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Samstag, 17. März 2018

Der schwedische Schauspielerin Augusta Lindberg

Augusta Lindberg kam am 17. März 1866 als Augusta Blomstedt in Stockholm zur Welt und begann 1880 in der Schauspielschule des königlichen Theaters Dramaten. Allerdings kam Lindberg mit der Leiterin der Schule nicht zurecht und suchte daher eine andere Möglichkeit Schauspielerin zu werden. Über eine andere Schülerin kam die junge Frau dann 1882 an August Lindberg, der vor kurzem eine Schauspielschule gegründet hatte, in Kontakt. Die angehende Schauspielerin konnte Lindberg überzeugen und wenige Tage nach dem Vorsprechen war sie Teil seiner Theatergesellschaft.

Nur zwei Jahre nach dem Treffen mit dem Theaterdirektor heirateten Augusta Lindberg und ihr Arbeitgeber. Vom ersten Tag an gelang es der Schauspielerin ihr Publikum zu fangen, da sie auch mit ihrer Persönlichkeit überzeugte und jede Bühnenrolle zur eigenen Rolle machte. Nach Susanna in Figaros Hochzeit und einer Reihe an Rollen in Ibsen-Stücken kam, nach Meinung der Kritik, ihre überzeugendste Rolle in Strindbergs Brott och brott, einem Stück, das für jede Schauspielerin eine enorme Herausforderung ist, da diese innerhalb des Stückes die unterschiedlichsten Gefühle überzeugend ausdrücken muss.

Auch wenn Augusta Lindberg insgesamt sechs Jahre lang bei der Theatergesellschaft ihres Mannes engagiert war, so trat sie auch mehrere Jahre lang im Stora Teatern in Göteborg auf, stand im Svenska Teatern in Helsingfors (Helsinki) ein Jahr lang auf der Bühne und wurde ab 1898 bis 1901 am Dramaten beschäftigt. Im Jahr 1919 bekam Lindberg  dann in Victor Sjöströms Film Hans nåds testamente ihre erste Filmrolle, der zwei weitere Filme folgten sollten, bis die Schauspielerin, die am 3. Dezember 1943 in Stockholm starb, an das Oscarsteatern als Schauspielerin und Theaterpädagogin ging.


17. März 1650: Die Karriere von Carl Carlsson Gyllenhielm
17. März 1719: Ulrika Eleonora wird Königin von Schweden
17. März 1735: Axel Wrede Sparre und die schwedischen Freimaurer
17. März 1796: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz
17. März 1814: Der schwedische Künstler Johan Peter Molin
17. März 1858: Harald Molander, ein Leben für das Theater
17. März 1862: Der Architekt und Bauherr Wilhelm Klemming
17. März 1908: Weibliche Polizei in Schweden
17. März 2005: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur
17. März 2008: Ein Doppelmord in Arboga 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 16. März 2018

Der schwedische Schauspielerin Elise Hwasser

Elise Hwasser kam am 16. März 1831 als Tochter eines Zöllners unter dem Namen Elisa Jacobsson in Stockholm zur Welt. Als die junge Frau 18 Jahre alt war bewarb sie sich an der Schauspielschule des Dramaten, und wurde unmittelbar aufgenommen. Bereits vier Jahre nach Beginn ihrer Ausbildung war Hwasser eine führende Schauspielerin am Theater und, dank ihrer hohen Leistung, erhielt sie im Jahr 1863 einen lebenslangen Vertrag am königlichen Theater, dem Dramaten. Hwasser sollte dann bis 1888 dort auf der Bühne stehen, wobei Hwasser 1858 Daniel Hwasser heiratete, der zu jener Zeit Sekretär am Dramaten war, ein Jahr später jedoch Intendant wurde und für das gesamte Repertoire des Theaters verantwortlich war.

In den ersten Jahren ihrer Karriere spielte Elise Hwasser überwiegend die Rollen von naiven jungen Frauen, ging dann jedoch auf die Rollen von Liebhaberinnen in anspruchsvollem, klassischem Theaterstücken von Shakespeare, Schiller und anderen klassischen Autoren über. In diesen Jahren versuchte Hwasser vor allem die Bewegungen und das Spielen von Jenny Lind zu imitieren, was sicher ihre individuelle Entwicklung verzögerte, die sie später zu einer der bedeutendsten Schauspielerinnen Schwedens machte, auch wenn vor allem ihre Rollen ab 1858 bereits das Publikum überzeugten und faszinierten.

