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Donnerstag, 15. März 2018

Der königliche Leibarzt Abraham Bäck

Abraham Bäck kam Mitte Oktober 1713 als Sohn eines Kaufmanns in Söderhamn zur Welt. Da sein Vater jedoch bereits 1720 starb, wurde er von der Großmutter mütterlicherseits erzogen, bis seine Mutter einige Jahre später einen wohlhabenden Mann heiratete. Dies erlaubte Bäck ab 1740 an der Universität Uppsala Medizin zu studieren. Nachdem Bäck dann zehn Jahre später Doktor in Medizin geworden war, unternahm er eine fünfjährige Studienreise, die ihn, unter anderem, auch an die Universität Leiden, nach Paris und nach Leipzig führte. Bereits in diesen Jahren wurde Bäck auch in die Akademie der Wissenschaften gewählt.

Nach seiner Rückkehr nach Schweden versuchte Abraham Bäck Professor an der Universität Lund zu werden, wurde jedoch abgelehnt. Der Mediziner öffnete daher eine eigene Praxis in Stockholm und wurde 1749 zum königlichen Leibarzt ernannt. Diese Funktion hatte der Mediziner unter den Königen Fredrik I., Adolf Fredrik und Gustav III., sowie dessen Gemahlin Sofia Magdalena. Dass Bäck so lange im königlichen Dienst war, dürfte damit zusammenhängen, dass er zum einen sehr treffende Diagnosen stellte, zum anderen auch eine Behandlung eher zu früh als zu spät begann. Diese Informationen, inklusive der Krankheitsgeschichten kann man den Aufzeichnungen Bäcks entnehmen, der bestrebt war jede Kleinigkeit einer Beobachtung festzuhalten.

Die größte medizinische Leistung von Abraham Bäck, der am 15. März 1795 in Stockholm starb, war indes mit seinem Amt an der Wissenschaftsakademie verbunden, denn hier hatte er die Möglichkeit die gesamte medizinische Entwicklung zu beeinflussen und seine Erfahrungen im Ausland anzuwenden. Bäck setzte sich vor allem dafür ein ein Krankenhaus zu schaffen mit dem er mehrere Ziele auf einmal vereinen konnte. Zum einen konnten dort Chirurgen und Ärzte zusammenarbeiten, was bis dahin undenkbar war, zum anderen vereinfachte ein Krankenhaus auch die Ausbildung von Ärzten auf Grund der Erfahrungen, die die Studenten dort sammeln konnten. Mit Hilfe seines Freundes Carl von Linné legte Bäck zusätzlich einen Garten mit Medizinalpflanzen an, so dass sich Medikamente in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses befanden.


15. März 1568: Johannes Bureus, Runensteine und Grammatik
15. März 1568: Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik
15. März 1724: Anders af Botin und die Geschichtsschreibung Schwedens
15. März 1794: Die Schriftstellerin Anna Fredrika Ehrenborg
15. März 1821: Abraham Niclas Edelcrantz, der Skalde des Königs Gustav III.
15. März 1850: Carl Bildt, Diplomat, Schriftsteller und Kammerherr
15. März 1907: Zarah Leander, eine Karriere in Deutschland
15. März 1931: Unterwegs auf dem Göta Kanal
15. März 1935: Johan Ramstedt, eine Notlösung als Ministerpräsident 
15. März 1938: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden
15. März 1981: Die schwedische Sängerin Veronica Maggio 
15. März 1999: Der erste Nachrichtenkanal Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 10. April 2017

Axel Kumlien, der Architekt für Bahnhöfe und Krankenhäuser

Axel Kumlien kam am 10. April 1833 in Härlunda bei Göteborg zur Welt und besuchte, gemeinsam mit seinem Bruder Hjalmar Kumlien, die Chalmers slöjdskola, den Vorläufer der heutigen Technischen Hochschule Chalmers und schloss seine Studien dann 1856 in der Architekturschule in Braunschweig fort, wo er auch an der Restauration des Kölner Doms mitarbeitete. Als Kumlien 1860 nach Schweden zurückkehrte, ließ es sich in Stockholm nieder und begann für Adolf W. Edelsvärd zu arbeiten. Insgesamt arbeitete der Architekt zwölf Jahre lang für Edelsvärd und war während dieser Zeit am Bau von mindestens 60 Bahnhofsgebäuden beteiligt.

