Freitag, 24. Februar 2017

Die barocke Ervalla Kyrka

Auch wenn von der ursprünglichen Holzkirche in Ervalla nichts mehr zu finden ist, so ist auch die gegenwärtige Ervalla kyrka von großem Interesse, da auch diese Kirche bis zum Jahre 1673 zurückreicht, am 24. Februar 1673 eingeweiht wurde, und früher eine wichtigste Kirche der Gegend war. Die Ervalla kyrka wurde, wie auch die Ulrika Eleonora Kirche in Stockholm vom Architekten Mathias Spieler, der neben einigen Kirchen vor allem Schlösser und Verteidigungsanlagen baute, gezeichnet. Das Geld für die Kirche kam von Sigrid Bielke, der Ehefrau des Feldmarschalls Gustaf Horn, die um diese Zeit das größte Gut in Ervalla bewohnte.

Wenn man heute die Ervalla Kirche betrachtet, so fällt unmittelbar auf, dass der Kirchturm und die Fassade miteinender im Kontrast stehen, denn während das Hauptgebäude noch den barocken Aspekt von 1673 aufweist, musste der Kirchturm Ende des 18. Jahrhunderts erneuert werden, da 1789 der Blitz sowohl den Turm als auch die Kirchglocken und einen Teil des Daches zerstört hatte. Dass die Kirche, auch im Inneren weitgehend noch das ursprüngliche Aussehen hat, verdankt man vor allem dem Architekten Jerk Alton, der 1996 und 1997 der Kirche ihre ursprünglichen Farben zurückgab.

Als Kunstschätze der Kirche gelten vor allem die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert und das Taufbecken aus der gleichen Epoche.Interessant sind auch die beiden restaurierten Altartafeln von denen man immer nur eine sehen kann, denn sie wurden im gleichen Rahmen untergebracht und können durch einen drehbaren Mechanismus geschwenkt werden, so dass immer nur eines der beiden Gemälde sichtbar ist. Auch dem Taufbaum der Ervalla kyrkan sollte man einen genaueren Blick gönnen, denn dieser wurde von Bertil Vallien geschaffen, der sich vor allem als Glas-Designer einen internationalen Namen machte.


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Copyright: Herbert Kårlin

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