Die Glanzzeit kam für Elise Hwasser nach 1860, als sie ihr gesamtes Können in dramatische Rollen setzte und dabei jede Rolle zu einem individuellen Erlebnis machte, da sich Hwasser dabei vollständig in die Bühnenpersönlichkeiten einleben konnte, dabei jedoch immer Wert darauf legte die damals moderne Frau in den Vordergrund zu stellen. Nach den Kritiken der Zeit war Hwasser zu ihrer Zeit die beste Darstellerin Ibsens, auch wenn sie dann mit knapp 50 Jahren von manchen Kritikern als zu alt für Nora angesehen wurde. Der Vielzahl ihrer Bewunderer und ihrer schauspielerischen Leistung verdankte Hwasser, die am 28. Januar 1894 in Fiskebäckskil starb, dass sie ihre Rollen in einer relativ modernen Form präsentieren konnte und, vor allem während der letzten zehn Jahre ihrer Karriere, nicht die ursprüngliche, klassische Schauspielkunst wahren musste.


16. März 1596: Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf
16. März 1757: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel
16. März 1792: Mord auf dem Maskenball
16. März 1835: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum größten Verleger Schwedens
16. März 1846: Der schwedische Mathematiker Gösta Mittag-Leffler
16. März 1878: Schweden übergibt seine letzte Kolonie Saint-Barthélemy an Frankreich
16. März 1892: Die Kinderzeitschrift Kamratposten
16. März 1940: Selma Lagerlöf, christliche Literatur und Frauenbewegung
16. März 1957: Das Motel Gyllene Ratten in Stockholm
16. März 1968: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens
16. März 1970: Karl Gustav Ossiannilsson, nationalistisches Denken als Arbeiterliterat
16. März 1971: Der schwedische Stand-up Künstler Jakob Öqvist
16. März 1976: Die schwedische Radrennfahrerin Susanne Ljungskog

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 27. Januar 2014

Das Svenska Teatern in Stockholm

Als das Svenska Teatern am 27. Januar 1875 in Stockholm eingeweiht wurde, erhielt es erst den Namen Nya Teatern, der erst 1890 in Svenska Teatern (Schwedisches Theater) verwandelt wurde und in dieser Zeit als das Nationaltheater Schwedens betrachtet wurde. Das Theater gehörte Ende des 19. Jahrhunderts zu den modernsten Europas und hatte bereits eine Drehbühne installiert. Insgesamt konnten den Vorstellungen 1150 Zuschauer folgen, 450 mehr als vor der großen Bühne im Dramaten Platz finden, was einen Eindruck über die Größe des Hauses vermittelt.

Trotz der hohen Qualität der Aufführungen, dem guten Ruf und einem erstklassigen Ballett des Svenska Teatern, wechselte das Gebäude bis 1890, aus finanziellen Gründen, mehrmals die Besitzer und bekam erst nach einer Zwangsversteigerung, dem Namenswechsel und unter Albert Ranft, der das Gebäude im Jahre 1898 kaufte, seinen endgültigen Ruf, der bis heute erhalten blieb.

Finanziell war das Svenska Teatern allerdings auch bis zum 30. Juni 1925, als es bis auf den Grund abbrannte, kein Erfolg, denn Ranft sparte nicht an Kulissen und Dekor und noch weniger an internationalen Gastspielen und fest engagierten Schauspielern. Alle großen Stücke Ibsens hatten hier ihre schwedische Premiere und alle bedeutendsten Stücke Shakespeares wurden im Svenska Teatern aufgeführt. Auch wenn das Theater als solches nach dem Brand nicht mehr aufgebaut wurde, so konnte man dennoch einen großen Teil der Einrichtung, die wertvollen Gemälde und sämtliche Noten retten.


27. Januar 1880: Der schwedische Künstler Frank Heyman
27. Januar 1937: Fred Åkerström, ein schwedischer Troubadour 
27. Januar 1947: Björn Afzelius, Musik und politische Kritik 
27. Januar 1959: Der schwedische Politiker Göran Hägglund 
27. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood

Copyright: Herbert Kårlin

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