Unter Edelsvärd lernte Axel Kumlien Wert auf großflächige Innenräume, Ausschmückungen in altnordischer Ornamenten und die Aufteilung der Flächen zu legen und die Räume verschiedenen Zielen anzupassen, was ihm bei seinen späteren Bauten sehr dienlich war. Der äußere Aspekt der Bahnhöfe unterschied sich nur selten, aber der Innenausbau musste sich jedem Ort und der Bedeutung eines Bahnhofs anpassen. Als die herausragendsten Arbeiten Kumliens dieser Zeit gelten die beiden Flügel des Hauptbahnhofs in Stockholm und die ehemalige Bergslagernas Eisenbahnstation in Göteborg, die heute als das „Weiße Haus“ bekannt ist und unter Denkmalschutz steht. Bei nahezu all diesen Bauten haben die Brüder Kumlien einen wichtigen Beitrag geleistet.

Mit der industriellen Entwicklung in Stockholm gegen Ende des Jahrhundert ging Axel Kumlien dann vom Bau der Bahnhofe zum Bau von Bürohäusern über, die sich vor allem durch Skulpturen und Ornamente auszeichneten, wobei der Architekt allerdings zu jener Zeit auch zahlreiche Miethäuser zeichnete. Ab 1874 kamen dann die Aufträge, die Axel Kumlien, aber auch seinen Bruder, den echten Durchbruch als Architekten brachte, denn sie wurden die offiziellen Baumeister für Krankenhäuser, denen sie einen eigenen Stempel gaben. Kumlien ging bei den Krankenhäusern dazu über, ähnlich der Bahnhöfe, Gebäude hinsichtlich ihrer Anwendung zu gestalten und vor allem mit Pavillons zu arbeiten, wobei er Abteilungen trennte und eine eigene Abteilung als Operationssaal schuf. Zu seinen bedeutendsten Krankenhausbauten gehören das Lazarett in Karlskrona, das Krankenhaus in Malmö und das Sahlgrenska Universitätskrankenhaus in Göteborg.


10. April 1216: Erik Knutsson und die erste Krönung Schwedens
10. April 1728: Nicodemus Tessin der Jüngere und das Stockholmer Schloss
10. April 1902: Der Kunstsammler und Mäzen Pontus Fürstenberg
10. April 1929: Der schwedische Schauspieler Max von Sydow
10. April 1946: Mikael Wiehe, mit Allsång die Regierung stürzen
10. April 1947: Die schwedische Sängerin Lena Maria Gårdenäs
10. April 1990: Das Ivar Lo-Johansson Museum in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

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Mittwoch, 5. April 2017

Kort Rogge, Bischof in Strängnäs

Kort Rogge, der unter verschiedenen Namen bekannt ist, kam vermutlich 1425 als Sohn eines deutschstämmigen Ziegelmeisters und einer aus dem höheren Bürgerstand stammenden schwedischen Mutter in Stockholm zur Welt und erhielt eine der in jener Zeit besten schulischen Ausbildungen. Dank des Reichtums der Eltern konnte sich Rogge 1446 an der Universität Leipzig einschreiben und anschließend noch an der italienischen Universität Perugia studieren, wo er auch einen Doktorgrad in Kirchenrecht erwarb. Als Rogge nach einem sechsjährigen Aufenthalt in Italien nach Schweden zurückkehrte, galt er als einer der gelehrtesten Männer des Landes.

Kurt Rogge gewann in Schweden sehr schnell hohe Ämter und als der Erzbischof Jöns Bengtsson 1463 vom dänischen König Kristian I. gefangen genommen wurde, übernahm Rogge bis zur Freilassung des Erzbischofs seine Arbeit. Als der schwedisch-dänische Krieg 1469 zu Ende ging, wurde Rogge zu Friedensverhandlungen als Vertreter Schwedens nach Lübeck geschickt und zehn Jahre später ernannte in Sten Sture der Ältere zum Bischof in Strängnäs. In der Stadt am Mälaren baute Kort Rogge, teilweise mit eigenen Spenden, nicht nur die von einem Brand stark beschädigte Kathedrale wieder auf, sondern finanzierte auch ein Krankenhaus für Priester.

