Sonntag, 14. Oktober 2012

Der Tag der Garnelenbrötchen in Schweden

Am 14. Oktober 2009 wurde in Schweden erstmals der Räkmackans dag, der Tag der Garnelenbrötchen, gefeiert. Genau genommen wurde dieser Tag gleichzeitig an den Flughäfen Arlanda in Stockholm und Landvetter in Göteborg ausgerufen, an den beiden Orten an denen am meisten Räkmackor verkauft und verspeist werden, wobei die Preise, je nach Größe und Inhalt, zwischen 50 Kronen in Tapasform bis zu etwa 200 Kronen für eine Luxusversion gehen.

Auf Arlanda werden jedes Jahr rund 260.000 Garnelenbrötchen verkauft und auf Landvetter nochmals über 100.000 des schwedischen Nationalgerichts. Man kann das Schnellgericht überall im Land finden und es wird zu jeder erdenklichen Angelegenheit gegessen. Garnelenbrötchen (Räkmackor) gehören zu Schweden wie Mittsommer, die Dalahästar oder Semmlor. Auf den schwedischen Flughäfen schlagen Räkmackor jeden Hamburger und jedes andere Angebot. Nur Kaffee geht noch öfter über die Theke als Garnelenbrötchen.

Mittlerweile wurden in ganz Schweden der Räkmackans dag, eigentlich mehr eine Garnelenwoche, ausgerufen, denn nicht nur an den beiden Flughäfen, sondern an zahlreichen anderen Stellen Schwedens versucht man mittlerweile eine ganze Woche lang die kulinarische Idee um Garnelenbrötchen kreisen zu lassen. Auch wenn man heute jede Variante an Räkmackor geboten bekommt, so gibt es offiziell nur ein einziges Gericht, das sich wirklich Garnelenbrötchen nennen darf. Ein echtes Garnelenbrötchen mit „schwedischem Label“ besteht aus Garnelen, Majonäse, Ei, Kaviar, Zitrone und einer dünnen Scheibe Roggenbrot. Alles andere sind Brot oder Brötchen mit Garnelen.


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Copyright: Herbert Kårlin

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