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Mittwoch, 26. April 2017

Der schwedische Komponist Erland von Koch

Erland von Koch kam am 26. April 1910 als Sohn eines Komponisten und einer Künstlerin in Stockholm zur Welt, verlor jedoch seinen Vater bereits im Alter von neun Jahren an der Spanischen Grippe, so dass er nur von der Mutter erzogen wurde. Seine Ausbildung als Musiker begann von Koch am Konservatorium in Stockholm, wo er 1935 das Examen als Organist und Kantor ablegte. Anschließend ging von Koch nach Berlin um dort Komposition, Dirigieren und Piano zu erlernen, ein Studium, das er letztendlich noch in Paris komplementierte.

Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Erland von Koch als Musiklehrer an der Karl Wohlfarts Musikschule und begann insbesondere Filmmusik zu schreiben, die man in den frühen Filmen Ingmar Bergmans hören kann. Im Jahr 1952 wurde von Koch an der Musikhochschule in Stockholm angestellt, wo er 1968 auch zum Professor ernannt wurde. Parallel hierzu arbeitete von Koch auch sehr viel für den staatlichen schwedischen Rundfunk und arbeitete, unter anderem, auch an seinen insgesamt sechs Symphonien und seinen zwölf Konzerten, die jedoch außerhalb Skandinaviens nur vereinzelt aufgeführt wurden.

Dass Erland von Koch, der am 31. Januar 2009 starb, vor allem in Schweden Erfolg hatte, lag natürlich an seinen Kompositionen, denn einerseits verzichtete von Koch auf jede moderne musikalische Strömung und behielt einen klaren, einfachen Stil, zum anderen waren seine Werke sehr stark vom nordischen Volksglauben beeinflusst, der wiederum vom Rhythmus dominiert ist, nicht von der Melodie. Die Kompositionen von Kochs sind daher eine Mischung aus klassischer Musik und Volksmelodien, die der Künstler zu einer Einheit verschmelzen lässt. Von Koch lässt sich auch etwas schwierig in die Linie der nordischen Komponisten einordnen, da er, neben Filmmusik, auch Ballettmusik, Kammermusik und Psalmen schrieb, also religiöse Choräle.


26. April 1686: Graf Magnus Gabriel De la Gardie, Dichter und Reichskanzler
26. April 1824: Der Theologe und Schriftsteller Otto Myrberg
26. April 1891: Der Folkets Park in Malmö
26. April 1893: Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten) 
26. April 1893: Axel Krook, der Meinungsmacher des 19. Jahrhunderts
26. April 1946: Die anarchistische Künstlerin Lena Svedberg
26. April 1998: Sven Olov Lindholm, der Verehrer Hitler
Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 7. Januar 2017

Der schwedische Komponist Johan Lindegren

Johan Lindegren wurde am 7. Januar 1842 mit dem Vornamen Johannes als Sohn eines Landwirtes in Ullared geboren und zeigte sehr früh eine hohe musikalische Begabung. Diese Begabung führte dazu dass er von einem Priester der Gemeinde Orgel spielen lernte. Dem Priester Törnblum gelang es auch den Widerstand des Vaters zu brechen um den Jungen in Skällinge zum Organisten ausbilden zu lassen. Mit 18 Jahren entschied sich Lindegren dann seine musikalische Ausbildung am Konservatorium mit Piano, Violine und Musiktheorie zu vervollständigen.

Neben seinem Musikstudium lernte Johan Lindegren noch mehrere Fremdsprachen und wurde Chorsänger an der Stockholmer Oper. Auf Grund seiner Herkunft war Lindegren zudem dazu gezwungen Musikunterricht zu erteilen, was ihm jedoch auch die Erfahrung brachte, die später dazu führte dass der Komponist einige der heute bekanntesten Musiker des Landes als Schüler hatte. Als Lehrer, unter anderem am Stockholmer Konservatorium, soll Lindegren allerdings extrem fordernd gewesen sein und nicht die kleinste Nachlässigkeit toleriert haben, was ihm jedoch nie zum Schaden gereichte, da Lindegren gleichzeitig in der Lage war mit seinem Wissen und seinen Erklärungen die Musik zu neuen Höhen zu führen und seine Schüler zu begeistern.

Als die größte Leistung von Johan Lindegren, der am 8. Juni 1908 in Stockholm starb, kann die Reform der liturgischen Musik gesehen werden, denn es gelang ihm, vor allem mit seinen eigenen Kompositionen, der Kirchenmusik eine neue Richtung zu geben, die Psalmen mehr rhythmisch zu gestalten und selbst den Chorälen mehr Kraft und Freude zu geben. 1895 gehörte Lindegren auch zu jener kleinen Gruppe, die die Aufgabe hatte die musikalische Form der Hochmessen auszuarbeiten. Das wichtigste Werk Lindegrens, das bis heute seine Bedeutung erhalten hat, ist eine Sammlung von 400 Chorälen, die er gleichzeitig in ihrer ursprünglichen Form als auch einer rhythmischen Bearbeitung gegenüberstellte. Leider sind im aktuellen Psalmbuch Schwedens keine Werke Lindegrens mehr enthalten.