Da der Erzbischof Schwedens in dieser Zeit noch relativ jung war, richtete sich Kurt Rogge ganz auf seine Tätigkeit als Bischof in Strängnäs ein, was auch eine Tätigkeit als Reichskanzler mit beinhaltete, Rogge also auch eine bestimmte politische Macht verlieh, die er jedoch nie zu persönlichen Zwecken ausnutzte. Allerdings machte sich Kort Rogge, der am 5. April 1501 als letzter bedeutender katholischer Bischof in Strängnäs starb, auch Feinde, da er alles daran setzte das Stift in Strängnäs zu stärken und dafür auch die Eisensteuer in Närkes Bergslagen wieder einforderte und den Vogt von Tynnelsö vor Gericht stellte, weil dieser bedeutende Summen veruntreut hatte.


5. April 1697: Karl IX. ein Ersatzkönig leitet Schweden
5. April 1719: Axel von Fersen der Ältere in der Opposition
5. April 1786: Die Svenska Akademien, Verteidiger der schwedischen Sprache
5. April 1842: Der Archäologe und Reichsantiquar Hans Hildebrand
5. April 1950: Die Karriere der schwedischen Sängerin Agnetha Fältskog
5. April 1954: Die schwedische Sängerin Anna-Lotta Larsson
5. April 1962: Sara Danius, ständige Sekretärin der Svenska Akademien 
5. April 2001: Die schwedische Jazzsängerin Sonya Hedenbratt
5. April 2007: Maria Gripe und das realistische Kinderbuch Schwedens
5. April 2007: Maria Gripe, Kinderbücher ohne Gewalt

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Montag, 5. September 2016

Ebba Boström, die Gründerin des Samariterhemmet

Ebba Boström kam am 5. September 1844 als Tochter eines Juristen auf Gut Östanå in Roslagen zur Welt und erhielt daher auch eine für ihre Zeit sehr gute Ausbildung. Bei einem Aufenthalt in England, während einer Ausbildung im damals wachsenden Krankendienst, kam Boström mit der dortigen Erweckungsbewegung in Kontakt und begann auch in der Londoner Diakonissenanstalt zu arbeiten, wo ihr Plan reifte in Schweden ein Armenhaus zu gründen. Nach ihrer Rückkehr im Jahre 1882 übernahm Boström dann nahezu unmittelbar den Verein Sedlighetsföreningen in Uppsala, eine Unterkunft für Prostituierte, die in ein normales Leben zurückfinden wollten.

Ebba Boström hatte jedoch große Pläne und trennte sich daher bald wieder vom Verein, kaufte ein eigenes Gebäude, bildete dort erst Hausmädchen aus, erweitere die Einrichtung 1882 mit einem Kinderheim und baute 1899 schließlich auch ein Krankenhaus auf ihrem Grundstück. Nur wenig später bildete Boström, vor allem aber ihr Nachfolger Otto Centerwall, auch Krankenschwestern und Dakonissinen aus. 1899 übergab Ebba Boström die gesamte Einrichtung der Stiftung Samariterheim (Samariterhemmet), wobei 1970 das Krankenhaus von Uppsala übernommen wurde und 1975 die Ausbildung von Krankenschwestern auf die Region überging.

Ebba Boström, die am 10. Mai 1902 in Uppsala starb, ging davon aus dass die Heilung, insbesondere von ausgesetzten Personen, durch medizinisches Wissen und Beten erfolgen muss, wobei sich Boström vor allem für Arme, Kinder, junge Frauen und Nervenkranke einsetzte. Ein Teil ihrer Ziele wurde allerdings erst nach ihrem Tod verwirklicht, als der Priester Otto Centerwall das Samariterhemmet leitete. Auch wenn heute das Krankenhaus ein Teil des Universitätskrankenhauses Uppsala ausmacht, so gehören die Gebäude und das Grundstück weiterhin der Stiftung Samariterhemmet. Das Samariterheim beschäftigt sich heute vor allem mit dementen Personen, Gruppentherapien und ist in der Stadtmission engagiert.


