ihr Nachfolger Otto Centerwall, auch Krankenschwestern und Dakonissinen aus. 1899 übergab Ebba Boström die gesamte Einrichtung der Stiftung Samariterheim (Samariterhemmet), wobei 1970 das Krankenhaus von Uppsala übernommen wurde und 1975 die Ausbildung von Krankenschwestern auf die Region überging.

Ebba Boström, die am 10. Mai 1902 in Uppsala starb, ging davon aus dass die Heilung, insbesondere von ausgesetzten Personen, durch medizinisches Wissen und Beten erfolgen muss, wobei sich Boström vor allem für Arme, Kinder, junge Frauen und Nervenkranke einsetzte. Ein Teil ihrer Ziele wurde allerdings erst nach ihrem Tod verwirklicht, als der Priester Otto Centerwall das Samariterhemmet leitete. Auch wenn heute das Krankenhaus ein Teil des Universitätskrankenhauses Uppsala ausmacht, so gehören die Gebäude und das Grundstück weiterhin der Stiftung Samariterhemmet. Das Samariterheim beschäftigt sich heute vor allem mit dementen Personen, Gruppentherapien und ist in der Stadtmission engagiert.


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Copyright: Herbert Kårlin

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