Dienstag, 7. Januar 2014

Carl Boberg, Politiker, Schriftsteller und Prediger

Carl Boberg starb am 7. Januar 1940 im Alter von 80 Jahren in Kalmar gilt bis heute als einer der bedeutendsten Personen innerhalb der freikirchlichen Bewegung Schwedens, dessen konservative Ideen der Prediger sein Leben lang in Wort und Schrift vertrat. Auf Grund seiner strengen Einstellung zum Glauben und seinem Bekanntheitsgrad als Politiker war es ihm auch gelungen in jenen Häusern Zugang zu finden, die sich im allgemeinen negativ zu Freikirchen verhielten.

Carl Boberg wurde im Alter von 18 Jahren von der Erweckungsbewegung überzeugt, die sich um diese Zeit in seinem Heimatort Kalmar ausbreitete. Nur ein Jahr später gründete er dann dort eine Jugendversammlung zur Verbreitung seines Glaubens und durch Kurse in der Missionsschule schuf er sich die Grundlage für sein gesamtes religiöses Wirken. Ab 1882 war Boberg als Prediger tätig und begann seine Ideen zusätzlich in journalistischen Beiträgen in Stockholm zu verbreiten, wobei er hierbei Religion, gesellschaftliche Probleme und Politik verband so dass seine Artikel auch in nicht religiösen Zeitungen veröffentlicht wurden.

Ab 1889 wurde Carl Boberg Redakteur der konservativen Wochenzeitung Sanningsvittnen, eine Tätigkeit auf die er sich vor allem im Selbststudium vorbereitet hatte. Diese Tätigkeit ermöglichte es ihm auch im gleichen Verlag seine zahlreichen religiösen und politischen Schriften und Gedichte in einer Art Selbstverlag zu veröffentlichen. Da Boberg nicht nur schreiben konnte, sondern auch die religiöse Haltung jener Epoche sehr deutlich auszudrücken vermochte, erreichten seine Veröffentlichungen sehr respektable Auflagen. Der Schriftsteller und Prediger wurde, wegen seiner starken Ausdruckskraft, auch bald als Prediger in der Staatskirche eingeladen, was nur sehr wenigen Anhängern der Freikirche gelang. Drei seiner Psalmen sind noch heute in den Psalmbüchern der Svenska Kyrkan zu finden, darunter sein Werk O store Gud.


7. Januar 1685: Jonas Alströmer bringt die Kartoffel nach Schweden
7. Januar 1876: Die schwedische Künstlerin Anna Sahlström
7. Januar 1926: Die Thielska Galleriet, ein Kunstmuseum in Stockholm 
7. Januar 1945: Yrsa Stenius und die Grenzen der linken Manipulation 
7. Januar 1949: Elin Wägner, eine Kämpferin für die Rechte der Frauen 
7. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood

Copyright: Herbert Kårlin

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