Donnerstag, 2. Januar 2014

Der Bischof und Sprachforscher Carl Gustaf Nordin

Carl Gustaf Nordin wurde am 2. Januar 1749 in Stockholm als Sohn eines Priesters geboren, was für seinen Werdegang von grundsätzlicher Bedeutung war, da er dadurch über die Einflüsse seines Vaters verfügte und durch diesen auch eine höhere Bildung erhielt, die es Nordin ermöglichte ab 1763, also im Alter von 14 Jahren, die Universität in Uppsala zu besuchen. Zehn Jahre später wurde Nordin Magister in Philosophie und gleichzeitig als Schreiber an der Universitätsbibliothek beschäftigt.

Während seines Studiums beschäftigte sich Carl Gustaf Nordin vor allem mit der alten nordische Geschichte, was sich allerdings zu Beginn als Fehler für seine Entwicklung herausstellte, da er dadurch als Lektor an das Gymnasium in Härnösand kam, das von extrem konservativer Einstellung Lehrern ohne Priesterweihe jeden Einfluss untersagte. Nur seine Beziehungen und seine absolute Unterstützung und Verherrlichung der Königsmacht verhalfen Nordin dann dazu Härnösand wieder zu verlassen und wissenschaftlich in Stockholm aktiv zu werden.

Als Carl Gustaf Nordin 1782 Härnösand verließ, nachdem er zuvor noch das theologische Examen machte, begann er mit Hilfe von Gustav III. ein monumentales Geschichtswerk mit dem Schwerpunkt Mittelalter zu schreiben, das er jedoch nie beendete, da sich Nordin mehr und mehr politisch betätigte um den König zu stützen, den er über alle Massen bewunderte, eine Tätigkeit, der er auch seine Wahl in den Priesterstand im Jahre 1786 verdankte. Es war daher nahezu selbstverständlich, dass er vom König auch in die Svenska Akademien berufen wurde, der dort eine Unterstützung seiner Ideen suchte. Auch wenn Nordins geschichtliche Vorstellung von heutiger Warte aus Uns
inn war, so leistete er, insbesondere in der Zeit nach dem Mord an Gustav III., als er aus Stockholm verbannt wurde, einige erstaunliche Leistungen, denn er setzte sich für die allgemeine Schulbildung ein, übersetzte die Bibel ins Samische, gründete in Härnösand die erste Druckerei und führte das wissenschaftliche Arbeiten vom blinden Glauben zu einem kritischen Denken.

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Copyright: Herbert Kårlin

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