7. Januar 1685: Jonas Alströmer bringt die Kartoffel nach Schweden 
7. Januar 1770: Carl Gustaf Tessin, Kunstsammler und Politiker
7. Januar 1876: Die schwedische Künstlerin Anna Sahlström
7. Januar 1926: Die Thielska Galleriet, ein Kunstmuseum in Stockholm 
7. Januar 1940: Carl Boberg, Politiker, Schriftsteller und Prediger 
7. Januar 1945: Yrsa Stenius und die Grenzen der linken Manipulation
7. Januar 1945: Salz wird in Schweden als Mangelware rationalisiert
7. Januar 1949: Elin Wägner, eine Kämpferin für die Rechte der Frauen 
7. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. November 2016

Der schwedische Mathematiker Olof Forssell

Als Olof Forssell am 9. November 1838 in Östervåla im Västmanland starb, hatte er als Priester, als Professor und auch als Politiker seine Spuren hinterlassen und zahlreiche Werke zu verschiedenen Themen hinterlassen. Wirklich bedeutend sind jedoch seine Lehrwerke in Mathematik, die über Jahrzehnte hinweg als Standardwerke in Schweden und Finnland galten, da sie komplett und zudem verständlich waren. Noch heute spielt Forssell auch in der Kirchengeschichte eine gewisse Rolle, denn einer seiner Psalmen wurde noch 1986 in die Psalmbücher Schwedens aufgenommen und ist gläubigen Schweden ein fester Begriff.

Olof Forssell war am 22. September 1762 als Sohn eines Priesters in Järvsö im Hälsingland zur Welt gekommen, hatte jedoch das Pech dass sein Vater starb als der junge Forssell gerade einmal elf Jahre alt war. Da die Mutter über keinerlei Vermögen verfügte, musste sich Forssell bereits ab diesem Alter zum Teil selbst versorgen. Die Zeit im Gymnasium in Gävle und sein Studium an der Universiät Uppsala musste er sogar ohne jede familiäre Hilfe finanzieren, was teilweise auch erklärt warum Forssell erst nach elf Jahren an der Universität seinen Magister machte, dem er 1790 auch noch ein Doktorat in Astronomie anschloss.

Bereits während seines Studiums in Uppsala hatte sich Olof Forssell den fortschrittlichen Gruppen der Studenten angeschlossen, die geradezu als Revolutionäre galten, da sie, unter anderem, die uneingeschränkte Pressefreiheit forderten. In diesem Sinne setzte sich Forssell auch später in seiner Eigenschaft als Vertreter der Priester im Reichstag und als Professor ein, wenn auch nur mit geringem Erfolg, denn seine Ideen zur Ausbildungsreform traten erst Jahrzehnte nach seiner Forderung ein und auch in der Geldpolitik zeigte sich erst nach seinem Tod die Notwendigkeit einer Änderung. Dies ist auch einer der Gründe warum Forssell bis heute nicht als Philosoph und Erneuerer Schwedens, sondern als Mathematiker gewürdigt wird, denn seine Lehrbücher wurden bereits ab 1812 verwendet.


9. November 1603: Karl IX. gründet einen Vorläufer von Göteborg
9. November 1876: Farbenblinder Lokführer veranlasst neues Gesetz
9. November 1934: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident
9. November 1976: Der schwedische Multikünstler Öyvind Fahlström
9. November 1986: Die schwedische Sängerin Linnea Henriksson 
9. November 2004: Stieg Larsson, der Erfolg kam nach seinem Tod

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 1. März 2016

Die Lehrerin und Schriftstellerin Charlotte Lindholm

Charlotte Lindholm wurde am 1. März 1836 in Furingstad im Östergötland geboren. Da ihre Mutter bei der Geburt gerade einmal 17 Jahre alt war, als Magd arbeitete und der Vater offiziell unbekannt war, kam das Mädchen als Pflegekind zum Fabrikanten Adolf Lindholm, der dem Mädchen auch seinen Familiennamen gab, was für Lindholm zu einem sozialen Aufstieg verhalf, denn Lindholm bot dem Mädchen auch Bildung, was in jener Zeit vor allem bürgerlichen Kindern vorbehalten war.

Sehr früh entschied sich Charlotte Lindholm dafür sich zur Volksschullehrerin auszubilden, einem der wenigen Berufe, die einer Frau in jener Epoche eine gewisse Selbständigkeit erlaubten und ihnen ermöglichte sich selbst zu versorgen. Nach ihrer Ausbildung arbeitete Lindholm ab 1860 in der höheren Mädchenschule in Norrköping, anschließend an der Volksschule in Göteborg und schließlich zog sie nach Stockholm und wurde 1876 Lehrerin am Nördlichen Arbeitsgefängnis für Frauen. Hier hatte sie vor allem die Aufgabe den oft jungen Frauen so viel Bildung zu vermitteln damit diese nach ihrer Entlassung eine Arbeitsstelle finden konnten.

