Montag, 16. Mai 2016

Der schwedische Karikaturist Edward Lindahl

Edward Lindahl wurde am 16. Mai 1907 als Sohn eines Bankdirektors in Malmö geboren. Noch vor seiner Hochschulreife verließ der spätere Karikaturist 1927 die Schule um in München unter Moritz Heyman Kunst zu studieren. Ein Jahr später unterbrach Lindahl auch dieses Studium und beschäftigte sich in Wien ein Jahr lang mit dem Zeichnen von Tieren. 1930 kehrte Lindahl zurück nach München und beendete dort auch sein Kunststudium. In diesen Jahren schickte Lindahl auch erste Karikaturen und Porträtzeichnungen an Söndags-Nisse Strix.

Söndagsnisse veröffentlichte die Zeichnungen von Edward Lindahl und, obwohl der Zeichner bald nach seiner Rückkehr nach Schweden auch als Buchillustrator, Holzschnitzer und Skulpteur zu arbeiten begann sowie in anderen Zeitungen und Zeitschriften mitarbeitete, sollte Lindahl Söndagsnisse bis 1941 mit Karikaturen versorgen und damit beitragen den Erfolg der humoristischen Zeitung zu stärken. Die Zusammenarbeit mit Söndagsnisse endete erst nach seiner Ehe und einem Vertrag als Zeitungszeichner bei Nya Dagliga Allehanda, die zwischen 1859 und 1944 in Stockholm erschien.

Als die Nya Dagliga Allehanda 1944 eingestellt wurde, gehörte Edward Lindahl zu den Mitgründern der Abendzeitung Expressen, die er bis zu seiner Pensionierung auch mit sehr kritischen politischen Karikaturen und Zeichnungen zu kulturellen Ereignissen versorgte. Auch wenn sich Lindahl, der sich deutlich als Gegner des Nationalsozialismus auszeichnete, auch als Natur- und Tierzeichner einen Namen machte, so lag seine Stärke in der Treffsicherheit seiner Karikaturen, die ihm einen Platz in der Elite der schwedischen Karikaturisten schaffte. In den 60er Jahren arbeitete Edward Lindahl, der am 13. Oktober 1986 starb, auch für Rörstrand und Gustavsberg. Wer sich für die Zeichnungen Lindahls interessiert, findet heute die größte Sammlung davon im Teckningsmuseet in Laholm.


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Copyright: Herbert Kårlin

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