Freitag, 6. Februar 2015

Der nordschwedische Künstler Leander Engström

Als Leander Engström am 6. Februar 1927 im Alter von 40 Jahren in Stockholm starb, hatte er alle Stufen des Auf und Ab eines Künstlers erlebt, wäre jedoch ohne den Einsatz seiner Frau vermutlich in Vergessenheit geraten, denn Maria Engström arbeitete nach seinem Tode unermüdlich daran die Werke ihres Mannes bekannt zu machen und konnte dabei seine künstlerischen Stärken zeigen. Leider ist Engström dennoch bis heute nur wahren Kunstkennern ein Begriff und ausschließlich in Schweden wird seine Kunst auch allgemein anerkannt.

Leander Engström kam am 27. Februar 1886 im nordschwedischen Ytterhogdal zur Welt, mit Ahnen, die man dort bis zum 17. Jahrhundert zurückverfolgen kann. Die Familie zog nach Sundsvall, wo der 14-Jährige dann in einem Sägewerk zu arbeiten begann. Mit der Kunst kam Engström erst 1901 in Berührung, als er bei der Sundsvalls Tdning als Helfer angestellt wurde. In diesem Rahmen lernte er erst lokale Künstler und später auch anerkannte Maler des Landes kennen, unter anderem Helmer Osslund, der den Jugendlichen 1906 auch mit auf eine Lapplandreise nahm und ihm die Basis des Malens beibrachte. Im folgenden Jahr begann Leander Engström dann eine Kunstausbildung in der Schule des Verbands der Stockholmer Künstler. Anschließend  hatte Engström das Glück einen Mäzen zu finden, der ihm einen Studienaufenthalt in der Schule von Henri Matisse in Paris finanzierte, wo der Künstler den gleichen Kurs besuchte wie Isaac Grünewald, Einar Jolin und anderen Künstlern der Künstlergruppe De Unga.

Leander Engström, der regelmäßig von der wilden Landschaft Lapplands angezogen wurde und zahlreiche Sommer dort verbrachte, entwickelte sich ab dieser Zeit zum Expressionisten des nördlichsten Schwedens in dem die wilde Natur mit der Farbenpracht des Herbstes eine sehr wichtige Rolle einnimmt. Den größten Erfolg hatte der Künstler dann während der Baltischen Ausstellung in Malmö im Jahre 1914, als seine expressionistischen Landschaftsgemälde neben Gemälden von Grünewald, Jolin, Sigrid Hjertén und Nils von Dardel hingen. Nach einem Studienaufenthalt Anfang der 20er Jahre in Italien wurden die Gemälde Engströms weicher, was ihm sehr viel Kritik einbrachte, auch wenn es dem Künstler damit gelang die Natur Lapplands einfühlsamer darzustellen.


6. Februar 1816: Henrik Gahn, einer der bekanntesten Ärzte Schwedens 
6. Februar 1837: Johan Anders Wadman, der Skalde, der an Alkoholmangel stirbt 
6. Februar 1900: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat
6. Februar 1914: Der letzte politische Machtbeweis der schwedischen Könige
6. Februar 1988: Die nationalistische Partei Sverigedemokraterna
6. Februar 1992: Der Nationaltag der Samen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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