Donnerstag, 9. Februar 2012

Frans Michael Franzén, vom Skalde zum Bischof

Am 9. Februar 1772 wurde Frans Michael Franzén in Uleåborg, im heutigen Finnland, geboren. Während des Finnischen Krieges kam er nach Schweden, wo er einer der bedeutendsten finnland-schwedischen Dichter wurde, der heute weniger für seine Poesie bekannt ist, als für seine Psalme, die noch heute in der offiziellen Psalmsammlung der Svenska Kyrkan zu finden sind.

Obwohl Frans Michael Franzén bereits 1797 den großen Preis der Svenska Akademien erhielt, begann seine poetische Karriere erst 1810 mit seiner Sammlung „Skaldestycken“, wovon allerdings zu jener Zeit nur ein einziger Band veröffentlicht wurde, bis er 1824 seine Gedichte über Fanny schrieb, die dann, gemeinsam mit seinen Jugendgedichten, als der Gedichtzyklus Selma och Fanny bekannt wurden und im gleichen Jahr als siebenbändiges Werk „Skaldestycken“ erschien, einem Werk, das bereits wenige Jahre später vergriffen war und, unter dem Titel "Samlade Dikter" erneut aufgelegt wurde.

Nach Willen des Vaters sollte Frans Michael Franzén Kaufmann werden, wie alle Vorfahren der Familie. Franzén zog es jedoch bereits mit 13 an die Königliche Akademie in Åbo, wo er Philosophie studierte und sich vor allem der deutschen und der englischen Richtung anschloss. Ab 1793 begann er dann Gedichte in der Stockholm-Posten zu veröffentlichen. Drei Jahre später begann er in Åbo als Bibliothekar zu arbeiten, was ihn letztendlich zu einer Professur in Philosophie führte. Bereits 1803 entdeckte Frans Michael Franzén jedoch, dass er zur Philosophie griff, weil dies seiner religiösen Einstellung entsprach. Er ließ sich daher zum Priester weihen und begann eine kirchliche Laufbahn. Bereits 1834 wurde er dann Bischof des Härnösand Stifts.

9. Februar 1946: Der Frukostklubben, noch heute eine Legende Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

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