Auch wenn sehr wenig über Charlotte Lindholm bekannt ist, so muss diese den Unterricht als Berufung gesehen haben, denn bereits 1872 erschien auch ihr christliches Gesangsbuch Sånger af Nanny, das vor allem für die Sonntagsschulen gedacht war und 56 verschiedene Lieder und Psalmen enthielt. Ihr Psalm Ett litet fattigt barn jag är wurde 1872 mit dem Vermerk veröffentlicht dass der Autor unbekannt sei und erst 65 Jahre später wurde ihr Name unter das Werk geschrieben. 1877 erschien das nächste Buch Lindholms unter dem Titel Hvilostunder, das ebenfalls mehrere Psalmen enthielt. Noch heute ist Lindholm kaum als Schriftstellerin bekannt, auch wenn mehrere ihrer Psalmen von den Baptisten übernommen wurden.


1. März 1593: Die Kirchen-Versammlung (Kyrkomöte) von Uppsala
1. März 1638: Die erste schwedische Kolonie in Amerika
1. März 1879: Der schwedische Künstler Johan Albin Johansson
1. März 1884: Der schwedische Schauspieler Harry Bergvall
1. März 1900: Ernst Alm, der Sieger des ersten Wasalaufs im Jahre 1922
1. März 1914: Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg
1. März 1929: Eine Straßenbahn, die mit Benzin fährt
1. März 1937: Lebenslängliche Haft für den Spion Stig Bergling

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 26. Dezember 2015

Der schwedische Schriftsteller Samuel Johan Hedborn

Als Samuel Johan Hedborn am 26. Dezember 1849 im Alter von 66 Jahren auf dem Kirchhof in Askeryd im Småland starb, galt er als einer der bedeutendsten Psalmdichter seiner Zeit. Hedborn war von 1820 bis zu seinem Tod Priester in Askeryd und hatte daher mehrmals seine Aufstiegschancen verpasst, denn noch 1815 war er außerordentlicher Hofprediger in Uppsala und Stockholm gewesen und in seinen frühen Jahren verkehrte er in den bedeutendsten literarischen Kreisen Schwedens und hatte, selbst in den Augen von Per Daniel Amadeus Atterbom eine Karriere als Schriftsteller vor sich.

Samuel Johan Hedborn war kam am 14. Oktober 1783 als Sohn eines Grenadiers in sehr ärmlichen Verhältnissen in Kolstad im Östergötland zur Welt. Allerdings empfand Hedborn die Armut nicht als Belastung,sondern er beschrieb später seine Kindheit als Idylle, geprägt von Traditionen, Volksweisen und Volksmusik. Da Hedbom bereits sehr früh als sehr intelligent betrachtet wurde, musste er nicht das übliche harte Leben auf dem Lande führen, sondern durfte die Schule besuchen, die ihn, wie nahezu alle anderen intelligenten armen Kinder jener Zeit, bis zum Priester führen sollte. Als er mit 15 in die Kathedralschule in Linköping kam, wurde ihm dies dadurch ermöglicht indem ihn einer seiner Lehrer bei sich aufnahm, der junge Hedborn daher weder für Essen noch Unterkunft bezahlen musste. In dieser Schule lernte er auch Atterbom kennen was sich zu einer lebenslangen Freundschaft entwickeln sollte.

Im Jahre 1806 schrieb sich Samuel Johan Hedborn an der Universität Uppsala ein, die er jedoch drei Jahre später aus Geldmangel, jedoch mit Priesterweihe, wieder verlassen musste. Auch in den wenigen Jahren an der Universität musste Hedborn immer wieder als Privatlehrer arbeiten um seine Studien fortsetzen zu können. In Uppsala gründete Hedborn, gemeinsam mit Atterbom und einigen anderen Studenten den Verein Musis Amici, der wenig später zum literarischen Verband Auroraförbundet wurde. In dieser Zeit schrieb Hedborn zahlreiche Gedichte und plante eine literarische Zukunft. Nach dem Hedborn die Universität Uppsala verlassen musste, folgte eine mehrjährige Phase an Depressionen, der er 1814 entkam, einer Zeit in der er sich immer mehr der Religion zuwandte und von Gedichten auf Psalmen  überging.


