Mittwoch, 22. Januar 2014

Birger Furugård, der schwedische Politiker mit Hakenkreuz

Birger Furugård war am 8. Dezember 1887 unter dem Namen Birger Lundin im Värmland geboren worden und erklärte später, dass er dort bereits als Kind die Probleme der Bauern und Arbeitern aus nächster Nähe gesehen habe und diese auch verstand, was ihn später auf seine politische Bahn brachte. Inwieweit diese Aussagen zutreffen, kann niemand sagen, denn tatsächlich wuchs Furugård mit seinen beiden Brüdern in der Bürgerschicht auf, was dem damaligen Birger Lundin auch ermöglichte, mit entsprechender Bildung, sich im Herbst 1911 an der Universität Uppsala einzuschreiben.

In Uppsala kam Birger Furugård in Berührung mit dem sozialistischen Gedanken, wobei er sich jedoch vor allem für den nationalen Sozialismus und das nordische Denken, aufbauend auf die nordische Mythologie, interessierte. Sehr früh in den 20er Jahren hatte Furugård intensive Kenntnisse von der Bewegung Adolf Hitlers, der eine Nationalsozialistische Partei schaffen wollte, die sich sowohl gegen den Marxismus als auch den Kapitalismus stellen sollte. Ab 1922 pflegte Furugård dann enge Kontakte zu Anhängern der Rassentheorie und der deutschen nationalsozialistischen Bewegung und am 12. August 1924 veröffentlichten die drei Brüder Lundin einen Aufruf zur Gründung eines schwedischen nationalsozialistischen Freiheitsbundes.

Nach Gründung der Partei wechselte ihr Name mehrmals, bis man sich 1931 endgültig in Svenska Nationalsocialistiska Partiet umbenannte und dabei auch das Symbol des Hakenkreuzes benutzte. Nur ein Jahr später war die Partei so bekannt geworden, dass sich am 22. Januar 1932 rund 6000 Personen beim ersten Treffen der Partei einfanden, die Birger Furugård hören wollten. Einen gewissen Erfolg konnte die Partei bei den Reichstagswahlen im gleichen Jahr jedoch nicht erreichen, denn in der Hochburg Göteborg kam die Partei auf 5,7 Prozent, gefolgt vom Värmland mit lediglich 2,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Furugård setzte dann auf die Wahlen im Jahr 1936, aber da sich in diesem Jahr mehrere rechte Gruppen präsentierten, war diese Wahl ein Desaster, das dazu führte, dass sich Birger Furugard anschließend ganz aus der offiziellen Politik zurückzog.


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Copyright: Herbert Kårlin

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