Mittwoch, 23. November 2011

Die Skansen Kronan in Göteborg

Am 23. November 1904 wurde die Skansen Kronan, ein Teil der frühen Befestigungsanlage Göteborgs, ein militärhistorisches Museum mit Waffen und Uniformen, das die militärische Geschichte der Stadt dokumentieren sollte. Aus finanziellen Gründen wurde das Museum jedoch im Jahre 2004 geschlossen und die gesamte Sammlung wurde im Göteborger Stadtmuseum eingelagert, wo sie heute noch, versteckt von den Besuchern, vor sich hinschlummert. Anschließend wurde der Turm Skansen Kronan als Ganzes für die Öffentlichkeit geschlossen und in eine Konferenzanlage mit Restaurant umgewandelt, der nur in seiner Gesamtheit gemietet werden kann.


Der Verteidigungsturm Skansen Kronan wurde zwischen 1687 und 1689 auf einer Anhöhe gebaut von der aus man einen weiten Blick über die Ebene hatte und ersetzte damit einen Wall auf der Anhöhe, der seit 1641 als ausgelagerte Befestigung der Stadt galt. Noch bevor die Skansen Kronan erbaut wurde, wurden hinter dem Erdwallen bereits Kanonen installiert, die den Feind, der aus Dänemark erwartet wurde, zumindest vorübergehend aufhalten sollte. Seit 1935 steht der gesamte Turm mit seinem Nebengebäude unter Denkmalschutz.

Die Skansen Kronan besteht aus einem achteckigen Turm dessen Mauern sieben Meter dick sind, wobei der erste Stock mit Kanonen bestückt war und der vierte Stock für Soldaten mit Feuerwaffen vorgesehen war. Die restlichen Etagen waren als Lager und Wohnräume vorgesehen. Auf der Spitze des Daches wurde 1697 eine mit Gold verkleidete Holzkrone errichtet, die jedoch im Laufe der Jahrhunderte mehrmals erneuert werden musste und in der heute 14 Personen Platz finden können. Von der Skansen Kronan aus ging ein unterirdischer Gang bis zur Kaserne im Zentrum Göteborgs, der heute teilweise noch intakt ist und zu wenigen Gelegenheiten auch besucht werden kann.

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Copyright: Herbert Kårlin

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