26. Dezember 1302: Valdemar Birgersson, der liebestolle König Schwedens
26. Dezember 1302: Valdemar Birgersson, der Frauenheld unter den Königen
26. Dezember 1795: Johan Albrecht Pripp und die legendären Pripps Brauereien
26. Dezember 1925: Die Uppståndelsekapellet im Stockholmer Waldfriedhof
26. Dezember 1965: Der Film Att angöra en brygga von Hasse und Tage

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 31. August 2015

Der finnlandschwedische Dichter Jacob Frese

Jacob Frese starb am 31. August 1729 im Alter von 39 Jahren in Stockholm, vermutlich an einer Lungenentzündung, da sich eine Erkältung auf Grund seiner permanenten Kränklichkeit sehr stark auswirkte. Frese ging in die Nachwelt als einer der bedeutendsten religiösen Naturdichter des 18. Jahrhunderts in die nordische Literaturgeschichte ein, wobei er zu den wenigen Dichtern seiner Zeit gehört, die weder Beziehungen hatten, noch Ersparnisse und zudem unverheiratet waren, was ihm bisweilen als Manko ausgelegt wurde, aber Frese hätte auch keine Familie ernähren können, denn sein Einkommen ging an die Herausgabe seiner Werke.

Jacob Frese war 1690 als Sohn eines Kaufmanns in Viborg, im heutigen Russland, geboren worden und schrieb sich 1703 an der Königlichen Akademie in Åbo (Turku) als Student ein, wobei in dieser Zeit auch seine ersten Gedichte entstanden. Sieben Jahre später und nach Abschluss seines grundlegenden Studiums, wurde Viborg von Russland eingenommen und Frese floh nach Stockholm. In der schwedischen Hauptstadt fand der 20-jährige eine Anstellung in der königlichen Kanzlei, eine Aufgabe, die es ihm auch ermöglichte sich als Dichter zu betätigen. Als man am 28. Januar 1715 die Rückkehr von König Karl XII. aus Stralsund feierte, wurde der junge Frese zum Festskalden ernannt und er verfasste daher auch das Willkommensgedicht für den König. Dieser Tag gilt als der erste und sehr erfolgreiche erste öffentliche Auftritt Freses als Dichter.

Jacob Frese zeigte in seiner Dichtkunst eine sehr große Breite und fand nach einigen Jahren auch einen eigenen Stil, was um diese Zeit innerhalb der Literaturgeschichte relativ selten war, da überall Normen angesetzt wurden. Frese, der auch sehr viele Psalmen schrieb und reichlich in den Psalmbüchern jener Zeit vertreten war, gelang es trotz dieser Psalmen nicht wirklich anerkannt zu werden, was manche Literaturforscher damit erklären, dass der im damaligen Finnland sehr starke Pietismus, dem auch Frese folgte, ein Hindernis war. In den Gedichten Freses spürt man jedoch nicht nur die Religiosität und die Natur, sondern auch seinen Gedanken, dass der Frieden für das Wohlbefinden aller Menschen eine Notwendigkeit sei, was den Dichter, zumindest in gewisser Weise, zu einem Vorreiter der Friedensbewegung macht.


31. August 1853: Die schwedische Prinzessin Amalia
31. August 1897: Kvarnholmen, die historische Mühle Tre Kronor in Nacka
31. August 1939: Die Sandöbron schafft eine Landverbindung nach Haparanda
31. August 1987: Björnes magasin, ein Teddybär erobert schwedische Kinder
31. August 2008: Lotta Engberg und die Fernsehlotterie Bingolotto

Copyright: Herbert Kårlin

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Freitag, 28. August 2015

Der finnlandschwedische Dichter Jacob Tegengren

Jacob Tegengren kam am 28. August 1875 in Vasa, dem heute finnischen Vaasa, zur Welt, legte im Jahre 1896 seine Hochschulreife ab und wurde drei Jahre später Agronom. Da er jedoch in diesem Bereich nicht arbeiten wollte, studierte er anschließend noch in Dänemark und Schweden Volkshochschulökonomie um zwischen 1910 und 1915 die Volkshochschule in Närpes (finnisch Närpiö) zu leiten. Anschließend wechselte Tegengren jedoch erneut seinen Beruf und wurde Bankdirektor im finnischen Vörå, an der Küste in Österbotten, eine Arbeitsstelle, die er bis 1945 einnahm.

Jacob Tegengren war in seiner Freizeit auch als Archäologe und als Ornithologe aktiv war, sowohl in Finnland als auch in Schweden, auch wenn dies heute weniger bekannt ist. Die literarische Aktivität von Tegengren reicht bis zum Jahr 1900 zurück, als er mit seiner Gedichtsammlung Dikter an die Öffentlichkeit trat. Als Inspirationsquelle für einige der darin enthaltenen Gedichte gilt seine große Liebe Else Nyman, die er nur zwei Jahre später heiratete. Wie alle Werke des Dichters, so zeugt auch seine frühe Poesie bereits von einem starken Glauben, denn die die Bibel war immer die wichtigste Quelle Tegengrens, ein Leitfaden, den man sowohl in seinen Gedichten, als auch seinen Novellen und Psalmen deutlich verfolgen kann.

