Sonntag, 2. Juni 2013

Torben Andreas Grut, Schlösser und öffentliche Bauten

Auch wenn sehr viele Besucher Schwedens kaum etwas von dem am 2. Juni 1871 geborenen Architekten Torben Andreas Grut gehört haben, so gibt es kaum jemanden, der nicht schon vor einem seiner Gebäude stand oder auch eines von ihnen betrat, denn Grut war zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der bedeutendsten Architekten des Landes, der nahezu in jedem Teil Schwedens seine Spuren hinterlassen hat, denn der Architekt hatte sich auf öffentliche Bauten und Schlösser spezialisiert.

Seine Ausbildung zum Architekten machte Torben Andreas Grut erst an der Königlichen Technischen Hochschule in Stockholm, die er an der Kunstakademie in Kopenhagen vervollständigte. Selbständig wurde der Architekt, nach einigen Jahren praktischer Erfahrung in größeren Architekturbüros, ab 1899. Seine ersten Gebäude waren vor allem Villen und auch eine Tennishalle. Bereits 1903 sollte Grut dann jedoch einen Auftrag erhalten, der für ihn der Weg nach oben war, denn Königin Victoria beauftragte ihn damit die schlossähnliche Villa Solliden auf Öland zu bauen, die heutige Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie.

Da Torben Andreas Grut bei Solliden, auf Wunsch der Königin, zu einem italienischen Baustil griff, wurde der Architekt anschließend mit zahlreichen Bauten beauftragt, die das Gefühl des südlichen Landes nach Schweden bringen sollten. Grut baute daher anschließend Kirchen, herrschaftliche Güter, einige Schlösser, aber auch die Strengbergs Tabakfabrik und das Stadion in Stockholm. Eines seiner Meisterwerke findet man selbst im finnischen Helsinki (Helsingfors) wo er das schwedische Botschaftsgebäude in einen Barockbau des Tessin verwandelte und dabei der Fassade eine Ähnlichkeit mit der Nordseite des königlichen Schlosses in Stockholm verlieh.


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Copyright: Herbert Kårlin

Göteborger Flugschau 2013

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