Samstag, 26. November 2011

König Adolf Fredrik, ein Herrscher ohne Macht

Am 26. November 1751 wurde Adolf Fredrik in der Storkyrkan in Stockholm zum schwedischen König gekrönt, ein Herrscher dessen Geburtstag Anfang Mai 1710 liegt, aber mit drei verschiedenen Tagen angegeben wird. Adolf Fredrik kam ausschließlich auf Druck der russischen Zarin Elisabeth an die Macht, da Russland hoffte mit Adolf Fredrik seinen Einfluss in Schweden stärken zu können und mit dem neuen König einen zuverlässigen Partner zu finden, was sich später jedoch als Irrtum herausstellte.

Im Jahre 1744 verheiratete sich Adolf Fredrik, ebenfalls mit russischen Einfluss mit Lovisa Ulrika von Preußen, der Schwester Friedrich des Großen. Auch wenn Adolf Fredrik offiziell der Herrscher Schwedens war, so entschied nicht er, sondern Lovisa Ulrika über die zu führende Politik, nicht zuletzt auch, weil sie weitaus intelligenter und welterfahrener war als ihr Mann. Ihr Ziel war aus Schweden eine totalitäre Monarchie zu schaffen, weshalb sie auch, durch Bestechungen im Reichstag, die Bande zu Russland kappte und den König dazu brachte ein Bündnis mit Frankreich und Preußen einzugehen.

Die Intrigen und das Machtstreben der Königin führten, nach anfänglichen Erfolgen, jedoch dazu dass der König Adolf Fredrik vom Adel nahezu entmachtet wurde und von einem Konflikt in den nächsten geriet. Vor allem Ulrika Lovisas Drang nach absolutem Einfluss des Königshauses brachte zahlreiche einflussreiche Gruppen Schwedens gegen das Königspaar auf und legte zeitweise die gesamte Regierung des Landes lahm. Nach dem Reichstag 1755/56 musste der König seinem Rat einen Stempel mit seiner Unterschrift aushändigen, was einer Entmachtung gleichkam. Gleichzeitig wurde die Königin angeklagt die Kronjuwelen verpfändet zu haben um eine Revolution in Schweden zu organisieren. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Paar dann auch untersagt die Kronprinzen zu erziehen.

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Copyright: Herbert Kårlin

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