Jacob Tegengren, der am 25. November 1956 starb, wurde bereits zu Lebenszeiten als nordischer Dichter bezeichnet, da er in Schweden und Finnland gleichermaßen bekannt war, nicht zuletzt auch auf Grund der Anwendung der schwedischen Sprache, was sich daraus erklärt, dass sein Vater aus Schweden stammte und die Mutter aus Schottland. Tegengren, der mit mehreren Psalmen im schwedischen Psalmenbuch vertreten ist, veröffentlichte im Laufe der Jahre 15 Lyrikbände, einige Prosawerke und seine gesammelten Reden. Auch wenn Tegengren zu Beginn des 20. Jahrhunderts als der größte Dichter Österbottens bezeichnet wurde, so gelang es ihm nie den nordischen literarischen Kreis zu verlassen, vermutlich, weil ihm die Originalität eines Dichters fehlte.


28. August 1649: Die Kattan sinkt auf der Fahrt nach Nya Sverige
28. August 1653: Der unvergessene Bischof Jesper Swedberg
28. August 1740: Johan Tobias Sergel, Ritter des Vasaorden
28. August 1882: Gustaf Hellström und das gesellschaftliche Leben in Kristianstad
28. August 2010: Jan Guillou hilft dem Kriminellen Keith Cederholm
28. August 2010: Die Botniabanan wird in Nordschweden eingeweiht

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 22. Juli 2015

Die Schriftstellerin und Pädagogin Elisabet Ehrenborg

Elisabet Ehrenborg, die sich, nach ihrer Ehe, privat immer Betty Posse nannte und als Schriftstellerin Betty Ehrenborg blieb, kam am 22. Juli 1818 auf dem elterlichen Gut Råbäck in Westschweden zur Welt, erhielt eine relativ gute Ausbildung und wurde vor allem von ihrem Bruder beeinflusst, auch wenn die mystische Neigung der Mutter ebenfalls eine gewisse Rolle spielte. Entscheidend für ihre parallele Rolle als Pädagogin und Schriftstellerin waren jedoch die beiden Aufenthalte und die Studien Ehrenborgs in London.

Als Betty Ehrenborg 1853 von einem zweijährigen Studium an der British and foreign school in London nach Schweden zurückkehrte, wurde sie in der Diakonissenanstalt in Stockholm als Lehrerin angestellt. Nur zwei Jahre später gründete die Pädagogin dann im Bårs bruk eine Schule, 1855 eine Schule in Lindesberg und 1956 wurde Ehrenborg dann der Vorstand des Lehrerseminars in Stockholm und damit für die Ausbildung sehr vieler freidenkender Frauen jener Epoche verantwortlich.

Parallel zu ihrer pädagogischen Tätigkeit begann Betty Ehrenborg 1853 auch für die Zeitschrift Väktaren zu arbeiten, nachdem die junge Frau bereits in ihrer Jugend begonnen hatte Gedichte in einem Art Wettbewerb mit Thekla Knös zu schreiben, die sich gegenseitig in dieser Aktivität unterstützten. Mehrere Psalmen der Schriftstellerin wurden auch in den verschiedenen Psalmbüchern aufgenommen, wobei sie jedoch ihren größten Erfolg mit den drei Bänden Andeliga sånger för barn hatte, die zwischen 1852 und 1856 erschienen und Kindern das christliche Denken näher brachte.

Copyright: Herbert Kårlin

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Donnerstag, 23. April 2015

Der religiöse Dichter Anders Frostenson

Anders Frostenson kam am 23. April 1906 als ältester Sohn eines Landwirts in Loshult in Skåne zur Welt. Sehr früh zeigte sich, dass Frostenson nicht den Spuren seines Vaters folgen wollte, denn er studierte erst Sprachen, Literaturwissenschaft und Theologie an der Universität Lund und machte dort anschließend noch eine Kandidatur in Englisch, slawischen Sprachen und Philosophie, bevor er sich dazu entschied die Laufbahn eines Priesters zu ergreifen. Im Alter von 26 Jahren wurde Frostenson dann zum Priester geweiht und er begann in der Gustav Vasa Versammlung in Stockholm zu arbeiten. Nur wenige Jahre später kam er zur Versammlung Lovö, der er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1971 treu blieb.

Noch bevor Anders Frostenson die Laufbahn eines Priesters einschlug, hatte er bereits einen Gedichtband veröffentlicht und einige Kurzfilme über schwedische Dichter produziert, unter anderem über Nils Ferlin und Sven Lidman. Es war daher nahezu logisch, dass Frostenson sich als Priester dann dem Schreiben von Psalmen zuwandte. Da er jedoch leicht zu singende poetische Psalmen schrieb, stieß er nach der Veröffentlichung einiger seiner Werke im Psalmenbuch des Jahres 1937 auf eine beißende Kritik von Seiten der konservativen Priester des Landes, die einer Erneuerung von Psalmen abweisend gegenüberstanden. Frostenson nahm sich diese Kritik sehr zur Herzen und schrieb daraufhin zehn Jahre lang keinen Psalm mehr.