5. September 1695: Carl Gustaf Tessin, Kunstsammler und Politiker
5. September 1774: Der deutsch-schwedische Künstler Caspar David Friedrich
5. September 1816: Axel Gabriel Silverstolpe, ein literarischer Revolutionär
5. September 1860: Die Stadtbibliothek in Helsingborg wird gegründet
5. September 1871: Carl Edward Norström, Pionier des schwedischen Eisenbahn
5. September 1987: Die beliebte Sendung På Spåret hat in Schweden Premiere
5. September 1995: Ebba Lindqvist, Gedichte vom Meer und dem Bohuslän
5. September 2001: Der schwedische König wird mit Torte beworfen

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 17. April 2015

Das Sahlgrenska Universitätskrankenhaus in Göteborg

Als das Sahlgrenska Universitetssjukhuset, kurz SU, am 17. April 1900 in Göteborg eingeweiht wurde, hatte es 350 Zimmer und war das modernste Krankenhaus des Nordens, obwohl die Röntgenabteilung, mehrere spezialisierte Abteilungen und die moderneren Labors erst Jahre später integriert oder hinzugefügt wurden. Es sollte sogar noch einen Monat dauern bevor die ersten Kranken in den Betten zu finden waren, da die Einweihung noch kurz vor der Fertigstellung erfolgte. Der Name des heutigen Universitätskrankenhauses entstand sogar erst am 17. Dezember 1936, denn bis dahin hieß die Einrichtung noch Allmänna och Sahlgrenska sjukhuset i Göteborg.

Die Geschichte des Sahlgrenska Universitätskrankenhauses geht jedoch viel weiter zurück, denn das erste Krankenhaus Göteborgs wird bereits im Jahre 1665 genannt, jedoch erst als Nicolaus Sahlgren am 8. Dezember 1772 testamentarisch eine Stiftung hinterließ nach der die Stadt Göteborg einen Teil seiner Hinterlassenschaft für eine „nützliche“ Einrichtung anwenden sollte, entstand in der damaligen Sillgatan, der heutigen Postgatan, ein zweistöckiges Krankenhaus in dem am 11. März 1782 die ersten Patienten aufgenommen wurden.

Bald war jedoch auch dieses Krankenhaus zu klein geworden und dank neuer Spenden konnte 1823 ein neues Krankenhaus entstehen, das jedoch bereits 32 Jahre später erneut zu klein war und durch einen Neubau ersetzt wurde. Weitere 30 Jahre später war selbst diese Einrichtung wieder zu klein und nach jahrelangen Diskussionen im Stadtrat entschied sich Göteborg ein Krankenhaus zu bauen, das nach einer Übergangszeit über 600 Betten verfügen sollte. Dieser Neubau entstand dort, wo man noch heute das Sahlgrenska findet, das größte Krankenhaus Nordeuropas mit insgesamt 2100 Betten, verteilt auf 165 Abteilungen und teilweise einem Blick auf den Botanischen Garten der Stadt.


17. April 1742: Arvid Horn, der heimliche Regent Schwedens
17. April 1870: Der schwedische Architekt Lars Israël Wahlman
17. April 1907: August Strindbergs "Ein Traumspiel" hat Uraufführung
17. April 1920: Bengt Anderberg, der Schriftsteller der schwedischen Erotik
17. April 1929: Alfred Berg entdeckt als Student die Musik
17. April 1970: Rudolf Petersson und der berühmteste Rekrut Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 15. Februar 2014

Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens

Casten Rönnow wurde am 15. Februar 1700 in Karlshamn geboren, verbrachte jedoch einen Teil seiner Kindeheit und seiner Jugend bei seinem Onkel Johan Lorents Rönnow, der Feldarzt in Göteborg war, da seine Eltern beide im Jahre 1710 an der Pest gestorben waren. Bei seinem Onkel machte Casten Rönnow auch sein Praktikum als Feldarzt bevor er 1718 unter Karl XII. in der Eigenschaft als Feldmediziner am norwegischen Feldzug teilnahm. Im Anschluss daran studierte Rönnow bei Olof Rudbeck dem Älteren an der Universität Uppsala Medizin.

