Freitag, 25. November 2011

Gustav II. Adolf geht eine politische Ehe ein

Gustav II. Adolf (1594 - 1632), der in mehreren Hinsichten den Aufschwung und den Reichtum Schwedens vorbereitete, wurde auch bei der Wahl seiner Königin von den Staatsinteressen geleitet als er am 25. November 1620, ein Jahr bevor Göteborg die Stadtprivilegien von ihm erhielt, Maria Eleonora heiratete. Diese Ehe verband ihn mit dem Hause Brandenburg und öffnete ihm daher Wege nach Deutschland, die er für die aufstrebende Wirtschaft des Landes benötigte.

Noch als Prinz verliebte sich Gustav II. Adolf in die Hofdame Ebba Brahe, die er auch heiraten wollte, was ihm jedoch die Witwen-Königin Kristina nicht erlaubte, da Ebba ihr nicht erzogen genug war, dem zukünftigen König aber auch klar wurde, dass sie ihm nicht dabei helfen konnte Schweden zu einer Weltmacht zu machen. Im Jahre 1615 traf Gustav II. Adolf dann die verheiratete Margareta Slots mit der eine eine Liebesaffäre begann aus der ein Sohn hervorging, der allerdings erst zur Welt kam als der Ehemann Margaretas, Andries Sessander, im Kampf gefallen war. Gustav II. Adolf erkannte den Sohn an und verlieh Margareta Slots bedeutende Privilegien. Aber auch nach dem Tod ihres Mannes war eine Ehe mit Margareta aus politischen Gründen ausgeschlossen.

Erst als Gustav II. Adolf dann 1619 Maria Eleonora traf, hatte er die Partnerin gefunden, die ihm wichtige Türen öffnen konnte. Königin Maria Eleonora, die als die schönste Königin aller Zeiten beschrieben wird, verliebte sich indes wirklich in den König, den sie bis zum Exzess bewunderte. Da sie jedoch, selbst von ihrem Mann, als hysterisch, übersteigert gefühlsvoll und nicht gerade intelligent beschrieben wird, durfte sie nicht einmal an der Vormundschaftsregierung der zukünftigen Königin Kristina, der Tochter, die aus der Ehe mit Gustav II. Adolf hervorging, teil haben. Als sie 1636 nach Dänemark ging und sich begann bürgerlich zu kleiden, wurden Maria Eleonora alle Privilegien entzogen, inklusive die Erziehung ihrer Tochter Kristina.

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Copyright: Herbert Kårlin

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