Als Anders Frostenson dann erneut Psalmen schrieb, so blieb er, trotz der Kritik, bei einem vereinfachten Stil, was nun jedoch besser toleriert wurde, zumal die Gläubigen sehr positiv auf die neuen Psalmen reagierten. Das Ergebnis kann man vor allem daran erkennen, dass man im Psalmenbuch des Jahres 1986 insgesamt 146 Werke Frostensons findet, teilweise Originale, aber auch Übersetzungen und Bearbeitung alter Psalmen. Auch im Psalmenbuch des Weltrates der Kirchen stammen sechs von den acht dort repräsentierten Psalmen Schwedens von Anders Frostenson. Als der Priester am 4. Februar 2006 im Alter von 99 Jahren starb, war er der einzige Priester Schwedens bei dem der damalige Erzbischof persönlich das Begräbnis übernahm um die Leistungen des Priesters zu würdigen.


23. April 1800: Carl Israel Hallman und die schwedische Opéra Comique
23. April 1847: Erik Gustaf Geijer, der nationalistische Dichter Schwedens
23. April 1889: Die schwedische Prinzessin Eugénie
23. April 1889: Die Entstehung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens
23. April 1938: Anna Maria Roos, vom Schulbuch zum Drama und zum Kinderbuch
23. April 1941: Karin Boye und die Zerbrechlichkeit einer Schriftstellerin
23. April 1942: Das nordische Folkbåt (Volksboot) läuft vom Stapel
23. April 1947: Christer Pettersson wird wegen Olof Palme Mord festgenommen
23. April 1967: Musik, Vergnügen und Essen im Stockholmer Nalen

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 12. Februar 2015

Der Psalmenverfasser Laurentius Petri Gothus

Laurentius Petri Gothus ging nach seinem Tod in Uppsala am 12. Februar 1579, neben Olaus Petri, als einer der bedeutendste Psalmdichter und Erneuerer der schwedischen Kirche in die schwedische Geschichte ein, zumal er sich erst im Laufe der Jahre immer mehr vom früheren Katholizismus entfernte und daher für die Bevölkerung glaubwürdig wirkte. Eine wichtige Rolle hierbei spielte sicher auch, dass der Theologe einen bedeutenden Einfluss bei der Herausgabe der Psalmbücher der Jahre 1567 und 1572 hatte und dabei auch sehr aktiver als Autor von Psalmen auftrat.

Laurentius Petri Gothus, der vermutlich 1529 zur Welt gekommen war, hatte das Glück Ericus Petri als Privatlehrer zu erhalten, der gleichzeitig Herzog Erik, den künftigen Erik XIV. unterrichtete, denn dadurch entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den beiden, was wiederum dazu führte, dass ihm der Herzog ab 1546 ein theologisches Studium in Wittenberg ermöglichte, das dieser 1558 mit einem Magister beendete. Nach seiner Rückkehr nach Schweden im Jahre 1961 war Herzog Erik bereits König geworden und machte seinen Günstling zum Hofprediger und bald darauf auch zum Professor an der Universität Uppsala.

Im Jahre 1574 ernannte der König Laurentius Petri Gothus zum Erzbischof, obwohl das Wahlkollegium zu einer anderen Entscheidung gekommen war, da der Theologe um diese Zeit noch stark von der katholischen Liturgie geprägt war, die er erst einige Jahre später vollkommen ablehnte. Mit dieser Entscheidung hoffte Erik XIV. sicherlich Schweden langsam zum katholischen Glauben zurückführen zu können, denn als sich Laurentius Petri Gothus 1578 eindeutig gegen den Papst aussprach und damit den protestantischen Glauben in Schweden festigte, entzog ihm der König sämtliche Gehälter und stürzte den Reformer in die Armut, was dessen Einfluss jedoch nur stärken konnte.


12. Februar 1771: Adolf Fredrik stirbt an einer Lebensmittelvergiftung 
12. Februar 1959: Die schwedische Sängerin Susanne Alfvengren
12. Februar 1972: Die schwedische Sängerin Sophie Zelmani

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 28. November 2014

Die Komponistin und Musikerin Gullan Bornemark

Gullan Bornemark kam am 28. November 1927 unter dem Namen Gunhild Bohlin in Härnösand zur Welt und war vom letzten öffentlichen Konzert Alice Tegnérs, das diese in Härnösand gab, so beeindruckt, dass sich selbst dafür entschied eine Karriere in der Musik zu suchen. Zuerst legte Bornemark an der Musikhochschule in Stockholm die Prüfung als Musiklehrerin ab und viele Jahres später in Malmö auch jenes für Kirchenmusik, auch wenn sie um diese Zeit längst im ganzen Norden für ihre Kinderlieder bekannt geworden war.

Nach ihrem Examen als Musiklehrerin und der Ehe mit Valter Bornemark, ließ sich Gullan Bornemark in Malmö nieder und gründete dort mit ihrem Ehemann eine Musikspielschule und begann ihre eigenen Lieder zu schreiben. Es kamen eigene Kinder und 1962 erschien ihr erstes Werk mit Kinderliedern. Bei der Schallplattenaufnahme dieser eigenen Sammlung saß Gullan selbst am Klavier, der Ehemann dirigierte das Orchester und die Stimmen kamen von den beiden Kindern Eva und Sven. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Familie mit ihrem Kinderchor Blåklockebarn in ganz Schweden bekannt und zahlreiche Auftritte im Radio verbreiteten die Kinderlieder Gullan Bornemarks.

