Mittwoch, 15. Februar 2012

Christer Gustav Svensson, genannt Stoffe, und das Heroin

Am 15. Februar 1950 wurde Christer Gustav Svensson in Stockholm geboren, der vor allem unter dem Namen „Stoffe“ bekannt wurde und am 22. März 1978 an einer Überdosis an Heroin starb. Stoffe und sein Schicksal wären wohl nie bekannt geworden, wenn nicht der Filmer Stefan Jarl eine Dokumentation in drei Teilen über Gustav Svensson gedreht hätte und ihn daher zur Christiane F. Schwedens gemacht hätte.

Eigentlich wollte Stefan Jarl nur die Jugendbewegung Stockholms der 60er Jahre verfolgen, einer Revolution, die Jugendliche weiter von ihren Eltern entfernten als je zuvor. Stefan Jarl konnte Stoffe (Gustav Svensson) und Kenta (Kenneth Gustaffson) für seine Idee gewinnen und drehte mit den beiden in der Hauptrolle den Kultfilm Dom kallar oss mods, der das Leben einer Jugendgang schildert, die nur von einer Sekunde zur anderen leben. Als der Film 1968 in die Kinos kam, schlug er wie eine Bombe ein und machte Stoffe zu einer Kultfigur, einem Außenseiter, den plötzlich alle kennen wollten.

Stefan Jarl verfolgte die Entwicklung seiner beiden Hauptfiguren weiter, die in den 70er Jahren eine bedeutende Wende erlebten, als immer mehr Personen aus ihrer Umgebung in das bürgerliche Leben zurückkehrten. Während Kenta jedoch bei Haschisch blieb, griff Stoffe zu immer härteren Drogen. Aus dem Mädchenidol wurde bald ein obdachloser Drogensüchtiger. Im Alter von 28 Jahren starb Stoffe dann an einer Überdosis Heroin in einer Toilette der Stockholmer U-Bahn. Sein Tod im Jahre 1978 schlug wie eine Bombe ein und führte im Jahre 1993 zum letzten Film der Trilogie über das Leben Stoffes.

15. Februar 1890: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

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