Freitag, 12. Oktober 2012

Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandet

Am 12. Oktober 1948 starb Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandet (Weißen Bandes), in Stockholm, eine Frau, die seit dem Jahre 1884 für Abstinenz, das Wahlrecht der Frauen, den Frieden und gegen die gesetzlich geregelte Prostitution kämpfte. Emilie gehört zu jenen Frauen, die die Frauenbewegung Schwedens im 20. Jahrhundert maßgeblich beeinflusst haben. Sie kämpfte bis ins hohe Alter für ihre Ideale und konnte ihre Begeisterung auf tausende von Frauen übertragen.

Emilie Rathou, die 1862 ihren Namen Gustafsson in Rathou änderte, war am 8. Mai 1862 in Karlskrona geboren. Ab 1884, also gerade einmal mit 22 Jahren, begann sie sich ausschließlich für die Rechte der Frau einzusetzen, wobei sie in diesem Rahmen Schriften publizierte und in ganz Schweden Vorträge hielt. 1891 war sie bei einer Demonstration zum ersten Mai die erste Frau Schwedens, die öffentlich des Wahlrecht für Frauen forderte und 1893 war sie die einzige Frau, die im schwedischen Reichstag vertreten war.

Bis heute bekannt geblieben ist Emilie Rathou jedoch auf Grund ihrer Initiative Vita bandet (Weißes Band), das sie im Jahre 1900 zum Leben erweckte, eine Bewegung, die aus den USA nach Schweden gekommen war und ein weiblicher Kampf gegen den Alkoholismus der Männer war, wobei es im Ursprung gar nicht um die Abstinenz ging, sondern darum, dass die Männer den gesamten Lohn in den Kneipen ließen. Die Frauen zogen daher los, ein weißes Band um den Arm, um die Männer aus den Kneipen zu holen. Notfalls belagerten sie auch bei Gesang und Gebet die Kneipe bis sie schließen musste.


12. Oktober 1617: Gustav II. Adolf wird König von Schweden
12. Oktober 1831: Anders Gustaf Jönsson und die schwedische Abstinenzbewegung
12. Oktober 1908: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös 

Copyright: Herbert Kårlin

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