Freitag, 3. April 2015

Olof Palme stirbt durch die Kugel eines unbekannten Schützen

Olof Palme starb am 3. April 1918, im Alter von 35 Jahren, durch die Kugel eines unbekannten Schützen, allerdings nicht wie später sein Verwandter, der Ministerpräsident Olof Palme, in Stockholm, sondern bei seinem Einsatz in Finnland als Mitglied der freiwilligen schwedischen Einheit. Palme hatte an der Universität Uppsala Geschichte studiert und beim Ausbruch des finnischen Bürgerkrieges die Einheit der Freiwilligen gegründet, wenn auch weniger um Finnland zur Unabhängigkeit zu verhelfen, sondern um Russland zu verjagen und Finnland wieder zu schwedischem Besitz zu machen.

Olof Palme galt als extrem intelligent, jedoch auch als Einzelgänger. Nach seiner Hochschulreife studierte er an der Universität Uppsala Geschichte, wobei er sich insbesondere für die Zeit von Karl XI. interessierte sowie für die alte Geschichte Schwedens. Bereits als Student war er ein aktiver Gegner jeder demokratischen Bewegung und die Gründung der schwedischen Brigaden sollte vor allem dazu dienen Schweden wieder zu seiner natürlichen Größe zu führen. Der größte Feind dieses Ziel waren für Palme die Bolschewiken, die auch dem Volk eine Macht geben wollten.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass Olof Palme, der am 21. September 1884 im finnischen Burgå geboren wurde und den man auf der extremsten rechten Linie suchen muss, bereits während des Ersten Weltkriegs an allen nationalistischen Bewegungen beteiligt war, denn er sammelte 1914 für den privaten Kreuzer Geld, er unterstützte das Großmachtdenken von Gustav V. mit einem Umzug der Studenten unterstützte und jedes sozialistische Denken bekämpfte, da Arbeitern in seinen Augen keine Recht hatten. Da Olof Palme nur wenige Tage vor dem sehr blutigen Ende des finnischen Bürgerkriegs durch eine Kugel getötet wurde, erinnert heute sehr wenig an die Person, die für einen Teil der Schweden immer noch ein Kriegsheld ist.


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Copyright: Herbert Kårlin

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