Ab den 60er Jahren wirkte Gullan Bornemark dann an zahlreichen Fernsehserien mit und begann, neben ihrer Arbeit in der Musikschule, mit Tourneen im gesamten nordischen Raum. Nachdem Bornemark in mehreren Sendungen zur Verkehrserzziehung mit eigenen Liedern mitgewirkt hatte, ging sie mehr und mehr auf Kirchenlieder und Psalmen über, erneut mit Erfolg, denn ihren Psalm Mista en vän findet man auch der aktuellen Ausgabe des Psalmenbuches der Svenska Kyrkan. Einen ihrer bisher letzten großen Auftritte hatte Gullan Bornemark im Jahr 2008 beim Allsång på Skansen in Stockholm.


28. November 1718: Hedvig Charlotta Nordenflycht, die erste Feministin Schwedens
28. November 1773: Die Adolf-Friedrich-Kirche in Stockholm
28. November 1793: Carl Jonas Love Almqvist, ein Revolutionär zur falschen Zeit
28. November 1811: Oscar Patric Sturzen-Becker, ein literarischer Revolutionär
28. November 1898: Die schwedische Lebensrettungsgesellschaft
28. November 1906: Oskar Andersson, der erste Comiczeichner Schwedens
28. November 1972: Prinzessin Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha

Copyright: Herbert Kårlin

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Donnerstag, 28. August 2014

Der unvergessene Bischof Jesper Swedberg

Jesper Swedberg kam am 28. August 1653 auf Gut Sveden bei Falun zur Welt und wurde 1666, im Alter von 13 Jahren, von seinem Vater an die Universität Uppsala geschickt. Aus unbekannten Gründen wechselte Swedberg jedoch bereits drei Jahre später zur neu gegründeten Universität Lund, die zum einen in Glaubensfragen weitaus offener war als jene in Uppsala, zum anderen fand er dort jedoch auch einen entfernten Verwandten, der Professor für östliche Sprachen war. Fünf Jahre später kehrte der Student dann jedoch nach Uppsala zurück wo er 1682 die Prüfung zum Magister in Philosophie ablegte. Ein Jahr später ließ sich Swedberg zum Priester weihen und weitere zwei Jahre später wurde der Theologe zum Kavalleriepriester ernannt. Dieses Amt trat er jedoch erst nach einer ausgedehnten Studienreise durch mehrere europäische Länder an.

Anschließend ging die Karriere von Jesper Swedberg rapide nach oben, denn 1692 wurde der Priester als Professor an die Universität Uppsala berufen und weitere zwei Jahre später war Swedberg der führende Theologieprofessor der Universität und Dompropst. So nebenbei wurde der Theologe dann auch verantwortlich für sämtliche Priester der amerikanischen Versammlung und 1702 war Swedberg außerdem noch Bischof des Bistums Skara und damit einer der bedeutendsten Theologen Schwedens, auch wenn ihm dies die Feindschaft und den Neid sehr vieler anderer Bischöfe des Landes brachte.

Diese Feindschaft verhinderte letztendlich auch dass die bedeutendsten Ideen von Jesper Swedberg, trotz der Unterstützung durch König Karl XI., auf der Strecke blieben, da die vom ihm neu übersetzte Bibel zu seiner Zeit mehrheitlich abgelehnt wurde und das Psalmenbuch, das er erneuert veröffentlichte, wurde auf Druck zahlreicher anderer Bischöfe beschlagnahmt. Immerhin wurden später einige seiner Psalmen in einem nicht von ihm verlegten Psalmbuch aufgenommen und noch in der heutigen Ausgabe ist er mit einigen Psalmen vertreten. Mehr Erfolg hatte der Kirchenmann jedoch mit der Vereinheitlichung der schwedischen Sprache, denn er veröffentlichte ein gesamtes Wörterbuch und eine Grammatik, die weit verbreitet wurden. Jesper Swedberg, der Vater des legendären Emanuel Swedenborg, versuchte auch die zahlreichen Aposteltage der schwedischen Kirche abschaffen, da er der Meinung war, dass diese Feiertage für die Bevölkerung ohnehin nur Sündentage seien. Aber auch hier konnte sich der Theologe nicht durchsetzen.


