Dienstag, 4. Juni 2013

Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden

Maria Elisabeth Hesselblad wurde am 4. Juni 1870 in Fåglavik geboren und machte sich auf mehrere Weisen bemerkbar, da ihr Leben etwas eigene Wege ging und sie zu den sehr wenigen Schwedinnen gehört, die auf dem Wege sind von der katholischen Kirche heilig erklärt zu werden, nachdem Papst Johannes Paulus II. sie im Jahre 2000 bereits als selig erklärt hat, neben 1338 anderen Personen, denen der Papst während seiner Amtszeit die gleiche Ehre erwies und einen Rekord in der Geschichte der katholischen Kirche darstellt.

Maria Elisabeth Hesselblad emigrierte im Jahre 1870 während der großen Auswanderungswelle in die USA und begann dort als Krankenschwester zu arbeiten. Während dieser Arbeit kam sie in sehr engen Kontakt mit dem katholischen Glauben, den sie wenige Jahre später annahm. Im Jahre 1911 hatte Hesselblad dann eine Offenbarung von Gott, der sie damit beauftragte nach Rom zu gehen und den Birgittenorden, auch Erlöserorden genannt, zu gründen und damit die Geschichte der Heiligen Birgitta weiterzuführen.

Das Vorhaben von Maria Elisabeth Hesselblad war von Erfolg gekrönt und seit 1931 findet man in Rom, im Casa di Santa Brigida, den Sitz der Comunità delle Suore Brigidine, auch wenn der Papst den Orden erst am 2. Dezember 1940 offiziell zuließ. Die Zulassung wurde dabei sogar etwas beschleunigt, da sich Hesselblad während des Zweiten Weltkrieges in Rom dafür einsetzte verfolgten Juden zu helfen. Heute verfügt der Orden über rund 40 Klöster in den verschiedensten Ländern, unter anderem auch eines in Vadstena, dort wo einst die Heilige Birgitta bereits ein Kloster errichtet hatte.


4. Juni 1882: John Bauer und die Sagenwelt Schwedens 
4. Juni 1965: Wadköping, vom Traum zur Wirklichkeit

Copyright: Herbert Kårlin

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