Dienstag, 24. Februar 2015

Die Bedeutung der Schlacht bei Åsle

Die Schlacht bei Åsle, in der Nähe von Falköping, sollte für Albrecht von Mecklenburg den Verlust der Krone Schwedens bedeuten und damit auch das Ende des Einflusses der Hanse, die unter seiner Regierung eine wichtige Bedeutung errungen hatte und vor allem Stockholm zu großem Reichtum geführt hatte, da sich dort die überwiegend deutschen Handelsherren aufhielten, die wiederum mit dem Hochadel der Stadt gute Beziehungen pflegten. Albrecht von Mecklenburg hatte jedoch bereits Jahr vorher den Wert von Kapital überschätzt und, unter anderem, wegen seiner einseitigen Unterstützung Stockholms, Teile des Landes, vor allem aber Ansehen und Einfluss in Schweden verloren und sich mächtige Feinde im Norden geschaffen.

Als sich daher am 24. Februar 1389 die Truppen von König Albrecht, unterstützt von einer dänischen Einheit unter mecklenburgischer Führung, und das Heer von Margareta Valdemarsdotter bei Åsle gegenüberstanden, hatte Albrecht zwar die Unterstützung der Bürger Stockholms und jene Deutschlands, aber es fehlte der Nachschub an Soldaten und schon nach wenigen Stunden hatte der schwedische König den Kampf verloren und wurde, wie auch sein Sohn und alle anderen Befehlshaber der etwa 2500 Mann starken Armee, von Margareta Valdemarsdotter, zu dieser Zeit bereits Königin von Dänemark und Norwegen war, gefangengenommen.

Durch diesen Sieg wurde Margareta Valdemarsdotter im Grunde auch die Königin von Schweden, die jedoch in Stockholm erst 1398, nach zahlreichen Verhandlungen und Versprechen, anerkannt wurde. Albrecht von Mecklenburg wurde nach dem Verlust bei Åsle ins Schloss Bohus, die heutige Festung Bohus, bei Kungälv, gebracht und in Eisen geschlagen. Der ehemalige König und sein Sohn wurden erst 1395 wieder in die Freiheit entlassen, nachdem sich Albrecht von Mecklenburg dazu verpflichtet hatte drei Jahre lang eine hohe Summe an Margareta zu bezahlen, oder aber ihr Stockholm auszuhändigen.


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Copyright: Herbert Kårlin

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