Dienstag, 1. November 2011

Allerheiligen in Schweden

Die katholische Kirche führte Allerheiligen (Alla helgons dag), das jeweils am 1. November gefeiert wird, bereits im 8. Jahrhundert ein. Auch in Schweden war dieser Tag bis 1772 ein offizieller Feiertag, auch wenn hier der Tag mehr keltischen Ursprung hatte, wo man glaubte, dass am Ende des Sommers die Toten nach Hause zurückkehrten. Damit sie den Weg finden, wurden Feuer entfacht und später Lichter als Wegweiser angezündet, ein Brauchtum, das die katholische Kirche etwas abgewandelt dann übernommen hat.

Bei einer Reform der Feiertage im Jahre 1772 wurde in Schweden der Feiertag am 1. November abgeschafft und der „Alla helgons dag“ wurde auf den ersten Sonntag im November verlagert. Als dann im Jahre 1953 mehr Feiertage im Herbst geschaffen werden sollten, entschied sich das schwedische Parlament Allerheiligen auf den Samstag zwischen dem 31. Oktober und dem 6. November zu legen, da der Samstag damals noch ein normaler Arbeitstag war, andererseits aber keine „Brückentage“ entstehen konnten. Gleichzeitig wurde aus „Alla helgons dag“ der „Allhelgonadagen“.

Grablichter gab es in Schweden bis zu den 40er Jahren nicht, da die heidnischen Lichter nicht zu den Gräbern führten. Der Brauch der Grablichter wurde aus Italien importiert, was allerdings auch dazu führte, dass man die Gräber in Schweden auch zu Weihnachten mit Kerzen schmückte. Ab 1995 wurde der ursprüngliche „Alla helgons dag“ dann in Form von Halloween wieder in Schweden eingeführt, auch wenn dieser neue Brauch auf den Vorabend fällt und zu keinem neuen Feiertag führte.

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Copyright: Herbert Kårlin

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