Dienstag, 29. November 2011

Das erste Telefongespräch von Stockholm nach New York

Bereits im Jahre 1880, nur vier Jahre nachdem Alexander Graham Bell die Erfindung des Telefons patentieren ließ, wurde in Stockholm die Stockholm Bell Telefonaktiebolag mit 100 Abonnenten innerhalb der zentralen Stadt gegründet. Und schon drei Jahre später, nachdem diese Gesellschaft in Allmänna Telefon AB umbenannt worden war, entstanden in ganz Schweden kleinere Telefongesellschaften, die, meist relativ lokal, ihre Dienste anboten. 1925 gab es dann in Stockholm mehr Telefone als in den europäischen Großstädten wie Berlin, London oder Paris, wo die neue Technik mit weitaus weniger Enthusiasmus aufgenommen worden war.

Im Jahre 1887 wurde in Stockholm dann eine Telefonstation geschaffen, wo auf einem 18 Meter hohen Turm 4000 Telefonleitungen Platz hatten, die sich dann vom Dach des Gebäudes aus über die ganze Stadt erstreckten. Diese weltgrößte Anlage bestand bis zum Jahre 1953. Da man sehr schnell feststellte, dass im Boden verlegte Leitungen eine größere Sicherheit boten, begann man in Schweden sehr schnell alle Leitungen unterirdisch zu verlegen, was 1923 auch zum ersten unterirdischen Langstreckenkabel von Stockholm nach Göteborg führte, der wirtschaftlich zweitwichtigsten Stadt Schwedens.

Allerdings dauerte es dann weitere vier Jahre bis dann am 29. November 1927 das erste Telefongespräch von Stockholm nach New York geführt werden konnte, was der Radiostation Grimeton bei Varberg mit seiner Funkverbindung sehr bald Konkurrenz machen sollte, da sich die Kabelverbindungen schnell über ganz Europa erstreckten. Dieses erste Gespräch per Telefon benötigte jedoch nach wie vor eine Übertragung per Funk, die wiederum über eine Vermittlung lief, denn erst das Atlantikkabel, das 1956 verlegt wurde, erlaubte auch die Direktwahl eines Partners in Amerika.

29. November 1937: Tom Trana, mit Volvo und einer neuen Kurventechnik zum Erfolg
29. November 1958: Der schwedische Sänger und Musiker Orup 

Copyright: Herbert Kårlin

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