Donnerstag, 2. April 2015

Die schwedische Künstlerin Ulrika Pasch

Als Ulrika Pasch am 2. April 1796 in Stockholm starb, war sie die erste Frau Schwedens, die beruflich als künstlerische Malerin gearbeitet hatte und sie war gleichzeitig die erste Frau, die Mitglied der im Jahre 1773 gegründeten Kunstakademie war, da Ulla Adlerfelt, ebenfalls eine Künstlerin, nur im Vorläufer der Kunstakademie Mitglied war. Aber auch wenn Ulrika Pasch von der Kunst leben konnte, so war es ihr als Frau unmöglich, trotz mehrerer Anträge, eine Pension als Künstlerin zu erhalten, im Gegensatz zu ihrem Bruder.

Ulrika Pasch war am 10. Juli 1735 als Tochter des Malers Lorens Pasch des Älteren zur Welt gekommen und hatte daher von ihrem Vater in frühester Kindheit das Malen gelernt, gemeinsam mit ihrem Bruder Lorens und ihrer Schwester Hedvig Lovisa. Während jedoch ihr Bruder nach Paris geschickt wurde um dort Kunst zu studieren, so sollte sich Ulrika um ihren Vater kümmern und musste daher als Haushälterin arbeiten und konnte ihre künstlerische Aktivität nur in ihrer Freizeit ausüben. Ulrika Pasch malte nebenbei die Portraits schwedischer Regenten und kopierte die Werke anderer Künstler. Da ihre Werke sehr geschätzt wurden und Ulrika damit ihre Begabung zeigen konnte, kamen bald die Porträtaufträge aus dem weiten Bekanntenkreis.

Als Ulrika Paschs Bruder Lorens Pasch der Jüngere 1766 aus Paris zurückkehrte, entschieden sich die beiden Geschwister in einem gemeinsamen Atelier zu arbeiten und die Schwester Hedvig Lovisa schloss sich den beiden als Haushälterin an. Ulrika malte ab dieser Zeit nicht nur eigene Werke, sondern auch Details in den Gemälden des Bruders. Der Stil der beiden Geschwister kam sich so nahe, dass es bis heute nahezu unmöglich ist die Werke der beiden, ohne die entsprechende Signatur, unterscheiden zu können. Während Ulrika Pasch ihre ersten Portraits auch deswegen verkaufte, weil sie sehr billig war, wurde sie später auch häufig von den Mitgliedern des königlichen Hofes mit Portraits beauftragt. Drei ihrer Werke können heute im Nationalmuseum in Stockholm betrachtet werden.


2. April 1884: GAN, Gösta Adrian-Nilsson, und die moderne Kunst Schwedens 
2. April 1904: Karl Ragnar Gierow holt das europäische Theater nach Schweden 
2. April 1954: Der schwedische Künstler Lars Lerin
2. April 1954: LIN, die schwedische Fluggesellschaft Linjeflyg
2. April 1974: Håkan Hellström, Musik aus Schweden 
2. April 1995: Hannes Alfvén, ein Nobelpreisträger als Kernkraftgegner

Copyright: Herbert Kårlin

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