28. August 1649: Die Kattan sinkt auf der Fahrt nach Nya Sverige
28. August 1740: Johan Tobias Sergel, Ritter des Vasaorden
28. August 1875: Der finnlandschwedische Dichter Jacob Tegengren
28. August 1882: Gustaf Hellström und das gesellschaftliche Leben in Kristianstad
28. August 2010: Jan Guillou hilft dem Kriminellen Keith Cederholm
28. August 2010: Die Botniabanan wird in Nordschweden eingeweiht

Copyright: Herbert Kårlin

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Dienstag, 7. Januar 2014

Carl Boberg, Politiker, Schriftsteller und Prediger

Carl Boberg starb am 7. Januar 1940 im Alter von 80 Jahren in Kalmar gilt bis heute als einer der bedeutendsten Personen innerhalb der freikirchlichen Bewegung Schwedens, dessen konservative Ideen der Prediger sein Leben lang in Wort und Schrift vertrat. Auf Grund seiner strengen Einstellung zum Glauben und seinem Bekanntheitsgrad als Politiker war es ihm auch gelungen in jenen Häusern Zugang zu finden, die sich im allgemeinen negativ zu Freikirchen verhielten.

Carl Boberg wurde im Alter von 18 Jahren von der Erweckungsbewegung überzeugt, die sich um diese Zeit in seinem Heimatort Kalmar ausbreitete. Nur ein Jahr später gründete er dann dort eine Jugendversammlung zur Verbreitung seines Glaubens und durch Kurse in der Missionsschule schuf er sich die Grundlage für sein gesamtes religiöses Wirken. Ab 1882 war Boberg als Prediger tätig und begann seine Ideen zusätzlich in journalistischen Beiträgen in Stockholm zu verbreiten, wobei er hierbei Religion, gesellschaftliche Probleme und Politik verband so dass seine Artikel auch in nicht religiösen Zeitungen veröffentlicht wurden.

Ab 1889 wurde Carl Boberg Redakteur der konservativen Wochenzeitung Sanningsvittnen, eine Tätigkeit auf die er sich vor allem im Selbststudium vorbereitet hatte. Diese Tätigkeit ermöglichte es ihm auch im gleichen Verlag seine zahlreichen religiösen und politischen Schriften und Gedichte in einer Art Selbstverlag zu veröffentlichen. Da Boberg nicht nur schreiben konnte, sondern auch die religiöse Haltung jener Epoche sehr deutlich auszudrücken vermochte, erreichten seine Veröffentlichungen sehr respektable Auflagen. Der Schriftsteller und Prediger wurde, wegen seiner starken Ausdruckskraft, auch bald als Prediger in der Staatskirche eingeladen, was nur sehr wenigen Anhängern der Freikirche gelang. Drei seiner Psalmen sind noch heute in den Psalmbüchern der Svenska Kyrkan zu finden, darunter sein Werk O store Gud.


7. Januar 1685: Jonas Alströmer bringt die Kartoffel nach Schweden
7. Januar 1876: Die schwedische Künstlerin Anna Sahlström
7. Januar 1926: Die Thielska Galleriet, ein Kunstmuseum in Stockholm 
7. Januar 1945: Yrsa Stenius und die Grenzen der linken Manipulation 
7. Januar 1949: Elin Wägner, eine Kämpferin für die Rechte der Frauen 
7. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood

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Dienstag, 24. Dezember 2013

Israel Kolmodin und der bekannteste Psalm Schwedens

Israel Kolmodin wurde am 24. Dezember 1643 in Enköping geboren und war Sohn eines Prosten, was in jener Zeit bedeutete, dass er bereits sehr früh auf eine theologische Laufbahn vorbereitet wurde. Bereits als er elf Jahre alt war, schickte ihn sein Vater zur Universität Uppsala und 1672, als Kolmodin 29 Jahre alt war, schloss er seine Studien in Lund mit einem Magister in Philosophie ab. Zwei Jahre später wurde er dann auch zum Priester geweiht.

Nach einigen Studienreisen in verschiedene Länder wurde Israel Kolmodin 1679 dann zum Vize-Priester an der Domkirche (Kathedrale) in Uppsala ernannt. Seine wahre Karriere begann dann jedoch erst nachdem er im Alter von 43 Jahren sowohl zum Priester von Nääs ernannt wurde als auch außerordentlicher Professor für Theologie in Uppsala wurde. In seiner Eigenschaft als Professor ging Kolmodin 1991, gemeinsam mit Erik Benzelius dem Älteren und Jesper Svedberg, in die Bibelkommission ein, die ein neues Psalmenbuch erstellen sollten.

1693 promovierte Israel Kolmodin zum Doktor der Theologie in Uppsala, was ihm auch als Vertreter des Priesterstandes im Parlament einen bedeutenden Einfluss verlieh. Kolmodin gelang es dadurch die Beibehaltung des Zehnten für die Kirche zu erreichen und er sorgte dafür, dass auch eine Kaplan eine Wohnung in der Kirchengemeinde bekam. Dass Kolmodin letztendlich jedoch in die schwedische Geschichte einging, verdankt er einem Psalm, den er bei einem Aufenthalt auf Gotland schrieb, denn Den blomstertid nu kommer, ursprünglich Sommar-Wisa genannt, ist noch heute der Psalm, der bei nahezu jedem Schulabschluss in Schweden gesungen wird.


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Copyright: Herbert Kårlin