Auf Grund seiner überragenden Fähigkeiten und Kenntnisse erhielt Casten Rönnow am Ende seiner Ausbildung ein Stipendium um in Paris sein Studium zu vervollständigen. Im Jahre 1730 wurde Rönnow im französischen Reims dann Doktor der Medizin. In den Folgejahren praktizierte der Arzt in Frankreich und 1734 wurde er zum Leibarzt des polnischen Königs Stanislaw Leszczuríski ernannt. Als dieser zwei Jahre später abdankte, folgte ihm Rönnow nach Lothringen um dort ein Krankenhaus und das Gesundheitswesen aufzubauen. In dieser Zeit war der Ruf des ausgezeichneten Arztes auch nach Schweden gelangt und er erhielt von dort ein hervorragendes Angebot, dem er folgte.

Casten Rönnow, der 1759 in den Adelsstand aufgenommen wurde und in weiten Kreisen auch als Miniaturmaler bekannt war, verfügte über die bedeutendste medizinische schwedische Bibliothek seiner Zeit, aber seine Bücher sind, bis auf einige wenige Exemplare, spurlos verschwunden. Ein ähnliches Schicksal erlitt fast auch sein Herbarium, das erst 1899 im Karolinska Institutet wieder entdeckt wurde. Rönnow hatte dieses Herbarium bereits angelegt als Carl von Linné noch ein Kind war, diente diesem jedoch kaum, da Casten Rönnow damit nicht an die Öffentlichkeit getreten war. Dieses Herbarium wurde mittlerweile digitalisiert und kann in allen schwedischen Bibliotheken konsultiert werden, wobei die angegebenen lateinischen Namen der Pflanzen allerdings noch aus der Zeit vor Linné stammen.


15. Februar 1362: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten 
15. Februar 1794: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker 
15. Februar 1819: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens
15. Februar 1820: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
15. Februar 1950: Christer Gustav Svensson, genannt Stoffe, und das Heroin

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 28. Oktober 2013

Elisabeth Killander entwickelt sich zur Schmerzspezialistin

Elisabeth Killander wurde am 28. Oktober 1929 in Göteborg geboren und machte im Sophiahemmet in Stockholm eine Ausbildung zur Krankenschwester, einen Beruf, den sie dort bis zur ihrer Ehe mit  dem Künstler Sven Arne Gillgren im Jahre 1955 ausübte. Rund 20 Jahre kümmerte sich Killander dann um ihre Familie und übte ihren Beruf nur noch von zu Hause aus durch, was um diese Zeit relativ ungewöhnlich für eine Frau war, da für die Mehrheit der Frauen die berufliche Aktivität mit der Ehe endete.

Im Jahre 1977, als die beiden Kinder erwachsen waren, begann Elisabeth Killander dann im Radiumhemmet am Karolinska Sjukhuset in Stockholm zu arbeiten, der ersten auf Krebs spezialisierten Klinik Schwedens. Killander kümmerte sich dort insbesondere um die Schmerzlinderung bei Krebspatienten, wobei ihre Philosophie dabei war, dass nicht das Organ den Schmerz empfindet, sondern der Mensch. Die Krankenschwester war daher bereit teilweise auch sehr hohe Dosen an Opiaten zu geben, damit die Patienten so wenig wie möglich leiden mussten.

Ihre Methode Schmerz zu lindern war von den Ärzten des Krankenhauses stark kritisiert und als Elisabeth Killander 1979 auch noch das Buch Lindring av smärta och obehag hos döende veröffentlichte, war sie gezwungen zum Universitätskrankenhaus in Linköping zu wechseln, wo man ihre Leistung bei der Schmerzbekämpfung sehr positiv sah. Diese Anerkennung drückt sich auch dadurch aus, dass Killander 1999 von der dortigen Universität zum Ehrendoktor in Medizin ernannt wurde. Elisabeth Killander wurde nach mehreren Büchern und die letzten Jahre ihres Lebens sehr häufig als „Morphinkönigin“ bezeichnet, da sie davon ausging, dass es besser ist Krebspatienten Morphin zu geben, damit sie nicht leiden, als eine übertriebene Angst vor der Abhängigkeit zu zeigen.


28. Oktober 1820: Die erste Sparkasse Schwedens 
28. Oktober 1966: Der letzte Holzkohle-Hochofen Schwedens wird geschlossen

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 29. September 2012

Ein antroposophisches Krankenhaus in Schweden

Am 29. September 1985 wurde in Schweden in Järna, dem schwedischen Zentrum der Anthroposophen, die erste nordische Klinik geöffnet, die ihre Heilmethoden vollkommen nach der anthroposophischen Philosophie auslegt. Mit diesem Schritt war Schweden, nach der Schweiz und Deutschland, das dritte Land das offiziell eine alternative Klinik zuließ, ein Land, das sich sehr kritische gegenüber jeder alternativen Heilmethoden zeigt.

Die Vidarkliniken ist heute sowohl Krankenhaus, als auch Gesundheitszentrale an die man sich wegen jeder Art von Krankheit wenden kann. Die Besucher kommen aus ganz Schweden, auch wenn bis heute nicht alle Regionen des Landes bei anthroposophischen Heilmethoden die Behandlung finanzieren, eine nationale Regelung jedoch nicht möglich ist. Die anthroposophische Gesellschaft Schwedens mit Sitz in Järna verhandeln seit der Öffnung mit allen Regionen des Landes, denn ihr Ziel ist auch in anderen Gegenden Schwedens alternative Behandlungen anbieten zu können.

Bevor jedoch das Krankenhaus in Järna den anderen staatlichen und privaten Kliniken wirklich gleichgestellt wird, bleibt noch ein weiter Weg, denn auch wenn der schwedische Staat Vertrauen in die Diagnosen der Ärzte hat und die Behandlungsmethoden der anthroposophischen Allgemeinmedizin nur teilweise kritisiert, so dient die Klinik auch nach 27 Jahren nur einer akuten Aufnahme und der Rehabilitation, wobei sich die Vidarkliniken in diesem Rahmen auf die Rehabilitation von Brustkrebspatienten spezialisiert hat.


29. September 1306: Birger Magnusson und das Håtunaleken
29. September 1560: Gustav Vasa, der berühmteste König Schweden
29. September 1866: Per Hallström, der Schriftsteller der nordischen Schwermut

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 1. April 2012

Sixten Sason und die Saab-Modelle

Am 1. April 1967 starb Sixten Sason, der Industriedesigner, der den Automobilen Saab ihr Aussehen gab. Eigentlich sprach bei Sixten Sason bis zu seinem 22. Lebensjahr nichts auf eine Karriere als Industriedesigner, denn der Vater war Steinmetz und er selbst arbeitete als Flugzeugmechaniker. Design war nur sein Hobby, das er bereits in frühen Jahren pflegte, wobei mehrere seiner Designs in Motorzeitschriften abgebildet wurden. Die ersten dieser Zeichnungen hatteSason bereits mit Fünfzehn Jahren gezeichnet.

Ein Flugunglück half Sixten Sason, der am 12. März 1912 in Skövde zur Welt gekommen war,  dann auf den Sprung, denn während seiner Krankenhausaufenthalte zwischen 1934 und 1939 begann er sich ernsthaft mit Design auseinanderzusetzen und arbeitete, vom Krankenhausbett aus, für zahlreiche Zeitschriften als Illustrator. In dieser Zeit entstanden auch einige seiner visionären Industriedesigns, zum Beispiel eine Öresundbrücke und ein kreisförmiges Parkhaus, beides revolutionäre Ideen in dieser Zeit.

Nachdem er das Krankenhaus verlassen hatte, begann Sixten Sason bei Saab-Flugzeugbau als Designer zu arbeiten und wurde auch für die Illustration der Produktinformationen und Kataloge zuständig. Als dann Mitte der 40er Jahre Saab auch Automobile bauen wollte, entstand unter seiner Feder der erste Saab, der sogenannte Saab 92. In den Folgejahren zeichnete Sixen Sason dann als Chefdesigner des Unternehmens alle Folgemodelle die heute als die klassischen Saab bekannt sind. Durch seinen Tod konnte er allerdings sein letztes Saab-Geschöpf, den Saab 99 nicht mehr vom Rollband laufen sehen.


1. April 1953: Die erste männliche Krankenschwester Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden